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Bild: Jonas Rosenberger / E&M
ERDGASFAHRZEUGE:
Verbände fordern Mix aus Elektro- und Gasmobilität
Angesichts wachsender Probleme mit Schadstoff- und Treibhausgasemissionen aus dem Verkehr, fordert die Energiebranche eine konsequente Nutzung aller entlastenden Antriebsoptionen.
 
Die Klimaschutzziele der Bundesregierung sind nur zu erreichen, wenn insbesondere auch der Verkehrssektor einen angemessenen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leistet, heißt es in einem aktuellen Positionspapier der nordrhein-westfälischen Landesgruppen der Energieverbände BDEW, VKU und DVGW.

Sowohl Elektro- als auch Gasmobilität seien notwendig, um kurz- und mittelfristig Benzin- und Dieselantriebe zu ersetzen. Elektro- und Gasmobilität seien zu 100 % regenerativ darstellbar und vermieden Luftschadstoffe. Aufgrund der individuellen Stärken sei ein Mix emissionsarmer Antriebe und Kraftstoffe sinnvoll, so die Verbände.

Die Elektromobilität ermögliche einen lokal nahezu emissionsfreien Verkehr und trage erheblich zur Luftreinhaltung und Lärmminderung bei, so das Positionspapier. Mit Erdgas in komprimierter (CNG) oder verflüssigter (LNG) Form betriebene Autos, Busse und Lastwagen seien mit Blick auf Kosten-Nutzen-, Reichweiten- und Emissionsvorteile eine „sehr attraktive, klimaschonende und sofort verfügbare Alternative“.

Aufgrund reduzierter Emissionen von Treibhausgasen, Stickoxiden und Feinstaub sei der Einsatz von Gasfahrzeugen insbesondere im innerstädtischen Verkehr sinnvoll und könne zur Luftreinhaltung und Lärmminderung in Städten beitragen. Auch Lastwagen könnten mit CNG oder LNG betrieben werden. Wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge seien hocheffizient und lokal emissionsfrei. Gas- und Wasserstofffahrzeuge eigneten sich langfristig vor allem in Segmenten, die sich nicht oder nur schlecht elektrifizieren lassen.

Die Verbände sprechen sich ausdrücklich dafür aus, die CO2-Einsparpotenziale von Erdgasfahrzeugen stärker zu berücksichtigen. Insbesondere müsse bei der Ermittlung von CO2-Flottengrenzwerten der Einsatz von grünen Gasen in Ansatz gebracht werden.

Außerdem fordert das Positionspapier einen „technologieoffenen klimapolitischen Instrumentenmix im Verkehrsbereich“. Die zentralen Pfeiler dieser Strategie seien ambitionierte CO2-Flottengrenzwerte und die Förderung der öffentlichen Lade- und Tankinfrastruktur für alternative Antriebsformen. Die Klimavorteile innovativer Antriebstechnologien sollten zudem in den jeweiligen Fahrzeugbeschaffungsrichtlinien von Bund, Ländern und Kommunen Berücksichtigung finden.
 

Peter Focht
Redakteur
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Donnerstag, 22.11.2018, 14:05 Uhr

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