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Energie & Management > Emissionshandel - EEX versteigert weiterhin CO2-Zertifikate für EU-Mitgliedstaaten
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Emissionshandel

EEX versteigert weiterhin CO2-Zertifikate für EU-Mitgliedstaaten

Die Versteigerung der CO2-Zertifikate von einem Teil der EU-Mitgliedsstaaten im Rahmen des europäischen Emissionshandels findet weiter über die EEX statt.
Die Europäische Kommission hat die Leipziger Energiebörse EEX mit dem Betrieb der europäischen Auktionsplattform auch für die vierte Phase (Common Auction Platform 4, CAP4) beauftragt. Der Vertrag beginnt im Januar 2027 und läuft über fünf Jahre, heißt es von der EEX. 

Über die Plattform werden seit geraumer Zeit Emissionsberechtigungen versteigert, die den teilnehmenden Staaten im Rahmen des europäischen Emissionshandelssystems zugeteilt werden. Das neue Mandat umfasst die Auktionen des bestehenden EU-Emissionshandelssystems (ETS 1) für 25 EU-Mitgliedstaaten sowie drei weitere europäische Nicht-EU-Staaten.

Im ETS 1 müssen Betreiber von Kraftwerken, energieintensiven Industrieanlagen sowie Fluggesellschaften für ihre CO2-Emissionen entsprechende Zertifikate abgeben. Die EEX organisiert dabei die Primärauktionen, über die ein Teil der Zertifikate erstmals in den Markt gelangt.

Mit der neuen Mandatsperiode gewinnt die Plattform zusätzlich an Bedeutung. Erstmals umfasst CAP4 auch das neue europäische Emissionshandelssystem ETS 2. Dieses erfasst die Bereiche Gebäude, Straßenverkehr und Teile der Kleinindustrie. Damit wird der europäische CO2-Preis künftig auch für Heiz- und Kraftstoffe relevant.

Getrennte Systeme

ETS 1 und ETS 2 sind dabei voneinander getrennt. Die Zertifikate beider Systeme sind nicht austauschbar und werden in unterschiedlichen Märkten gehandelt. Während sich das bestehende ETS 1 vor allem an Stromerzeuger und Industrie richtet, verpflichtet das ETS 2 die Unternehmen, die Brennstoffe wie Erdgas, Heizöl, Benzin oder Diesel in Verkehr bringen. Die dadurch entstehenden CO2-Kosten werden in der Regel an die Endkunden weitergegeben.

Nach Einschätzung der EEX reicht die Bedeutung des neuen Mandats weit über die reine Organisation von Auktionen hinaus. Mit dem Start des ETS 2 dürfte die Zahl der Marktteilnehmer deutlich steigen. Neben Energieversorgern und Industriebetrieben werden künftig auch Unternehmen aus den Bereichen Wärmeversorgung, Kraftstoffvertrieb und Gebäudewirtschaft stärker in den Emissionshandel eingebunden.

Mehr als 3.200 Auktionen seit 2010

Für Deutschland ist die Entwicklung insofern auch relevant, dass damit auch das Nationale Emissionshandelssystem (nEHS) für Wärme und Verkehr schrittweise in das europäische EU ETS 2 überführt werden soll. Für die betroffenen Marktakteure wird damit der europäische CO2-Markt zunehmend zur maßgeblichen Preisreferenz.

Die EEX arbeitet bereits seit der Einführung des EU-Emissionshandels im Jahr 2005 mit der Europäischen Kommission zusammen. Nach Angaben der Börse wurden seit Beginn der Auktionen im Jahr 2010 mehr als 3.200 Emissionsauktionen durchgeführt.
Mit der Vergabe des CAP4-Mandats stellt die Europäische Kommission die organisatorischen Weichen für die nächste Ausbaustufe des europäischen Emissionshandels. 

