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Energie & Management > Unternehmen - Insolvenzverwalter für EKD bestellt
Quelle: Jonas Rosenberger
Unternehmen

Insolvenzverwalter für EKD bestellt

Sechs Gesellschaften der EKD-Gruppe haben nun Insolvenz beantragt. Der Insolvenzverwalter prüft eine Sanierung und eine Investorenlösung. Der Geschäftsbetrieb läuft weiter.
Sechs Gesellschaften der Energiekonzepte Deutschland (EKD)-Gruppe haben Insolvenzanträge gestellt. Das Amtsgericht Leipzig bestellte Lucas F. Flöther von der Anwaltskanzlei Flöther & Wissing zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Er will den Geschäftsbetrieb der Unternehmen während des vorläufigen Verfahrens fortführen. Für die siebte Gesellschaft der Gruppe, die ES Energiesysteme GmbH mit Sitz in Edermünde, kündigte EKD ebenfalls einen Insolvenzantrag an.

Zuvor hatte die internationale Investmentgesellschaft Pemberton, die Niederlassungen in Frankfurt und München hat, mitgeteilt, Energiekonzepte Deutschland keine weiteren Mittel mehr bereitzustellen (wir berichteten). Pemberton begründete den Finanzierungsstopp mit der Entwicklung des Solarmarktes. „Angesichts des anhaltenden starken Marktrückgangs wurde kürzlich deutlich, dass das Geschäftsmodell nicht mehr tragfähig ist“, erklärte ein Unternehmenssprecher dazu.

Pemberton hatte EKD 2025 übernommen und versucht, das Unternehmen finanziell und operativ zu stabilisieren. Nach Angaben des Investors führten zusätzliche finanzielle Hilfen, eine neue Führungsmannschaft und ein Programm zur operativen Umstrukturierung jedoch nicht zum Erfolg.

Die Löhne und Gehälter der rund 400 Beschäftigten sollen für drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert werden. Der vorläufige Insolvenzverwalter hat nach eigenen Angaben die Vorfinanzierung eingeleitet. Neben den festangestellten Beschäftigten arbeiten rund 1.000 Menschen im Vertrieb für die Gruppe. Der Hauptsitz befindet sich in Leipzig; Montage- und Vertriebsteams arbeiten bundesweit.

Geschäftsbetrieb läuft weiter 

Geschäftsführung und vorläufige Insolvenzverwaltung wollen nun die Möglichkeiten für eine Sanierung prüfen. Bis zur erwarteten Eröffnung der Insolvenzverfahren am 1. Dezember soll das Team um Flöther die wirtschaftliche Lage der Unternehmen untersuchen und mögliche Schritte vorbereiten. Zu den Optionen zählt nach Angaben des Insolvenzverwalters eine Investorenlösung. Die weiteren Maßnahmen sollen mit den Gläubigern abgestimmt werden.

Laufende und anstehende Montage- und Servicetermine will das Unternehmen wieder aufnehmen. EKD kündigte zudem an, Kunden mit laufenden Projekten direkt zu kontaktieren. Die EKD geht deshalb derzeit davon aus, dass Kunden durch die Insolvenzanträge keine finanziellen Verluste entstehen. Ob und in welchem Umfang bestehende Aufträge abgearbeitet werden können, hängt allerdings vom Verlauf der vorläufigen Insolvenzverfahren und der Finanzierung des fortgeführten Geschäftsbetriebs ab.

