Quelle: Stadtwerke Jülich
Die Stadtwerke Jülich bleiben im Plus. Nach Einschätzung der Geschäftsführung hat das Unternehmen vom Niederrhein das Beste aus den schwierigen Bedingungen des Jahres 2025 gemacht.
„Sehr zufrieden“ ist Ulf Kamburg mit dem Verlauf des Bilanzjahres 2025. Der Geschäftsführer der Stadtwerke Jülich spricht in einer Mitteilung von einem erwarteten Überschuss in Höhe von 1,50 Millionen Euro und nimmt dabei auch einen Ergebnisrückgang von rund 800.000 Euro in Kauf (2024: 2,32 Millionen Euro).
Der Netto-Umsatz (ohne Steuern) sank am Niederrhein um rund 4 Millionen Euro auf 63,6 Millionen Euro. Der für Finanzen zuständige Prokurist Dirk Sandmann spricht von einer erwartbaren Entwicklung, die auf niedrige Beschaffungskosten und eine entsprechende Tarifentwicklung zurückzuführen sei. Die Eigenkapitalquote liegt bei guten 40,6 Prozent (30,4 Millionen Euro).
Bereits bei der Bilanzpräsentation im vergangenen Jahr war Kamburg nicht davon ausgegangen, das 2024er-Ergebnis halten zu können. Die Rahmenbedingungen machte er dafür verantwortlich, dass diese Prognose eingetroffen ist. Die Energiebranche sei besonders von der instabilen gesamtwirtschaftlichen und weltpolitischen Lage betroffen. Dennoch sei der Gewinn historisch betrachtet erfreulich und „im oberen Bereich“. Auch für die kommenden Jahre rechnet Kamburg mit schwarzen Zahlen.
Im Energiebereich verzeichnet der Versorger positive Entwicklungen. Der Stromabsatz erhöhte sich von 73,7 Millionen kWh auf 74,5 Millionen kWh (plus 1,06 Prozent). Das liege auch an hinzugekommener Stromkundschaft außerhalb der Stadt. Ähnliches Resultat beim Gas, dessen Absatz fast um 10 Prozent anstieg (239,6 Millionen kWh gegenüber 219,2 Millionen kWh in 2024). In beiden Bereichen hielten die Stadtwerke ihre Preise konstant.
Im Jahr 2025 nahmen die Stadtwerke gut 9 Millionen Euro in die Hand, dies sei das höchste operative Investitionsvolumen der Unternehmensgeschichte. 1,85 Millionen Euro flossen in das Stromnetz, 800.000 Euro ins Gasnetz und 1,32 Millionen Euro in den Glasfaserausbau.
Gut angelegtes Geld, wie Technik-Prokurist Uwe Macharey betont. Denn die Stadtwerke hätten beim Umstellen der Netztechnik (früher: Jülink) so gut wie keine Altkunden verloren. Die Kooperation mit „NetAachen“, das Glasfaserprodukte im Stadtwerke-Netz anbietet, mache sich bezahlt. 2030 soll ganz Jülich als erste Kommune der Region über ein flächendeckendes Glasfasernetz verfügen.
Zu den Klassenbesten zählen die Stadtwerke auch beim Einbau intelligenter Strommesssysteme. Der Rollout der Smart Meter beträgt laut Bundesnetzagentur 75 Prozent. Das bringt den Stadtwerken einen Platz unter den Top Ten in Deutschland. Die Anzahl der Mitarbeitenden gibt das Unternehmen mit 108 an. Am Versorger sind die Stadt Jülich (74,9 Prozent) und der Kreis Düren (25,1 Prozent) beteiligt.
Donnerstag, 25.06.2026, 15:45 Uhr
Volker Stephan
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