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Energie & Management > Photovoltaik - Agri-PV statt Truppenübungen
Quelle: Teag Thüringer Energie AG
Photovoltaik

Agri-PV statt Truppenübungen

Die Teag Solar hat bei Bad Klosterlausnitz eine Agri-PV-Anlage mit knapp 12.000 Modulen in Betrieb genommen. Die Anlage soll jährlich knapp 7 Millionen kWh Strom einspeisen.
Auf einer Fläche von rund 6,4 Hektar hat die Teag Solar GmbH bei Bad Klosterlausnitz nach eigenen Angaben Thüringens bislang größte Agri-PV-Anlage errichtet. Die knapp 12.000 Photovoltaikmodule, mit einer Gesamtleistung von knapp 7 MW, wurden ab März 2026 installiert. Die Module befinden sich auf Gestellen in etwa drei bis vier Metern Höhe. Betreiber der Anlage ist die Teag Solar GmbH, ein Tochterunternehmen der kommunalen Teag Thüringer Energie AG.

Nach Angaben des Unternehmens soll die Anlage knapp 7 Millionen kWh Strom pro Jahr in das öffentliche Netz einspeisen. Teag beziffert die damit verbundene CO2-Einsparung auf knapp 2.600 Tonnen jährlich.

Die Standortkommunen sollen an den Stromerlösen beteiligt werden. Für Bad Klosterlausnitz und das benachbarte Olberndorf ist laut TEAG eine freiwillige Zahlung von 0,2 Cent je eingespeister Kilowattstunde vorgesehen. Bei der prognostizierten Stromproduktion und einer Anlagenlaufzeit von mindestens 20 Jahren ergäbe sich daraus eine Gesamtsumme von rund 280.000 Euro für beide Gemeinden.

Mit den Planungen für das Projekt hatte bereits 2023 der Projektentwickler „zupar.energie“ begonnen. Ein Jahr später stieg die Teag Solar in das Vorhaben ein. Dabei wurde entschieden, die ursprünglich geplante Freiflächenanlage als Agri-PV-Projekt umzusetzen.

Eine Besonderheit des Standorts ist seine militärische Vorgeschichte. Das unmittelbar an der Autobahn A 4 gelegene Areal war nach Unternehmensangaben mehr als 100 Jahre militärisch genutzt worden. Vor Beginn der Bauarbeiten musste ein Kampfmittelräumdienst das Gelände deshalb untersuchen und beräumen. Dabei seien unter anderem mehr als 1 Tonne Handgranaten und weitere Munitionsreste beseitigt worden.

Unter den Solarmodulen sollen künftig vor allem Beerenfrüchte angebaut werden. Vorgesehen sind insgesamt rund 4.000 Pflanzen, darunter Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und Brombeeren sowie kleinere Apfelbäume. Die Bewirtschaftung des größten Flächenanteils übernimmt die eigens gegründete Rüdersdorfer Bio GmbH; einen kleineren Teil nutzt eine Baumschule zur Saatgutgewinnung. Die erzeugten landwirtschaftlichen Produkte sollen überwiegend regional vermarktet werden.

Teag Solar mit Sitz in Erfurt beschäftigt nach Unternehmensangaben mehr als 50 Mitarbeiter und übernimmt Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung größerer Photovoltaikanlagen und Speicher. Das Unternehmen verfügt derzeit nach eigenen Angaben über ein PV-Portfolio von rund 60 MW und will dieses bis Ende 2027 auf 125 MW ausbauen. Für die kommenden drei Jahre kündigt Teag Solar Investitionen von insgesamt 35 Millionen Euro in Photovoltaikprojekte an. (fw)

Freitag, 2.10.2026, 17:02 Uhr
Fritz Wilhelm
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Quelle: Teag Thüringer Energie AG
Photovoltaik
Agri-PV statt Truppenübungen
Die Teag Solar hat bei Bad Klosterlausnitz eine Agri-PV-Anlage mit knapp 12.000 Modulen in Betrieb genommen. Die Anlage soll jährlich knapp 7 Millionen kWh Strom einspeisen.
Auf einer Fläche von rund 6,4 Hektar hat die Teag Solar GmbH bei Bad Klosterlausnitz nach eigenen Angaben Thüringens bislang größte Agri-PV-Anlage errichtet. Die knapp 12.000 Photovoltaikmodule, mit einer Gesamtleistung von knapp 7 MW, wurden ab März 2026 installiert. Die Module befinden sich auf Gestellen in etwa drei bis vier Metern Höhe. Betreiber der Anlage ist die Teag Solar GmbH, ein Tochterunternehmen der kommunalen Teag Thüringer Energie AG.

Nach Angaben des Unternehmens soll die Anlage knapp 7 Millionen kWh Strom pro Jahr in das öffentliche Netz einspeisen. Teag beziffert die damit verbundene CO2-Einsparung auf knapp 2.600 Tonnen jährlich.

Die Standortkommunen sollen an den Stromerlösen beteiligt werden. Für Bad Klosterlausnitz und das benachbarte Olberndorf ist laut TEAG eine freiwillige Zahlung von 0,2 Cent je eingespeister Kilowattstunde vorgesehen. Bei der prognostizierten Stromproduktion und einer Anlagenlaufzeit von mindestens 20 Jahren ergäbe sich daraus eine Gesamtsumme von rund 280.000 Euro für beide Gemeinden.

Mit den Planungen für das Projekt hatte bereits 2023 der Projektentwickler „zupar.energie“ begonnen. Ein Jahr später stieg die Teag Solar in das Vorhaben ein. Dabei wurde entschieden, die ursprünglich geplante Freiflächenanlage als Agri-PV-Projekt umzusetzen.

Eine Besonderheit des Standorts ist seine militärische Vorgeschichte. Das unmittelbar an der Autobahn A 4 gelegene Areal war nach Unternehmensangaben mehr als 100 Jahre militärisch genutzt worden. Vor Beginn der Bauarbeiten musste ein Kampfmittelräumdienst das Gelände deshalb untersuchen und beräumen. Dabei seien unter anderem mehr als 1 Tonne Handgranaten und weitere Munitionsreste beseitigt worden.

Unter den Solarmodulen sollen künftig vor allem Beerenfrüchte angebaut werden. Vorgesehen sind insgesamt rund 4.000 Pflanzen, darunter Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und Brombeeren sowie kleinere Apfelbäume. Die Bewirtschaftung des größten Flächenanteils übernimmt die eigens gegründete Rüdersdorfer Bio GmbH; einen kleineren Teil nutzt eine Baumschule zur Saatgutgewinnung. Die erzeugten landwirtschaftlichen Produkte sollen überwiegend regional vermarktet werden.

Teag Solar mit Sitz in Erfurt beschäftigt nach Unternehmensangaben mehr als 50 Mitarbeiter und übernimmt Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung größerer Photovoltaikanlagen und Speicher. Das Unternehmen verfügt derzeit nach eigenen Angaben über ein PV-Portfolio von rund 60 MW und will dieses bis Ende 2027 auf 125 MW ausbauen. Für die kommenden drei Jahre kündigt Teag Solar Investitionen von insgesamt 35 Millionen Euro in Photovoltaikprojekte an. (fw)

Freitag, 2.10.2026, 17:02 Uhr
Fritz Wilhelm

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