• Interview: HDAX verstehen
  • Strom bei 400 Euro wegen Dunkelflaute
  • Kälteprognosen treiben Gaspreise nach oben
  • Deutschland kündigt Energiecharta
  • Null Prozent Umsatzsteuer für Lieferung und Installation
  • Uniper will Schadensersatz von Gazprom
  • Eckpunkte für kommunale Wärmeplanung sind da
  • Kontroverse im Klima-Ausschuss um Strompreisbremse
  • Planspiele für Staatseinstieg bei Tennet
  • Umbrüche und Verwerfungen auf allen Märkten
Enerige & Management > Wärme - Eon setzt bei neuem Wärmepumpen-Angebot auf Vaillant
Quelle: Vaillant
WÄRME:
Eon setzt bei neuem Wärmepumpen-Angebot auf Vaillant
Der Energiekonzern Eon hat die Wärmepumpe für sich entdeckt. Wer seine Heizung erneuern oder umstellen will, kann nun auch den Hoffnungsträger der Wärmewende über die Essener beziehen.
 
Lücke gestopft: Eon steigt nun auch in das Geschäft mit Wärmepumpen ein. Das kündigt der Essener Energiekonzern in einer Mitteilung an. Bisher gab es Wärmelieferungen des Unternehmens über Erdgas oder Heizstrom.

Für den Einstieg in das neue Geschäftsfeld hat Eon sich als Partner ein traditionsreiches Remscheider Familienunternehmen ausgesucht: Vaillant, eine Fachfirma für Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik sowie regenerative Energien mit bald 150-jähriger Geschichte. Deren Luft-Wasser-Wärmepumpen offerieren die Essener, sobald Kundinnen und Kunden sich mit Interesse an alternativen Heizlösungen melden.

Eon kooperiert bei der Installation mit regionalen Handwerkern oder greift auf eigene Betriebe zurück. Mit dem neuen Partner Vaillant will der Konzern nun von Beratung, Einbau und Service das ganze Angebotsspektrum abdecken. Mit einer speziellen Wärmepumpen-Variante, so heißt es in der Mitteilung weiter, könnten Wärmepumpen auch in Bestandsgebäuden ohne vorhandene Fußbodenheizung einen Effekt erzielen. Allgemein gilt der nachträgliche Einbau von Wärmepumpen als Herausforderung für diese Technik.

Eon will die Wärmepumpen intelligent in vorhandene Technik einbinden. Mittels App könnten Haushalte künftig theoretisch die Pumpe und Heizthermostaten sowie vorhandene Solaranlagen, Stromspeicher oder Wallboxen steuern.

Ein anderer großer Anbieter von Wärmepumpen, Stiebel Eltron aus dem südniedersächsischen Holzminden, hatte unlängst große Investitionen in die Technik angekündigt. In den kommenden Jahren soll eine halbe Mrd. Euro helfen, die Produktion von erwarteten 80.000 Wärmepumpen im Jahr 2022 binnen drei Jahren zu verdreifachen. Dafür konzentriert Stiebel Eltron die Produktion am Hauptsitz in Holzminden (wir berichteten).

Die Bundesregierung hat für die Wärmewende eine Wärmepumpen-Initiative ausgerufen und will bis 2030 sechs Mio. dieser Geräte in Deutschland verbaut sehen. Aktuell liegt die Zahl noch bei unter 1,5 Mio.
 

Volker Stephan
© 2022 Energie & Management GmbH
Freitag, 07.10.2022, 15:44 Uhr

Mehr zum Thema