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RWE hat den Erwerb weiterer Anteile am Übertragungsnetzbetreiber Amprion abgeschlossen. Das Unternehmen erhöht seinen indirekten Anteil auf 55 Prozent für insgesamt 3,6 Milliarden Euro.
RWE hat den angekündigten Erwerb von indirekten Anteilen am Übertragungsnetzbetreiber Amprion abgeschlossen. Wie der in Essen ansässige Energiekonzern mitteilt, hält RWE nach der Transaktion nun insgesamt indirekt 55 Prozent an Amprion. Der Kaufpreis für alle Akquisitionen beträgt 3,6 Milliarden Euro.
RWE erwarb nun die zusätzlichen indirekten Anteile nicht direkt von Amprion, sondern übernahm Anteile der Beteiligungsgesellschaft M31, die selbst an Amprion beteiligt ist. Mit dem Abschluss der Transaktion erhöht der Konzern seine Beteiligung an Amprion umgerechnet um 35 Prozentpunkte.
Die Transaktion wurde weniger als fünf Wochen nach ihrer Ankündigung abgeschlossen. Voraussetzung dafür war die Freigabe durch das Bundeskartellamt, die laut RWE am 17. Juli 2026 ohne Auflagen erfolgte. Die Finanzierung des Anteilserwerbs erfolgte nach Unternehmensangaben vollständig über die am 22. Juni abgeschlossene Eigenkapitalerhöhung.
35 Prozent mehr Anteil an Amprion
Amprion mit Sitz in Dortmund ist einer der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber. Das Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben das Höchstspannungsnetz im wirtschaftlichen Zentrum Deutschlands. Das Netz erstreckt sich über sieben Bundesländer und versorgt rund 29 Millionen Menschen. Nach Angaben von RWE plant Amprion in den kommenden Jahren umfangreiche Investitionen in den Ausbau des Übertragungsnetzes.
Mit der höheren Beteiligung will RWE zusätzliche Finanzmittel für diese Investitionen bereitstellen. Laut Unternehmen sollen bis 2031 insgesamt 6,5 Milliarden Euro im Zusammenhang mit der Beteiligung an Amprion in den Netzausbau fließen.
Davon waren nach Angaben von RWE bereits rund 2,5 Milliarden Euro für den Investitionsbedarf der bestehenden RWE-Apollo-Beteiligung vorgesehen. Weitere rund 4 Milliarden Euro sollen den zusätzlichen Kapitalbedarf decken, der sich aus der Aufstockung der Beteiligung ergibt. Auch diese Mittel stammen laut Unternehmen aus der Eigenkapitalerhöhung sowie aus dem vorhandenen finanziellen Spielraum des Konzerns.
Im November 2025 hatten RWE und die New Yorker Investmentgesellschaft Apollo Global Management die Gründung eines Joint Ventures bekannt gegeben, das ebenfalls Anteile an Amprion hält. RWE ist mit 80 Prozent, Apollo mit 20 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen beteiligt, das seinerseits 25,1 Prozent an Amprion hält. (sh)
Dienstag, 28.07.2026, 14:21 Uhr
Susanne Harmsen
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