Im Mai 2025 ging am Terminal Wilhelmshaven 2 die Excelsior als dritte FSRU der DET in Betrieb. Quelle: DET / DIN21
Nach der Inbetriebnahme ihres dritten LNG-Importterminals hat die Deutsche Energy Terminal ihre Erdgaseinspeiseleistung deutlich gesteigert.
Mit mehr als 25 Milliarden kWh Erdgaseinspeisung vermeldet die staatliche Deutsche Energy Terminal (DET) für das erste Quartal 2026 einen neuen Rekordwert: Im Vergleich zum Vorjahreswert von 10 Milliarden kWh, heißt es in einer aktuellen Meldung des Unternehmens, habe man die Einspeiseleistung auf das Zweieinhalbfache gesteigert.
Verwunderlich ist das nicht, hat das Unternehmen doch im Mai 2025 am Terminal Wilhelmshaven 2 mit der „Excelsior“ ein drittes Schiff zur Speicherung und Regasifizierung von verflüssigtem Erdgas (Floating Storage and Regasification Unit, FSRU) in Betrieb genommen. Die Excelsior allein verfügt über eine Netzeinspeisekapazität von bis zu 4,6 Milliarden Kubikmetern pro Jahr, was etwa 46 Milliarden kWh entspricht – pro Quartal also etwa 11,5 Milliarden kWh.
Zudem hatte die durchschnittliche Auslastung der deutschen LNG-Terminals dem LNG-Marktradar des Energiewirtschafts-Beratungsunternehmens Team Consult zufolge im ersten Quartal 2025 nur bei 21 Prozent gelegen – Team Consult zufolge der niedrigste Wert unter den westeuropäischen LNG-Standorten (wir berichteten jeweils).
Durchschnittliche Auslastung: 65 Prozent
Neben der Excelsior am Terminal Wilhelshaven 2 betreibt die DET noch zwei weitere FSRU: die Höegh Esperanza am Terminal Wilhemshaven 1 mit einer jährlichen Einspeisekapazität von etwa 4,7 Milliarden Kubikmetern (etwa 47 Milliarden kWh) und die Höegh Gannet am Terminal Brunsbüttel mit einer jährlichen Netzeinspeisekapazität von rund 3,7 Milliarden Kubikmetern (etwa 37 Milliarden kWh).
Das Schicksal der FSRU Energos Force, die für die DET eigentlich seit Frühjahr 2025 am Terminal Stade Gas ins deutsche Netz einspeisen soll, ist hingegen weiterhin nicht ganz klar: Seit einem − inzwischen beigelegten − Rechtsstreit über die Fertigstellung der Suprastruktur, die das dortige Terminal mit dem Gasnetz verbinden soll, ist das Schiff subverchartert an die ägyptische Egas. Mit einer Inbetriebnahme des Stader Terminals sei nicht vor dem zweiten Quartal 2026 zu rechnen, hieß es im November von Seiten der DET.
Die drei bestehenden Terminals verzeichneten seit ihrer Inbetriebnahme im Durchschnitt eine Auslastung von 65 Prozent, schreibt die DET auf ihrer Internetseite. Die Nutzungsrate der Regasifizierungsschiffe rangiere damit um rund zehn Prozentpunkte über dem europäischen Schnitt. Die eingespeiste Jahresmenge 2025 lag DET zufolge bei 79 Milliarden kWh und damit deutlich über den beiden Vorjahreswerten (je 59 Milliarden kWh), als nur zwei Terminals in Betrieb waren.
Dienstag, 31.03.2026, 14:41 Uhr
Katia Meyer-Tien
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