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Energie & Management > Strom - Erneuerbare legten seit Ukrainekrieg kräftig zu
Quelle: Pixabay / Markus Distelrath
Strom

Erneuerbare legten seit Ukrainekrieg kräftig zu

Der Überfall Russlands auf die Ukraine hat die Energiewende in der EU beschleunigt, so eine Studie. Derweil hat die EU mehr Erdgas gespart, als sie sich vorgenommen hat.
Einer Untersuchung der Denkfabrik Ember Climate zufolge stieg die Stromproduktion in der EU aus Wind und Sonne seit der russischen Invasion um 50 Milliarden kWh und erreichte damit einen Anteil von 23 Prozent an der gesamten Stromerzeugung. Nach den Berechnungen von Ember wurden dadurch 9 Milliarden Kubikmeter Gas eingespart, die 12 Milliarden Euro gekostet hätten.

Insgesamt belief sich die Erzeugung von Wind- und Solarstrom auf 546 Milliarden kWh. Das waren 50 Milliarden kWh oder 10 Prozent mehr als in den zwölf Monaten vor der Invasion. Dazu hätten sowohl der Ausbau der Kapazitäten als auch das günstige Wetter beigetragen, hieß es. Dadurch hätten sich auch schwierige Situationen bei der Erzeugung bewältigen lassen, die durch den Ausfall von Kernkraft- und Wasserkraftwerken entstanden seien. Die Entwicklung der Preise für Gas und Kohle in den vergangenen zwölf Monaten mache den Ausstieg aus den fossilen Energien noch dringender, schreiben die Autoren der Studie.

Ember Climate ist eine britische Denkfabrik, die sich seit 2008 weltweit für die Energiewende einsetzt und überwiegend von Umweltorganisationen finanziert wird.

​Die EU hat nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat ihren Gasverbrauch von August 2022 bis Januar 2023 um 19,3 Prozent gesenkt und damit das Einsparziel von 15 Prozent deutlich übertroffen. Die Energieminister hatten sich darauf verständigt, den Gasverbrauch von August 2022 bis März 2023 um 15 Prozent gegenüber dem Durchschnitt dieses Zeitraums in den vorigen fünf Jahren zu senken.

Die höchsten Einsparungen wurden in Finnland (-57 Prozent), Litauen (-48 Prozent) und Schweden (-40 Prozent) erzielt. Deutschland bewegte sich mit 19,5 Prozent nahe am Durchschnitt, Zwölf Mitgliedsstaaten verfehlten das Einsparziel zum Teil deutlich. Im Monatsvergleich lag der Verbrauch in der EU immer unter dem Fünfjahres-Durchschnitt, wobei die Monate Oktober und November mit jeweils 25 Prozent die höchsten Einsparungen aufwiesen.


 

Mittwoch, 22.02.2023, 17:25 Uhr
Tom Weingrtner
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Erneuerbare legten seit Ukrainekrieg kräftig zu
Der Überfall Russlands auf die Ukraine hat die Energiewende in der EU beschleunigt, so eine Studie. Derweil hat die EU mehr Erdgas gespart, als sie sich vorgenommen hat.
Einer Untersuchung der Denkfabrik Ember Climate zufolge stieg die Stromproduktion in der EU aus Wind und Sonne seit der russischen Invasion um 50 Milliarden kWh und erreichte damit einen Anteil von 23 Prozent an der gesamten Stromerzeugung. Nach den Berechnungen von Ember wurden dadurch 9 Milliarden Kubikmeter Gas eingespart, die 12 Milliarden Euro gekostet hätten.

Insgesamt belief sich die Erzeugung von Wind- und Solarstrom auf 546 Milliarden kWh. Das waren 50 Milliarden kWh oder 10 Prozent mehr als in den zwölf Monaten vor der Invasion. Dazu hätten sowohl der Ausbau der Kapazitäten als auch das günstige Wetter beigetragen, hieß es. Dadurch hätten sich auch schwierige Situationen bei der Erzeugung bewältigen lassen, die durch den Ausfall von Kernkraft- und Wasserkraftwerken entstanden seien. Die Entwicklung der Preise für Gas und Kohle in den vergangenen zwölf Monaten mache den Ausstieg aus den fossilen Energien noch dringender, schreiben die Autoren der Studie.

Ember Climate ist eine britische Denkfabrik, die sich seit 2008 weltweit für die Energiewende einsetzt und überwiegend von Umweltorganisationen finanziert wird.

​Die EU hat nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat ihren Gasverbrauch von August 2022 bis Januar 2023 um 19,3 Prozent gesenkt und damit das Einsparziel von 15 Prozent deutlich übertroffen. Die Energieminister hatten sich darauf verständigt, den Gasverbrauch von August 2022 bis März 2023 um 15 Prozent gegenüber dem Durchschnitt dieses Zeitraums in den vorigen fünf Jahren zu senken.

Die höchsten Einsparungen wurden in Finnland (-57 Prozent), Litauen (-48 Prozent) und Schweden (-40 Prozent) erzielt. Deutschland bewegte sich mit 19,5 Prozent nahe am Durchschnitt, Zwölf Mitgliedsstaaten verfehlten das Einsparziel zum Teil deutlich. Im Monatsvergleich lag der Verbrauch in der EU immer unter dem Fünfjahres-Durchschnitt, wobei die Monate Oktober und November mit jeweils 25 Prozent die höchsten Einsparungen aufwiesen.


 

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