Quelle: Shutterstock / Anton Vierietin
Der niederländische Dienstleister für Windkraftanlagen, Iver, erwirbt das Service-Geschäft von Eno Energy Systems.
Zukunftslösung auch für die Tochtergesellschaft des Windkraftanlagenbauers Eno Energy: Das niederländische Unternehmen Iver übernimmt nach eigenen Angaben die Service- und Wartungsaktivitäten der Eno Energy Systems GmbH. Für Eno Energy wie die Servicetochter hatte das Amtsgericht Rostock im Oktober vergangenen Jahres ein Insolvenzeröffnungsverfahren eingeleitet (wir berichteten).
Die Niederländer erwerben laut Mitteilung die Büros, Werkstatt- und Lagerflächen in Rostock, hinzu kommen regionale „Service-Hubs“ in Deutschland. Rund 60 Techniker und Ingenieure von Eno Energy Systems wechseln zu Iver.
Der Geschäftsführer von Iver Deutschland, Geert Leeuwis, sieht auf dem deutschen Markt große Chancen: „Neben dem Repowering-Markt gibt es viele Anlagen, die so lange wie möglich in Betrieb bleiben sollen. Innovative Lösungen sind daher entscheidend, und ich sehe in diesem Bereich viele Möglichkeiten“, kommentiert er die Übernahme. Die in den Niederlanden gewonnene Erfahrung bilde dafür „eine starke Grundlage.“
„Zentrales Drehkreuz“ für Service in Mitteleuropa
Der Standort Rostock soll für die Niederländer „zentrales Drehkreuz für Wartung, Service und Projekte in Mitteleuropa“ werden, wie es heißt. Vom Control Centre von Eno Energy Systems will Iver die Daten von Windenergieanlagen analysieren und für einen möglichst effizienten Betrieb sorgen. Bestehenden Kunden haben die Niederländer im Zuge der Übernahme dem Vernehmen nach neue Service- und Wartungsverträge angeboten.
Iver ist in den Niederlanden, Spanien, Deutschland und Rumänien vertreten. Das Leistungsspektrum umfasst nach Unternehmensangaben Service, Wartung, Inspektion, Montage, Demontage sowie den An- und Verkauf von aufbereiteten Komponenten.
Im Dezember hatte der Erneuerbaren-Projektierer Qair die französische Tochtergesellschaft von Eno Energy − die EEF SAS − sowie ausgewählte, in Entwicklung befindlicher Projekte in Deutschland gekauft (wir berichteten). Der Konzern Qair mit Hauptsitz in Paris vergrößerte damit vor allem sein Windenergie-Portfolio.
Qair erwarb nach eigenen Angaben eine Projektpipeline und ein Portfolio von rund 260 MW in Frankreich, Deutschland und Belgien. Die deutsche Tochter von Qair entwickelt und betreibt Wind- und Solarenergie-Anlagen sowie Batteriespeicher. Die Niederlassungen befinden sich in München und Leipzig.
Mittwoch, 21.01.2026, 15:07 Uhr
Manfred Fischer
© 2026 Energie & Management GmbH