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Energie & Management > Windkraft Onshore - Windprojekt im Zollernalbkreis gestoppt
Quelle: Fotolia / Mellimage
Windkraft Onshore

Windprojekt im Zollernalbkreis gestoppt

Schwächere Windverhältnisse stoppen ein Windenergie-Projekt im Zollernalbkreis. Die Planer geben den Standort „ZAK-01“ bei Rangendingen und Grosselfingen auf.
Das kommunale Energieunternehmen und der Projektentwickler Uhl Windkraft beenden ihre Planungen für Windenergieanlagen im Vorranggebiet „ZAK-01“ im Zollernalbkreis. Ausschlaggebend sind nach Angaben der beiden Partner die Ergebnisse der Windmessungen. Diese zeigen, dass die ursprünglich prognostizierten Windverhältnisse an den geplanten, südlich von Stuttgart gelegenen Standorten bei Rangendingen und Grosselfingen nicht erreicht werden. Aus Sicht beider Projektträger lässt sich der Betrieb der Anlagen damit wirtschaftlich nicht darstellen.

Geplant waren insgesamt sieben Windenergieanlagen: Drei Anlagen wollten die Stadtwerke Stuttgart umsetzen, vier Uhl Windkraft. Laut den Unternehmen liegen die gemessenen Windwerte je nach Standort etwa 10 bis 15 Prozent unter den ursprünglichen Annahmen aus den Prognosen. Gleichzeitig verweisen die Unternehmen auf steigende Investitions- und Betriebskosten für Windenergieanlagen, die die Wirtschaftlichkeit zusätzlich belasten.

Peter Drausnigg, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart, erklärt, das Unternehmen habe diese Entscheidung nach sorgfältiger Prüfung relevanter Faktoren getroffen. Er betont, die Stadtwerke wollten den Ausbau der erneuerbaren Energien verantwortungsvoll vorantreiben. Dazu gehöre auch, Projekte nicht weiterzuverfolgen, wenn sie sich wirtschaftlich nicht umsetzen lassen. Franz Uhl, Geschäftsführer von Uhl Windkraft, sagt, in das Projekt sei viel Arbeit geflossen. Vor Ort hätte das Vorhaben kommunale Wertschöpfung ermöglichen sollen – einschließlich einer geplanten Bürgerbeteiligung.

Vorarbeiten seit 2023 und Genehmigungsstand

Die Stadtwerke Stuttgart schlossen im September 2023 nach einer Ausschreibung des Hauses Hohenzollern einen Pachtvertrag für Flächen im Vorranggebiet „ZAK-01“. Uhl Windkraft vereinbarte einen Vertrag mit der Gemeinde Grosselfingen. Das Gebiet ist nach Darstellung der Unternehmen im Entwurf der Fortschreibung des Regionalplans Neckar-Alb als Vorranggebiet für Windenergie vorgesehen.

Seit 2023 liefen nach Angaben der Projektträger umfangreiche Vorarbeiten. Dazu zählen Windmessungen, Umwelt- und Artenschutzuntersuchungen, Schall- und Schattenprognosen, Netzanschlussprüfungen sowie Transport- und Logistikkonzepte. Die Genehmigungsanträge nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz reichten die Unternehmen im Juni 2025 ein. Mit der Genehmigung rechneten sie im Laufe des Jahres 2026.

Ausbaukurs bleibt bestehen

Die Stadtwerke Stuttgart betonen, dass sich am grundsätzlichen Ausbaukurs für erneuerbare Energien nichts ändere. Als Beispiel nennen sie das Repowering der bestehenden Windenergieanlage am Grünen Heiner, ein Schuttberg auf der Gemarkungsgrenze zwischen Stuttgart-Weilimdorf und Korntal-Münchingen. Nach der Ertüchtigung soll die Anlage laut Stadtwerken einen bis zu siebenfach höheren Energieertrag liefern. Uhl Windkraft erklärt, man konzentriere sich weiterhin auf leistungsfähige Standorte, an denen Windenergie einen nachhaltigen und wirtschaftlichen Beitrag zur Energiewende leisten könne. 

