Der LNG-Frachter "Arctic Lady" läuft das Regasifizierungsschiff "Neptune" an. Quelle: Deutsche Regas / Oliver Lang
Das Energie-Terminal „Deutsche Ostsee“ war in den vergangenen sechs Monaten die mit Abstand leistungsstärkste Infrastruktur für LNG-Importe in Deutschland.
Insgesamt 22 TWh wurden im zurückliegenden Winterhalbjahr nach Angaben der Deutschen Regas über das Energieterminal in Mukran auf Rügen (Mecklenburg-Vorpommern) ins Gasnetz eingespeist. Die Menge reicht demnach zur Versorgung von rund 15 Prozent aller deutschen Haushalte. Als Regasifizierungsschiff ist hier die „Neptune“ der norwegischen Reederei „Höegh“ im Einsatz.
„Im nun zu Ende gehenden Winter haben wir als das leistungsstärkste LNG-Importterminal in Deutschland einen signifikanten Beitrag zur Energiesicherheit in Deutschland geleistet“, wird Ingo Wagner, geschäftsführender Gesellschafter von Deutsche Regas, in einer Pressemitteilung zitiert. „Unsere Kunden, internationale Energieunternehmen, haben durch diversifizierte Lieferquellen die Versorgungssicherheit im Winter gestärkt.“ Mit dem einzigen LNG-Terminal in Ostdeutschland leiste das Unternehmen einen wertvollen Beitrag zur Netzstabilität in ganz Deutschland. Jetzt müsse man den Blick nach vorne auf die Befüllung der Gasspeicher richten.
Wie mehrfach berichtet, sind die deutschen Gasspeicher am Ende der Heizperiode geleert und das Wiederbefüllen gilt wegen des Irankriegs und der gesperrten Straße von Hormus als schwierig. Zumal es derzeit keine günstigen Sommerpreise für Erdgas gibt, vor allem wegen der hohen Nachfrage der asiatischen Märkte, die auf LNG angewiesen sind.
Die Deutsche Regas betreibt in Mukran das einzige privat finanzierte schwimmende LNG-Terminal in Deutschland. Darüber hinaus plant das Unternehmen die Errichtung von Wasserstoff-Elektrolyseuren und Lösungen für Wasserstoffderivate in Lubmin.
Donnerstag, 2.04.2026, 12:04 Uhr
Günter Drewnitzky
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