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Energie & Management > Strom - Haushalte sparen beim Stromverbrauch
Quelle: Fotolia / galaxy67
Strom

Haushalte sparen beim Stromverbrauch

Laut einer Studie des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sank der Stromverbrauch privater Haushalte seit 2020 um rund neun Prozent.
Der Stromverbrauch privater Haushalte ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor, die er gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Prolytics Market Research erstellt hat. Für die Untersuchung wurden 7.503 Haushalte zu ihrem Stromverbrauch und ihrem Nutzungsverhalten befragt.

Nach Angaben des BDEW achten viele Verbraucher inzwischen stärker auf einen sparsamen Umgang mit Strom. Insgesamt erklärten 69 Prozent der befragten Haushalte, dass sie Wert auf einen effizienten Stromverbrauch legen. Im Vergleich zum Jahr 2020 sank der durchschnittliche Stromverbrauch aller Haushalte laut Studie um rund 230 kWh beziehungsweise knapp neun Prozent.

Singles sparen am meisten

Besonders deutlich fiel der Rückgang bei kleineren Haushalten aus. In Ein-Personen-Haushalten verringerte sich der Verbrauch den Angaben zufolge um rund 18 Prozent, in Zwei-Personen-Haushalten um etwa zwölf Prozent. Der Verband sieht darin einen Hinweis auf ein verändertes Verbrauchsverhalten sowie effizientere Geräte.

Gleichzeitig verändert sich die Zusammensetzung des Stromverbrauchs in den Haushalten. Den größten Anteil haben laut Studie inzwischen Informations- und Kommunikationstechnologien. Dazu zählen unter anderem Fernseher, Router, Laptops, Smartphones, Spielekonsolen und Lautsprecher. Dieser Bereich macht nach Angaben des BDEW rund 29 Prozent des gesamten Haushaltsstromverbrauchs aus.

Andere klassische Verbrauchsbereiche fallen deutlich geringer aus. Für Beleuchtung, Waschen und Trocknen sowie für Kühlen, Spülen und Kochen liegt der jeweilige Anteil laut Untersuchung bei weniger als 14 Prozent.
 
Stromverbrauch in deutschen Haushalten 2025.
(Für Vollbild auf die Grafik klicken)
Quelle: BDEW

Prosumer offen für dynamische Tarife

Zusätzlich analysierte der Verband in einer weiteren Befragung das Verhalten sogenannter Prosumer. Dabei handelt es sich um Haushalte, die Strom aus einer eigenen Photovoltaikanlage selbst nutzen. Für diesen Teil der Studie wurden 1.007 Prosumer zu ihrem Nutzungsverhalten, zu dynamischen Stromtarifen und zu Möglichkeiten der Verbrauchsverlagerung befragt.

Die Ergebnisse zeigen Unterschiede zwischen Prosumern und anderen Haushalten. Laut Studie wohnen 81 Prozent der Prosumer im Eigenheim, bei den Nicht-Prosumern sind es 40 Prozent. Zudem leben Prosumer häufiger in Einfamilienhäusern. Ihr Anteil liegt bei 64 Prozent, während bei Nicht-Prosumern lediglich 30 Prozent in Einfamilienhäusern wohnen.

Auch bei dynamischen Stromtarifen zeigen sich Unterschiede. Zwölf Prozent der Prosumer nutzten zum Zeitpunkt der Befragung einen dynamischen Tarif. Bei den übrigen Haushalten lag der Anteil lediglich bei zwei Prozent. Dynamische Tarife orientieren sich stärker an den aktuellen Börsenstrompreisen und sollen Verbraucher dazu anregen, ihren Stromverbrauch zeitlich zu verschieben.

Viele Stromnutzer offen für Flexibilität

Viele Haushalte können sich laut der Studie vorstellen, ihren Stromverbrauch künftig flexibler zu gestalten. Mehr als die Hälfte der Befragten ohne dynamischen Tarif gab an, Tätigkeiten wie Wäschewaschen oder Geschirrspülen in Zeiten niedriger Strompreise verlagern zu können.

Die BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae sieht darin einen Wandel im Verbrauchsverhalten. „Digitalisierung, Homeoffice, Eigenstromnutzung und intelligente Steuerung gewinnen im Alltag der Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmend an Bedeutung“, erklärte sie. Positiv sei, dass viele Haushalte Strom bevorzugt dann nutzen wollen, wenn er günstig und aus erneuerbaren Energien verfügbar sei.

Die Studienergebnisse des BDEW zum Stromverbrauch stehen im Internet bereit.