EKD wurde im Jahr 2018 gegründet und wollte vom wachsenden Markt für Photovoltaikanlagen auf privaten Wohngebäuden profitieren. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen bislang mehr als 45.000 Solaranlagen auf deutschen Dächern installiert. Zuletzt war die Gruppe auf 15 Standorte angewachsen und installierte rund 1.000 Anlagen pro Monat. Hinter Enpal und Eon galt EKD als drittgrößter Anbieter im europäischen Markt für private Solaranlagen. (hr)

Dienstag, 6.10.2026, 11:05 Uhr
Heidi Roider
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Quelle: Jonas Rosenberger
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Insolvenzverwalter für EKD bestellt
Sechs Gesellschaften der EKD-Gruppe haben nun Insolvenz beantragt. Der Insolvenzverwalter prüft eine Sanierung und eine Investorenlösung. Der Geschäftsbetrieb läuft weiter.
Sechs Gesellschaften der Energiekonzepte Deutschland (EKD)-Gruppe haben Insolvenzanträge gestellt. Das Amtsgericht Leipzig bestellte Lucas F. Flöther von der Anwaltskanzlei Flöther & Wissing zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Er will den Geschäftsbetrieb der Unternehmen während des vorläufigen Verfahrens fortführen. Für die siebte Gesellschaft der Gruppe, die ES Energiesysteme GmbH mit Sitz in Edermünde, kündigte EKD ebenfalls einen Insolvenzantrag an.

Zuvor hatte die internationale Investmentgesellschaft Pemberton, die Niederlassungen in Frankfurt und München hat, mitgeteilt, Energiekonzepte Deutschland keine weiteren Mittel mehr bereitzustellen (wir berichteten). Pemberton begründete den Finanzierungsstopp mit der Entwicklung des Solarmarktes. „Angesichts des anhaltenden starken Marktrückgangs wurde kürzlich deutlich, dass das Geschäftsmodell nicht mehr tragfähig ist“, erklärte ein Unternehmenssprecher dazu.

Pemberton hatte EKD 2025 übernommen und versucht, das Unternehmen finanziell und operativ zu stabilisieren. Nach Angaben des Investors führten zusätzliche finanzielle Hilfen, eine neue Führungsmannschaft und ein Programm zur operativen Umstrukturierung jedoch nicht zum Erfolg.

Die Löhne und Gehälter der rund 400 Beschäftigten sollen für drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert werden. Der vorläufige Insolvenzverwalter hat nach eigenen Angaben die Vorfinanzierung eingeleitet. Neben den festangestellten Beschäftigten arbeiten rund 1.000 Menschen im Vertrieb für die Gruppe. Der Hauptsitz befindet sich in Leipzig; Montage- und Vertriebsteams arbeiten bundesweit.

Geschäftsbetrieb läuft weiter 

Geschäftsführung und vorläufige Insolvenzverwaltung wollen nun die Möglichkeiten für eine Sanierung prüfen. Bis zur erwarteten Eröffnung der Insolvenzverfahren am 1. Dezember soll das Team um Flöther die wirtschaftliche Lage der Unternehmen untersuchen und mögliche Schritte vorbereiten. Zu den Optionen zählt nach Angaben des Insolvenzverwalters eine Investorenlösung. Die weiteren Maßnahmen sollen mit den Gläubigern abgestimmt werden.

Laufende und anstehende Montage- und Servicetermine will das Unternehmen wieder aufnehmen. EKD kündigte zudem an, Kunden mit laufenden Projekten direkt zu kontaktieren. Die EKD geht deshalb derzeit davon aus, dass Kunden durch die Insolvenzanträge keine finanziellen Verluste entstehen. Ob und in welchem Umfang bestehende Aufträge abgearbeitet werden können, hängt allerdings vom Verlauf der vorläufigen Insolvenzverfahren und der Finanzierung des fortgeführten Geschäftsbetriebs ab.

EKD wurde im Jahr 2018 gegründet und wollte vom wachsenden Markt für Photovoltaikanlagen auf privaten Wohngebäuden profitieren. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen bislang mehr als 45.000 Solaranlagen auf deutschen Dächern installiert. Zuletzt war die Gruppe auf 15 Standorte angewachsen und installierte rund 1.000 Anlagen pro Monat. Hinter Enpal und Eon galt EKD als drittgrößter Anbieter im europäischen Markt für private Solaranlagen. (hr)

Dienstag, 6.10.2026, 11:05 Uhr
Heidi Roider

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