Quelle: Jonas Rosenberger
Von sofort an können Mitglieder des Automobilclubs ACV zu Konditionen eines bestimmten EnBW-Ladetarifs an den gut 8.000 EnBW-Säulen laden. Und sie bekommen flächendeckendes Roaming.
Der Automobil-Club Verkehr (ACV) und der EnBW-Konzern haben eine Vertriebskooperation bei Fahrstrom geschlossen, teilt der ACV mit. Demnach können die gut 270.000 Mitglieder des ACV für 46 Cent/kWh und 3,99 Euro Monatsgebühr an den gut 8.000 EnBW-Ladesäulen Strom für ihre E-Autos laden – wenn sie denn die EnBW-mobility+-Mobilapp nutzen. Der Preis entspricht dem Tarif M von EnBW, ergeben Recherchen dieser Redaktion.
Zudem verschafft die Kooperation beziehungsweise die EnBW-App den ACV-Mitgliedern, die dies wollen, Zugang zu einem Netz von mehr als 900.000 Ladepunkten hunderter verschiedener Betreiber in 17 europäischen Staaten. Dann kostet der Fahrstrom je nach Betreiber 56 bis 89 Cent/kWh.
So verhält es sich auch bei der anderen Ladestrom-Kooperation, die EnBW Ende 2024 mit einem anderen Automobilclub geschlossen hatte, nämlich mit dem Automobilclub Europa (ACE), erfährt man auf Nachfrage bei EnBW. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass die ACE-Mitglieder für den Fahrstrom aus EnBW-Säulen 51 Cent/kWh zahlen müssen und dafür keine Grundgebühr anfällt. Außerhalb der Kooperation kostet grundgebührfreier EnBW-Ladestrom derzeit 56 Cent/kWh. Der ACE hat gut 600.000 Mitglieder.
Der größte deutsche Automobilclub wiederum, der ADAC, kooperiert bei Ladestrom mit Aral / BP. ADAC-Mitglieder können im Rahmen dessen auf der Aral-Pulse-App den E-Charge-Tarif aktivieren lassen und zahlen dann an den Pulse-Ladestationen 55 Cent/kWh. Zusätzlich haben sie per Roaming Zugang zu praktisch allen (98 Prozent) öffentlichen Ladepunkten in Deutschland und zahlen dort 75 Cent/kWh. Der ADAC hatte Ende 2024 22,2 Millionen Mitglieder.
Dienstag, 3.02.2026, 15:53 Uhr
Georg Eble
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