PV-Projekt Amynteo 2 in Griechenland. Quelle: RWE
RWE und der griechische Energieversorger PPC haben Solaranlagen mit zusammen 930 MW in Nordgriechenland in Betrieb genommen. Weitere 567 MW befinden sich im Bau.
RWE und der griechische Energieversorger PPC haben ihr bislang größtes gemeinsames Solarportfolio in Griechenland fertiggestellt. Mit der Inbetriebnahme der neunten Photovoltaikanlage in der Region Westmakedonien verfügen die Partner dort nun über drei Solarcluster mit einer Gesamtleistung von 930 MWp beziehungsweise 884 MW Wechselrichterleistung (MWac).
Die neun Anlagen entstanden auf Flächen des ehemaligen Braunkohle-Tagebaus Amynteo und wurden von Meton Energy entwickelt, errichtet und in Betrieb genommen. Das Gemeinschaftsunternehmen gehört zu 51 Prozent RWE und zu 49 Prozent PPC. Nach Angaben der Unternehmen soll die Stromerzeugung rechnerisch den Jahresbedarf von rund 400.000 griechischen Haushalten decken.
Mit den jetzt abgeschlossenen Projekten bauen RWE und PPC ihre Zusammenarbeit in Griechenland weiter aus. Bereits 2021 hatten beide Unternehmen die Gründung von Meton Energy vereinbart, um Photovoltaikprojekte auf rekultivierten Braunkohle-Flächen zu entwickeln. Das Gemeinschaftsunternehmen konzentriert sich auf ehemalige Tagebau-Gebiete in Westmakedonien, die im Zuge des griechischen Kohleausstiegs für die Erzeugung erneuerbarer Energien genutzt werden sollen.
Die nun vollständig in Betrieb genommenen Anlagen sind Teil dieses Programms. Die Solarparks wurden zu drei Clustern zusammengefasst und auf dem früheren Tagebaugelände Amynteo errichtet. Sie zählen mit ihrer Gesamtleistung zu den größten Photovoltaikprojekten Griechenlands.
Die Kooperation soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Derzeit errichten RWE und PPC in der Verwaltungsregion Zentralmakedonien zwei weitere Photovoltaikprojekte. Zusammen sollen sie eine installierte Leistung von 567 MWp beziehungsweise eine Wechselrichterleistung von 518 MWac erreichen. Die Inbetriebnahme ist für 2027 vorgesehen. Nach Unternehmensangaben soll deren jährliche Produktion ausreichen, um den Bedarf von mehr als 240.000 griechischen Haushalten zu decken.
Mit Abschluss dieser beiden Vorhaben würde das gemeinsame Solarportfolio der Partner auf knapp 1.500 MW anwachsen. Die Projekte sind Teil des Umbaus der ehemaligen Braunkohleregionen Griechenlands, in denen konventionelle Kraftwerksstandorte schrittweise durch Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ersetzt werden.
Dienstag, 30.06.2026, 16:03 Uhr
Fritz Wilhelm
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