Felix Schipp, Geschäftsbereichsleiter Kaufmännische Dienste, und die Geschäftsführer Martin Uekmann und Rainer Müller (v. links). Quelle: Stadtwerke Bielefeld
Die Stadtwerke Bielefeld haben 2025 ein Ergebnis von gut 34 Millionen Euro erzielt. Bei der Expansion der Fernwärme erreichten sie den höchsten Anschlussgrad der jüngsten zehn Jahre.
Die Stadtwerke Bielefeld haben im Geschäftsjahr 2025 ein Jahresergebnis von 34,4
Millionen Euro erzielt und damit den Vorjahreswert von 27,5
Millionen Euro übertroffen. Wesentliche Ergebnisbeiträge kamen aus dem energiewirtschaftlichen Kerngeschäft sowie aus einem Sondereffekt durch den Verkauf der Anteile an den Stadtwerken Gütersloh, teilt das Unternehmen mit. Die Stadt Bielefeld erhielt Konzessionsabgaben in Höhe von rund 21
Millionen Euro.
Mit Blick auf das operative Geschäft spricht die Geschäftsführung von einer stabilen Entwicklung. Der Stromabsatz sank im vergangenen Jahr um 4,1
Prozent auf rund 1,39
Milliarden kWh. Als Ursachen nennt die Stadtwerke verändertes Verbrauchsverhalten und die konjunkturelle Entwicklung im gewerblichen Bereich. Der Gasabsatz ging um 0,9
Prozent auf knapp 2,45
Milliarden kWh zurück. Im Fernwärmebereich lag der Absatz bei 496
Millionen kWh und damit unter dem Vorjahresniveau.
In den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur investierte die Stadtwerke Bielefeld Gruppe 2025 nach eigenen Angaben mehr als 190
Millionen Euro. Davon entfielen 68
Millionen Euro auf die Netzinfrastruktur. Schwerpunkte waren Maßnahmen im Stromnetz, die Digitalisierung der Netze sowie Vorbereitungen auf die Transformation des Gasnetzes.
Beim Ausbau der Fernwärme wurden im Jahr 2025 nach Unternehmensangaben 91
Gebäude neu angeschlossen. Im Modellquartier Dürerstraße sollen künftig rund 80
Prozent des Wärmebedarfs über Fernwärme gedeckt werden. Damit habe man den höchsten Wert bei Neuanschlüssen innerhalb der vergangenen zehn Jahre, so die Stadtwerke.
„Wünschenswertes in Machbares“ übersetzenDie Entsorgungsgesellschaft Interargem trieb den Bau einer Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage voran. Die Anlage soll Mitte 2027 in Betrieb gehen und künftig die Fernwärmeversorgung für bis zu 4.400 zusätzliche Haushalte ermöglichen.
Mit dem Solarpark Schiefe Breede ging 2025 die erste Freiflächen-Photovoltaikanlage der Stadtwerke in Betrieb. Die Anlage verfügt über eine Leistung von 4,2
MW und erzeugt jährlich rund 4,3
Millionen kWh Strom.
Für den Gesamtkonzern weist die Bilanz 2025 Umsatzerlöse von 909
Millionen Euro (2024: 892
Millionen Euro) und Investitionen von 195
Millionen Euro aus (2024: 155
Millionen Euro). Die Zahl der Beschäftigten stieg um 80 auf 2.994.
Vor dem Hintergrund steigender Kosten, regulatorischer Veränderungen und hohen Investitionsbedarfs hat das Unternehmen nach eigenen Angaben Maßnahmen zur Stärkung der Innenfinanzierungskraft eingeleitet. Dazu zählen dem Vernehmen nach eine stärkere wirtschaftliche Steuerung von Vorhaben sowie zusätzliche Kostensenkungsmaßnahmen.
„Wir halten auch weiterhin an unserem Grundsatz fest, das Wünschenswerte in das Machbare zu übersetzen: wirtschaftlich tragfähig, technisch realistisch und für die Menschen in unserer Stadt bezahlbar“, wird Geschäftsführer Martin Uekmann in einer Mitteilung zitiert. Das Klima zu schützen, bleibe wichtiger Maßstab des Handelns. Und weiter: „Die Umsetzung wird künftig aber noch stärker daran ausgerichtet, in welcher Reihenfolge und mit welchem Tempo Maßnahmen rechtssicher und finanzierbar realisiert werden können.“
Geschäftsentwicklung der Stadtwerke Bielefeld (nur GmbH)| Stadtwerke Bielefeld GmbH | 2025 | 2024 |
| Jahresergebnis (Mio. Euro) | 34,4 | 27,5 |
| Umsatzerlöse (Mio. Euro) | 759,6 | 735,1 |
| Investitionen (Mio. Euro) | 105,5 | 104 |
| Stromabsatz (Mio. kWh) | 1.391,3 | 1.450,0 |
| Erdgasabsatz (Mio. kWh) | 2.448,8 | 2.472,0 |
| Fernwärmeabsatz (Mio. kWh) | 495,5 | 658,9 |
Quelle: Stadtwerke Bielefeld
Montag, 22.06.2026, 15:18 Uhr
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