Die Details zum Zulassungsprozess für neue Teilnehmer und zu den Zeitplänen werden laut EEX zu gegebener Zeit veröffentlicht.

Freitag, 5.06.2026, 15:32 Uhr
Stefan Sagmeister
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Die Versteigerung der CO2-Zertifikate von einem Teil der EU-Mitgliedsstaaten im Rahmen des europäischen Emissionshandels findet weiter über die EEX statt.
Die Europäische Kommission hat die Leipziger Energiebörse EEX mit dem Betrieb der europäischen Auktionsplattform auch für die vierte Phase (Common Auction Platform 4, CAP4) beauftragt. Der Vertrag beginnt im Januar 2027 und läuft über fünf Jahre, heißt es von der EEX. 

Über die Plattform werden seit geraumer Zeit Emissionsberechtigungen versteigert, die den teilnehmenden Staaten im Rahmen des europäischen Emissionshandelssystems zugeteilt werden. Das neue Mandat umfasst die Auktionen des bestehenden EU-Emissionshandelssystems (ETS 1) für 25 EU-Mitgliedstaaten sowie drei weitere europäische Nicht-EU-Staaten.

Im ETS 1 müssen Betreiber von Kraftwerken, energieintensiven Industrieanlagen sowie Fluggesellschaften für ihre CO2-Emissionen entsprechende Zertifikate abgeben. Die EEX organisiert dabei die Primärauktionen, über die ein Teil der Zertifikate erstmals in den Markt gelangt.

Mit der neuen Mandatsperiode gewinnt die Plattform zusätzlich an Bedeutung. Erstmals umfasst CAP4 auch das neue europäische Emissionshandelssystem ETS 2. Dieses erfasst die Bereiche Gebäude, Straßenverkehr und Teile der Kleinindustrie. Damit wird der europäische CO2-Preis künftig auch für Heiz- und Kraftstoffe relevant.

Getrennte Systeme

ETS 1 und ETS 2 sind dabei voneinander getrennt. Die Zertifikate beider Systeme sind nicht austauschbar und werden in unterschiedlichen Märkten gehandelt. Während sich das bestehende ETS 1 vor allem an Stromerzeuger und Industrie richtet, verpflichtet das ETS 2 die Unternehmen, die Brennstoffe wie Erdgas, Heizöl, Benzin oder Diesel in Verkehr bringen. Die dadurch entstehenden CO2-Kosten werden in der Regel an die Endkunden weitergegeben.

Nach Einschätzung der EEX reicht die Bedeutung des neuen Mandats weit über die reine Organisation von Auktionen hinaus. Mit dem Start des ETS 2 dürfte die Zahl der Marktteilnehmer deutlich steigen. Neben Energieversorgern und Industriebetrieben werden künftig auch Unternehmen aus den Bereichen Wärmeversorgung, Kraftstoffvertrieb und Gebäudewirtschaft stärker in den Emissionshandel eingebunden.

Mehr als 3.200 Auktionen seit 2010

Für Deutschland ist die Entwicklung insofern auch relevant, dass damit auch das Nationale Emissionshandelssystem (nEHS) für Wärme und Verkehr schrittweise in das europäische EU ETS 2 überführt werden soll. Für die betroffenen Marktakteure wird damit der europäische CO2-Markt zunehmend zur maßgeblichen Preisreferenz.

Die EEX arbeitet bereits seit der Einführung des EU-Emissionshandels im Jahr 2005 mit der Europäischen Kommission zusammen. Nach Angaben der Börse wurden seit Beginn der Auktionen im Jahr 2010 mehr als 3.200 Emissionsauktionen durchgeführt.
Mit der Vergabe des CAP4-Mandats stellt die Europäische Kommission die organisatorischen Weichen für die nächste Ausbaustufe des europäischen Emissionshandels. 

Die Details zum Zulassungsprozess für neue Teilnehmer und zu den Zeitplänen werden laut EEX zu gegebener Zeit veröffentlicht.

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