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Energie & Management > Stromnetz - Energielenker setzt auf standardisiertes Ökosystem
Dennis Rohde auf der Smarter E. Quelle: Stefan Sagmeister
Stromnetz

Energielenker setzt auf standardisiertes Ökosystem

Der Softwareanbieter bietet nun auch Hardware an. Die kommt von einem namhaften Hersteller, so die Ankündigung von Energielenker Solution auf der Smarter E Europe.
Der Softwareanbieter Energielenker Solutions will sein Geschäft rund um Energiemanagementsysteme für Gewerbe und Industrie ausbauen. Auf der Fachmesse Smarter E Europe in München stellte das Unternehmen dazu eine Kooperation mit dem Elektronikunternehmen Weidmüller vor.

Im Mittelpunkt steht das Commercial Energy Management System (CEMS) von Energielenker, das künftig auch mit einer neuen EZA-Regler-Lösung zusammenarbeiten soll. Energie & Management sprach mit Dennis Rohde, Senior Data Scientist bei Energielenker Solutions, über die anstehenden Projekte.

Ein Erzeugungsanlagenregler, kurz EZA-Regler, wird bei größeren Stromerzeugungsanlagen benötigt, um Vorgaben des Netzbetreibers umzusetzen. Er übernimmt die netzseitige Steuerung und überwacht Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher oder Windkraftanlagen. Dazu verarbeitet er Messdaten, setzt Leistungsbegrenzungen um und sorgt für die Kommunikation mit dem Netzbetreiber. Mit dem wachsenden Ausbau erneuerbarer Energien steigt auch der Bedarf an dieser Regelungstechnik.

Gemeinsam entwickelten die Kooperationspartner ein vollständiges System mit passender Hardware und Software. Ziel war ein EZA-Regler, der die Anforderungen unterschiedlicher Anlagen und Netzbetreiber erfüllt, sich einfach montieren lässt und sowohl als standardisierte Komponente als auch als kundenspezifische Lösung eingesetzt werden kann.

In der Kooperation mit Weidmüller bringt Energielenker vor allem seine Erfahrung bei EZA-Reglern, Netzanschlussbedingungen und der Projektumsetzung ein. Weidmüller steuert die Hardware, Schaltschranktechnik und sein Know-how in der Steuerungs- und Automatisierungstechnik bei.

 Während der EZA-Regler die Anforderungen des Netzbetriebs erfüllt, soll das CEMS die wirtschaftliche Optimierung der gesamten Anlage übernehmen. „Am Ende des Tages sind das keine singulären Komponenten, die aneinander vorbeiarbeiten, sondern das bildet die Gesamtanlage“, sagte Rohde.

Nach Angaben von Rohde verfolgt Energielenker das Ziel, ein standardisiertes Ökosystem für Gewerbe- und Industriekunden aufzubauen. Statt jedes Projekt individuell zu entwickeln, sollen bereits erprobte Komponenten und Softwarebausteine kombiniert werden können. „Wir möchten ein Ökosystem aufbauen, das möglichst alle Anforderungen abdeckt“, so Rohde weiter.

Im Mittelpunkt steht die Vernetzung verschiedener Energiekomponenten. Dazu gehören Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, Blockheizkraftwerke und Wärmepumpen. Ohne eine übergreifende Steuerung könnten dabei unerwünschte Wechselwirkungen entstehen. So könnte Ladeinfrastruktur gerade dann hohe Leistungen abrufen, wenn diese an anderer Stelle benötigt werden. Ebenso könnten Batteriespeicher zum ungünstigen Zeitpunkt geladen oder entladen werden.

Das CEMS von Energielenker soll solche Konflikte vermeiden. Sämtliche relevanten Komponenten werden dafür in einer Plattform zusammengeführt. Das System berücksichtigt Erzeugung, Verbrauch, Speicherzustände und Strompreise und soll dadurch Lastspitzen reduzieren sowie die Wirtschaftlichkeit der Anlagen verbessern.

Laut Energielenker richtet sich die Lösung an Kunden vom kleineren Gewerbebetrieb bis hin zu großen Industrieunternehmen. Das System soll auch längere Transformationsprozesse begleiten können. Unternehmen können zunächst bestehende Energieanlagen optimieren und später weitere Komponenten wie Batteriespeicher oder Wärmepumpen integrieren.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Aktualisierung der Software. Das System nutzt Cloud-Komponenten, über die Updates und regulatorische Anpassungen zentral ausgerollt werden. Angesichts häufiger Änderungen gesetzlicher Vorgaben soll dadurch sichergestellt werden, dass Kunden nicht bei jeder Anpassung individuelle Softwareänderungen beauftragen müssen.

