Der Kerkrade-Solar-Park in der niederländischen Provinz Limburg versorgt Air Products mit Grünstrom zur Wasserstoffherstellung. Quelle: RWE
Air Products sichert sich per PPA mit RWE bis zu 75 GWh Wind- und Solarstrom pro Jahr für Wasserstoffproduktion und die neue Verflüssigungsanlage in Rotterdam.
Air Products hat einen langfristigen Stromabnahmevertrag (Power Purchase Agreement, PPA) mit RWE geschlossen. Über die Vereinbarung sichert sich das Unternehmen erneuerbaren Strom für seine bestehenden Wasserstoffanlagen sowie für die neue Wasserstoffverflüssigungsanlage, die derzeit in Rotterdam entsteht.
Das PPA stellt jährlich bis zu 75.000 MWh Wind- und Solarstrom bereit. Die Energie stammt aus dem Onshore-Windpark Karolinapolder am Volkerak bei Dinteloord sowie aus dem Solarpark Kerkrade in der niederländischen Provinz Limburg.
Grundlage für RED-III-konformen Wasserstoff Die neue Verflüssigungsanlage in Rotterdam soll die Flüssigwasserstoffkapazitäten von Air Products deutlich erhöhen und nach ihrer geplanten Inbetriebnahme 2027 die größte Anlage dieser Art in Europa sein. Das PPA mit RWE trägt dazu bei, dass der dort produzierte Wasserstoff die Kriterien der europäischen RED-III-Richtlinie für erneuerbare Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs (RFNBO) erfüllt.
„Diese Vereinbarung mit RWE ist ein praktischer Schritt, um unsere Flüssigwasserstoffanlage in Rotterdam auf den Markt zu bringen und den erneuerbaren Strom zu sichern, der für die Produktion von RFNBO-konformem Wasserstoff erforderlich ist“, erklärte Miquel Lope, Vice President und General Manager Northern Continent bei Air Products, in einer Unternehmensmitteilung. Angesichts der wachsenden Nachfrage nach RFNBO-konformem Wasserstoff in Europa wolle das Unternehmen Kunden Planungssicherheit bei Beschaffung und Dekarbonisierung geben.
RWE liefert den Strom aus eigenen Wind- und Solarkapazitäten. „Die Versorgung der Verflüssigungsanlage in Rotterdam zeigt, wie integrierte Lösungen aus Windenergie, Solarenergie und Wasserstoff die Energiewende beschleunigen können“, wird Ulf Kerstin, Chief Commercial Officer von RWE Supply & Trading, zitiert.
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Der Karolinapolder-Wind-Park in den Niederlanden unterstützt in Zukunft die Wasserstoffproduktion. Quelle: RWE |
Air Products zählt zu den weltweit führenden Industriegaseherstellern. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das in rund 50 Ländern tätige Unternehmen einen Umsatz von zwölf Milliarden US-Dollar. Die Abnehmer von Flüssigwasserstoff stammen aus den unterschiedlichsten Branchen wie Chemie, Elektronik, Raumfahrt sowie Transport und Energie.
RWE Supply & Trading bildet die Schnittstelle zwischen dem Energiekonzern und den globalen Märkten. Das Unternehmen handelt mit Strom, Gas, Rohstoffen und CO2-Zertifikaten. Mehr als 2.000 Mitarbeitende vermarkten zudem den Strom der RWE-Kraftwerke und betreiben die deutschen Gasspeichergesellschaften.
(gd)
Dienstag, 15.09.2026, 11:41 Uhr
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