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Energie & Management > Wärme - Kelvin Green präsentiert Heat Ops
Quelle: Fotolia / Ralf Kalytta
Wärme

Kelvin Green präsentiert Heat Ops

Auf der E-world stellt Kelvin Green seine digitale Wärmezentrale „HeatOps“ vor, die Wärmenetze vorausschauend steuert, Betriebskosten senken und die Betriebsführung automatisieren soll.
Kelvin Green präsentiert auf der Fachmesse 2026 in Essen erstmals öffentlich seine neue Softwarelösung Heat Ops. Laut Unternehmen soll die „intelligente Wärmezentrale“ den Betrieb von Wärmenetzen automatisieren und wirtschaftlicher machen. Kelvin Green ist ein 2023 gegründetes Unternehmen mit Sitz in Berlin, das digitale Lösungen für die Planung und den Betrieb grüner Wärmenetze entwickelt.

Mit Heat Ops erweitere das Unternehmen sein Portfolio von der strategischen Simulation hin zur operativen Steuerung im laufenden Netzbetrieb. Nach Angaben von Kelvin Green steuert das System Wärmenetze vorausschauend auf Basis von Prognosen zum Wärmebedarf, zu Strompreisen und zu Wetterdaten. Diese Informationen fließen in einen dynamischen Optimierer ein, der viertelstündliche Einsatzpläne erstellt und automatisiert an die angeschlossenen Erzeugungsanlagen überträgt.

Systemintegration

Ziel sei es, nicht einzelne Erzeuger isoliert zu priorisieren, sondern das gesamte System kosten- und effizienzoptimiert zu betreiben. Laut dem Unternehmen ermöglicht das System, Wärmepumpen bevorzugt in Phasen niedriger Strompreise einzusetzen, während Blockheizkraftwerke bei hohen Strompreisen laufen. Wärmespeicher dienen dabei als Flexibilitätspuffer. Monitoring-Funktionen, Warnmeldungen sowie Plan-Ist-Vergleiche sollen für Transparenz im Betrieb sorgen. Gleichzeitig bleibt es laut Kelvin Green möglich, manuell in die Steuerung einzugreifen.

Die Entwicklung von Heat Ops baut auf den bisherigen Simulationen des Unternehmens auf. Kelvin Green hatte nach eigenen Angaben in rund 5.000 Simulationen realer Projekte mit der Software HeatSim gezeigt, dass sich durch eine intelligente und automatisierte Einsatzplanung der Erzeuger durchschnittlich rund 20 Prozent der Betriebskosten einsparen lassen. Mit HeatOps werde dieser Ansatz nun direkt in den operativen Betrieb überführt, erklärte das Unternehmen.

„Mit HeatOps planen unsere Kundinnen und Kunden vorausschauend, steuern automatisiert und senken Kosten, Risiken und Emissionen im laufenden Betrieb“, sagte Martin Bornholdt, Geschäftsführer von Kelvin Green. Auf diese Weise werde die Wärmewende im Netz wirtschaftlicher und besser steuerbar.

Pilotprojekt in Ahrensburg

Heat Ops kommt nach Angaben von Kelvin Green bereits in mehreren Pilotprojekten zum Einsatz, unter anderem bei den Stadtwerken Ahrensburg. Die Stadtwerke Ahrensburg sind ein kommunales Versorgungsunternehmen mit Sitz in Ahrensburg in Schleswig-Holstein und betreiben unter anderem Strom-, Gas- und Wärmenetze.

Dr. Frederik Treuel, Referent für Unternehmensentwicklung, Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei den Stadtwerken Ahrensburg, erklärte, das Unternehmen setze HeatOps im ersten Wärmenetz als Pilotprojekt ein. Das Blockheizkraftwerk schalte sich dort bei niedrigen oder negativen Strompreisen automatisch ab. Perspektivisch sollen in solchen Phasen automatisch Wärmepumpe und Wärmespeicher angesteuert werden. Laut Treuel führe dies zu geringeren Kosten und zu einer höheren Transparenz bei Lastprognosen, Kosten sowie Stromerlösen. Zudem seien zentrale Netzparameter nun online und in Echtzeit verfügbar, und das System liefere Hinweise zur Anlagenoptimierung und melde Störungen automatisch.

Kelvin Green hebt hervor, dass Heat Ops technologie- und herstelleragnostisch ausgelegt ist. Die Software lasse sich an bestehende speicherprogrammierbare Steuerungen und Leittechniksysteme anbinden oder in Kombination mit der Kelvin-Green-HeatBox einsetzen. Ein API-first-Ansatz soll die Integration in bestehende IT-Strukturen erleichtern.

Auf der E-world 2026 will Kelvin Green Heat Ops anhand realer Anwendungsbeispiele vorstellen. Das Unternehmen sieht die Lösung als nächsten Schritt, um von der strategischen Planung eines grünen Wärmenetzes zu einem kontinuierlich optimierten Betrieb zu gelangen.