Mittwoch, 24.06.2026, 16:07 Uhr
Stefan Sagmeister
Energie & Management > Stromnetz - Energielenker setzt auf standardisiertes Ökosystem
Dennis Rohde auf der Smarter E. Quelle: Stefan Sagmeister
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Energielenker setzt auf standardisiertes Ökosystem
Der Softwareanbieter bietet nun auch Hardware an. Die kommt von einem namhaften Hersteller, so die Ankündigung von Energielenker Solution auf der Smarter E Europe.
Der Softwareanbieter Energielenker Solutions will sein Geschäft rund um Energiemanagementsysteme für Gewerbe und Industrie ausbauen. Auf der Fachmesse Smarter E Europe in München stellte das Unternehmen dazu eine Kooperation mit dem Elektronikunternehmen Weidmüller vor.

Im Mittelpunkt steht das Commercial Energy Management System (CEMS) von Energielenker, das künftig auch mit einer neuen EZA-Regler-Lösung zusammenarbeiten soll. Energie & Management sprach mit Dennis Rohde, Senior Data Scientist bei Energielenker Solutions, über die anstehenden Projekte.

Ein Erzeugungsanlagenregler, kurz EZA-Regler, wird bei größeren Stromerzeugungsanlagen benötigt, um Vorgaben des Netzbetreibers umzusetzen. Er übernimmt die netzseitige Steuerung und überwacht Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher oder Windkraftanlagen. Dazu verarbeitet er Messdaten, setzt Leistungsbegrenzungen um und sorgt für die Kommunikation mit dem Netzbetreiber. Mit dem wachsenden Ausbau erneuerbarer Energien steigt auch der Bedarf an dieser Regelungstechnik.

Gemeinsam entwickelten die Kooperationspartner ein vollständiges System mit passender Hardware und Software. Ziel war ein EZA-Regler, der die Anforderungen unterschiedlicher Anlagen und Netzbetreiber erfüllt, sich einfach montieren lässt und sowohl als standardisierte Komponente als auch als kundenspezifische Lösung eingesetzt werden kann.

In der Kooperation mit Weidmüller bringt Energielenker vor allem seine Erfahrung bei EZA-Reglern, Netzanschlussbedingungen und der Projektumsetzung ein. Weidmüller steuert die Hardware, Schaltschranktechnik und sein Know-how in der Steuerungs- und Automatisierungstechnik bei.

 Während der EZA-Regler die Anforderungen des Netzbetriebs erfüllt, soll das CEMS die wirtschaftliche Optimierung der gesamten Anlage übernehmen. „Am Ende des Tages sind das keine singulären Komponenten, die aneinander vorbeiarbeiten, sondern das bildet die Gesamtanlage“, sagte Rohde.

Nach Angaben von Rohde verfolgt Energielenker das Ziel, ein standardisiertes Ökosystem für Gewerbe- und Industriekunden aufzubauen. Statt jedes Projekt individuell zu entwickeln, sollen bereits erprobte Komponenten und Softwarebausteine kombiniert werden können. „Wir möchten ein Ökosystem aufbauen, das möglichst alle Anforderungen abdeckt“, so Rohde weiter.

Im Mittelpunkt steht die Vernetzung verschiedener Energiekomponenten. Dazu gehören Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, Blockheizkraftwerke und Wärmepumpen. Ohne eine übergreifende Steuerung könnten dabei unerwünschte Wechselwirkungen entstehen. So könnte Ladeinfrastruktur gerade dann hohe Leistungen abrufen, wenn diese an anderer Stelle benötigt werden. Ebenso könnten Batteriespeicher zum ungünstigen Zeitpunkt geladen oder entladen werden.

Das CEMS von Energielenker soll solche Konflikte vermeiden. Sämtliche relevanten Komponenten werden dafür in einer Plattform zusammengeführt. Das System berücksichtigt Erzeugung, Verbrauch, Speicherzustände und Strompreise und soll dadurch Lastspitzen reduzieren sowie die Wirtschaftlichkeit der Anlagen verbessern.

Laut Energielenker richtet sich die Lösung an Kunden vom kleineren Gewerbebetrieb bis hin zu großen Industrieunternehmen. Das System soll auch längere Transformationsprozesse begleiten können. Unternehmen können zunächst bestehende Energieanlagen optimieren und später weitere Komponenten wie Batteriespeicher oder Wärmepumpen integrieren.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Aktualisierung der Software. Das System nutzt Cloud-Komponenten, über die Updates und regulatorische Anpassungen zentral ausgerollt werden. Angesichts häufiger Änderungen gesetzlicher Vorgaben soll dadurch sichergestellt werden, dass Kunden nicht bei jeder Anpassung individuelle Softwareänderungen beauftragen müssen.

Mittwoch, 24.06.2026, 16:07 Uhr
Stefan Sagmeister

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