Freitag, 23.01.2026, 11:55 Uhr
Davina Spohn
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Windprojekt im Zollernalbkreis gestoppt
Schwächere Windverhältnisse stoppen ein Windenergie-Projekt im Zollernalbkreis. Die Planer geben den Standort „ZAK-01“ bei Rangendingen und Grosselfingen auf.
Das kommunale Energieunternehmen und der Projektentwickler Uhl Windkraft beenden ihre Planungen für Windenergieanlagen im Vorranggebiet „ZAK-01“ im Zollernalbkreis. Ausschlaggebend sind nach Angaben der beiden Partner die Ergebnisse der Windmessungen. Diese zeigen, dass die ursprünglich prognostizierten Windverhältnisse an den geplanten, südlich von Stuttgart gelegenen Standorten bei Rangendingen und Grosselfingen nicht erreicht werden. Aus Sicht beider Projektträger lässt sich der Betrieb der Anlagen damit wirtschaftlich nicht darstellen.

Geplant waren insgesamt sieben Windenergieanlagen: Drei Anlagen wollten die Stadtwerke Stuttgart umsetzen, vier Uhl Windkraft. Laut den Unternehmen liegen die gemessenen Windwerte je nach Standort etwa 10 bis 15 Prozent unter den ursprünglichen Annahmen aus den Prognosen. Gleichzeitig verweisen die Unternehmen auf steigende Investitions- und Betriebskosten für Windenergieanlagen, die die Wirtschaftlichkeit zusätzlich belasten.

Peter Drausnigg, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart, erklärt, das Unternehmen habe diese Entscheidung nach sorgfältiger Prüfung relevanter Faktoren getroffen. Er betont, die Stadtwerke wollten den Ausbau der erneuerbaren Energien verantwortungsvoll vorantreiben. Dazu gehöre auch, Projekte nicht weiterzuverfolgen, wenn sie sich wirtschaftlich nicht umsetzen lassen. Franz Uhl, Geschäftsführer von Uhl Windkraft, sagt, in das Projekt sei viel Arbeit geflossen. Vor Ort hätte das Vorhaben kommunale Wertschöpfung ermöglichen sollen – einschließlich einer geplanten Bürgerbeteiligung.

Vorarbeiten seit 2023 und Genehmigungsstand

Die Stadtwerke Stuttgart schlossen im September 2023 nach einer Ausschreibung des Hauses Hohenzollern einen Pachtvertrag für Flächen im Vorranggebiet „ZAK-01“. Uhl Windkraft vereinbarte einen Vertrag mit der Gemeinde Grosselfingen. Das Gebiet ist nach Darstellung der Unternehmen im Entwurf der Fortschreibung des Regionalplans Neckar-Alb als Vorranggebiet für Windenergie vorgesehen.

Seit 2023 liefen nach Angaben der Projektträger umfangreiche Vorarbeiten. Dazu zählen Windmessungen, Umwelt- und Artenschutzuntersuchungen, Schall- und Schattenprognosen, Netzanschlussprüfungen sowie Transport- und Logistikkonzepte. Die Genehmigungsanträge nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz reichten die Unternehmen im Juni 2025 ein. Mit der Genehmigung rechneten sie im Laufe des Jahres 2026.

Ausbaukurs bleibt bestehen

Die Stadtwerke Stuttgart betonen, dass sich am grundsätzlichen Ausbaukurs für erneuerbare Energien nichts ändere. Als Beispiel nennen sie das Repowering der bestehenden Windenergieanlage am Grünen Heiner, ein Schuttberg auf der Gemarkungsgrenze zwischen Stuttgart-Weilimdorf und Korntal-Münchingen. Nach der Ertüchtigung soll die Anlage laut Stadtwerken einen bis zu siebenfach höheren Energieertrag liefern. Uhl Windkraft erklärt, man konzentriere sich weiterhin auf leistungsfähige Standorte, an denen Windenergie einen nachhaltigen und wirtschaftlichen Beitrag zur Energiewende leisten könne. 

Freitag, 23.01.2026, 11:55 Uhr
Davina Spohn

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