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Die Aktienemission von „Next2Sun“ hat nicht das zur Sicherung der Geschäftstätigkeit erforderliche Volumen erreicht. Abgegebene Zeichnungen nimmt das PV-Unternehmen nicht an.
Eine Woche ist es her, da sah die Geschäftsführung einen „wichtigen Meilenstein“ erreicht. Für rund 2,4 Millionen Euro hatten Anleger Aktien von „Next2Sun“ von Ende August bis 24. September gezeichnet. Das war knapp die Hälfte des angestrebten Emissionsvolumens. Falls nicht 5 Millionen Euro zusammenkommen, müsse man Insolvenz anmelden, teilte das saarländische PV‑Unternehmen damals mit. Es hatte auch eine Social-Media-Kampagne gestartet, um Investoren zu gewinnen (wir berichteten). Jetzt hat sich die Hoffnung zerschlagen.
Noch am 28. September zeigte sich der auf vertikale PV-Systeme spezialisierte Projektentwickler zuversichtlich. Die Kampagne habe „eine außergewöhnliche Welle der Unterstützung hervorgerufen: Aktionärinnen und Aktionäre, Investoren, Kundinnen und Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeitende sowie viele Menschen, die an unsere Vision glauben, haben sich bei uns gemeldet“, schrieb das Unternehmen. Insgesamt seien Finanzierungsbeiträge von über 5 Millionen Euro mobilisiert worden. Die Aktienzeichnungen allein hätten dafür nicht ausgereicht, es seien zahlreiche weitere Finanzierungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote unterbreitet worden.
Wackelige Investmentzusagen
Doch: „Nach eingehender Prüfung aller eingegangenen Finanzierungszusagen und Unterstützungsangebote mussten wir leider feststellen, dass die für die Kapitalmaßnahme erforderliche Finanzierungssumme nicht mit dem nötigen Verbindlichkeitsgrad erreicht werden konnte. Die Gesamtsumme enthielt zwei größere Investmentzusagen, deren Umsetzung nicht gesichert werden konnte“, berichtet „Next2Sun“.
Bereits zu Beginn der Kampagne hatte das Unternehmen erklärt, dass die Beteiligung nicht zustande kommt, falls die 5-Millionen-Marke nicht sicher erreicht wird. „Die abgegebenen Zeichnungen werden nicht angenommen und es werden keine Anlegergelder eingezogen“, unterstreicht die Geschäftsführung jetzt.
„Next2Sun“ ist eine Unternehmensgruppe mit zahlreichen Projektgesellschaften. Noch am 23. September wurde ein Agri-Solarpark in Portogruaro in der italienischen Region Venetien in Betrieb genommen. Das Unternehmen zählt 140 Mitarbeitende an Standorten in Deutschland, Österreich, Polen und Japan. (mf)
Freitag, 2.10.2026, 16:58 Uhr
Manfred Fischer
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