Kelvin Green präsentiert Heat Ops an realen Beispielen in Halle 4 · Stand 4B121

Montag, 9.02.2026, 16:09 Uhr
Susanne Harmsen
Energie & Management > Wärme - Kelvin Green präsentiert Heat Ops
Quelle: Fotolia / Ralf Kalytta
Wärme
Kelvin Green präsentiert Heat Ops
Auf der E-world stellt Kelvin Green seine digitale Wärmezentrale „HeatOps“ vor, die Wärmenetze vorausschauend steuert, Betriebskosten senken und die Betriebsführung automatisieren soll.
Kelvin Green präsentiert auf der Fachmesse 2026 in Essen erstmals öffentlich seine neue Softwarelösung Heat Ops. Laut Unternehmen soll die „intelligente Wärmezentrale“ den Betrieb von Wärmenetzen automatisieren und wirtschaftlicher machen. Kelvin Green ist ein 2023 gegründetes Unternehmen mit Sitz in Berlin, das digitale Lösungen für die Planung und den Betrieb grüner Wärmenetze entwickelt.

Mit Heat Ops erweitere das Unternehmen sein Portfolio von der strategischen Simulation hin zur operativen Steuerung im laufenden Netzbetrieb. Nach Angaben von Kelvin Green steuert das System Wärmenetze vorausschauend auf Basis von Prognosen zum Wärmebedarf, zu Strompreisen und zu Wetterdaten. Diese Informationen fließen in einen dynamischen Optimierer ein, der viertelstündliche Einsatzpläne erstellt und automatisiert an die angeschlossenen Erzeugungsanlagen überträgt.

Systemintegration

Ziel sei es, nicht einzelne Erzeuger isoliert zu priorisieren, sondern das gesamte System kosten- und effizienzoptimiert zu betreiben. Laut dem Unternehmen ermöglicht das System, Wärmepumpen bevorzugt in Phasen niedriger Strompreise einzusetzen, während Blockheizkraftwerke bei hohen Strompreisen laufen. Wärmespeicher dienen dabei als Flexibilitätspuffer. Monitoring-Funktionen, Warnmeldungen sowie Plan-Ist-Vergleiche sollen für Transparenz im Betrieb sorgen. Gleichzeitig bleibt es laut Kelvin Green möglich, manuell in die Steuerung einzugreifen.

Die Entwicklung von Heat Ops baut auf den bisherigen Simulationen des Unternehmens auf. Kelvin Green hatte nach eigenen Angaben in rund 5.000 Simulationen realer Projekte mit der Software HeatSim gezeigt, dass sich durch eine intelligente und automatisierte Einsatzplanung der Erzeuger durchschnittlich rund 20 Prozent der Betriebskosten einsparen lassen. Mit HeatOps werde dieser Ansatz nun direkt in den operativen Betrieb überführt, erklärte das Unternehmen.

„Mit HeatOps planen unsere Kundinnen und Kunden vorausschauend, steuern automatisiert und senken Kosten, Risiken und Emissionen im laufenden Betrieb“, sagte Martin Bornholdt, Geschäftsführer von Kelvin Green. Auf diese Weise werde die Wärmewende im Netz wirtschaftlicher und besser steuerbar.

Pilotprojekt in Ahrensburg

Heat Ops kommt nach Angaben von Kelvin Green bereits in mehreren Pilotprojekten zum Einsatz, unter anderem bei den Stadtwerken Ahrensburg. Die Stadtwerke Ahrensburg sind ein kommunales Versorgungsunternehmen mit Sitz in Ahrensburg in Schleswig-Holstein und betreiben unter anderem Strom-, Gas- und Wärmenetze.

Dr. Frederik Treuel, Referent für Unternehmensentwicklung, Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei den Stadtwerken Ahrensburg, erklärte, das Unternehmen setze HeatOps im ersten Wärmenetz als Pilotprojekt ein. Das Blockheizkraftwerk schalte sich dort bei niedrigen oder negativen Strompreisen automatisch ab. Perspektivisch sollen in solchen Phasen automatisch Wärmepumpe und Wärmespeicher angesteuert werden. Laut Treuel führe dies zu geringeren Kosten und zu einer höheren Transparenz bei Lastprognosen, Kosten sowie Stromerlösen. Zudem seien zentrale Netzparameter nun online und in Echtzeit verfügbar, und das System liefere Hinweise zur Anlagenoptimierung und melde Störungen automatisch.

Kelvin Green hebt hervor, dass Heat Ops technologie- und herstelleragnostisch ausgelegt ist. Die Software lasse sich an bestehende speicherprogrammierbare Steuerungen und Leittechniksysteme anbinden oder in Kombination mit der Kelvin-Green-HeatBox einsetzen. Ein API-first-Ansatz soll die Integration in bestehende IT-Strukturen erleichtern.

Auf der E-world 2026 will Kelvin Green Heat Ops anhand realer Anwendungsbeispiele vorstellen. Das Unternehmen sieht die Lösung als nächsten Schritt, um von der strategischen Planung eines grünen Wärmenetzes zu einem kontinuierlich optimierten Betrieb zu gelangen.

Kelvin Green präsentiert Heat Ops an realen Beispielen in Halle 4 · Stand 4B121

Montag, 9.02.2026, 16:09 Uhr
Susanne Harmsen

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