Donnerstag, 21.05.2026, 16:03 Uhr
Susanne Harmsen
Energie & Management > Strom - Haushalte sparen beim Stromverbrauch
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Strom
Haushalte sparen beim Stromverbrauch
Laut einer Studie des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sank der Stromverbrauch privater Haushalte seit 2020 um rund neun Prozent.
Der Stromverbrauch privater Haushalte ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor, die er gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Prolytics Market Research erstellt hat. Für die Untersuchung wurden 7.503 Haushalte zu ihrem Stromverbrauch und ihrem Nutzungsverhalten befragt.

Nach Angaben des BDEW achten viele Verbraucher inzwischen stärker auf einen sparsamen Umgang mit Strom. Insgesamt erklärten 69 Prozent der befragten Haushalte, dass sie Wert auf einen effizienten Stromverbrauch legen. Im Vergleich zum Jahr 2020 sank der durchschnittliche Stromverbrauch aller Haushalte laut Studie um rund 230 kWh beziehungsweise knapp neun Prozent.

Singles sparen am meisten

Besonders deutlich fiel der Rückgang bei kleineren Haushalten aus. In Ein-Personen-Haushalten verringerte sich der Verbrauch den Angaben zufolge um rund 18 Prozent, in Zwei-Personen-Haushalten um etwa zwölf Prozent. Der Verband sieht darin einen Hinweis auf ein verändertes Verbrauchsverhalten sowie effizientere Geräte.

Gleichzeitig verändert sich die Zusammensetzung des Stromverbrauchs in den Haushalten. Den größten Anteil haben laut Studie inzwischen Informations- und Kommunikationstechnologien. Dazu zählen unter anderem Fernseher, Router, Laptops, Smartphones, Spielekonsolen und Lautsprecher. Dieser Bereich macht nach Angaben des BDEW rund 29 Prozent des gesamten Haushaltsstromverbrauchs aus.

Andere klassische Verbrauchsbereiche fallen deutlich geringer aus. Für Beleuchtung, Waschen und Trocknen sowie für Kühlen, Spülen und Kochen liegt der jeweilige Anteil laut Untersuchung bei weniger als 14 Prozent.
 
Stromverbrauch in deutschen Haushalten 2025.
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Quelle: BDEW

Prosumer offen für dynamische Tarife

Zusätzlich analysierte der Verband in einer weiteren Befragung das Verhalten sogenannter Prosumer. Dabei handelt es sich um Haushalte, die Strom aus einer eigenen Photovoltaikanlage selbst nutzen. Für diesen Teil der Studie wurden 1.007 Prosumer zu ihrem Nutzungsverhalten, zu dynamischen Stromtarifen und zu Möglichkeiten der Verbrauchsverlagerung befragt.

Die Ergebnisse zeigen Unterschiede zwischen Prosumern und anderen Haushalten. Laut Studie wohnen 81 Prozent der Prosumer im Eigenheim, bei den Nicht-Prosumern sind es 40 Prozent. Zudem leben Prosumer häufiger in Einfamilienhäusern. Ihr Anteil liegt bei 64 Prozent, während bei Nicht-Prosumern lediglich 30 Prozent in Einfamilienhäusern wohnen.

Auch bei dynamischen Stromtarifen zeigen sich Unterschiede. Zwölf Prozent der Prosumer nutzten zum Zeitpunkt der Befragung einen dynamischen Tarif. Bei den übrigen Haushalten lag der Anteil lediglich bei zwei Prozent. Dynamische Tarife orientieren sich stärker an den aktuellen Börsenstrompreisen und sollen Verbraucher dazu anregen, ihren Stromverbrauch zeitlich zu verschieben.

Viele Stromnutzer offen für Flexibilität

Viele Haushalte können sich laut der Studie vorstellen, ihren Stromverbrauch künftig flexibler zu gestalten. Mehr als die Hälfte der Befragten ohne dynamischen Tarif gab an, Tätigkeiten wie Wäschewaschen oder Geschirrspülen in Zeiten niedriger Strompreise verlagern zu können.

Die BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae sieht darin einen Wandel im Verbrauchsverhalten. „Digitalisierung, Homeoffice, Eigenstromnutzung und intelligente Steuerung gewinnen im Alltag der Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmend an Bedeutung“, erklärte sie. Positiv sei, dass viele Haushalte Strom bevorzugt dann nutzen wollen, wenn er günstig und aus erneuerbaren Energien verfügbar sei.

Die Studienergebnisse des BDEW zum Stromverbrauch stehen im Internet bereit.

Donnerstag, 21.05.2026, 16:03 Uhr
Susanne Harmsen

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