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Energie & Management > Elektrofahrzeuge - E-Mobilität wird zur neuen Normalität
Quelle: Katia Meyer-Tien
Elektrofahrzeuge

E-Mobilität wird zur neuen Normalität

Fast 450.000 E-Autos wurden 2026 bereits neu zugelassen – eine aktuelle Umfrage zeigt, warum sich immer mehr Menschen für den Umstieg entscheiden. 
In den ersten sieben Monaten des Jahres war rund jeder vierte neu zugelassene Pkw in Deutschland ein reines Elektrofahrzeug. Bis Ende Juli kamen so knapp 450.000 E-Autos neu auf die Straße. Jeder einzelne Monat lag dabei über dem Niveau des jeweiligen Vorjahresmonats. Besonders bemerkenswert: Im Juni war das E-Auto erstmals die meistgewählte Antriebsart unter den Neuzulassungen überhaupt. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Energieversorgers Eon hervor, die auf einer repräsentativen Civey-Umfrage unter mehreren tausend Autofahrerinnen und Autofahrern basiert. 

Martin Endress, im Vorstand für das Kundengeschäft zuständig, ordnet die Entwicklung als wirtschaftlich rational ein: „Wer zu Hause laden kann, profitiert in der Regel von niedrigeren Energiekosten als bei einem vergleichbaren Verbrenner.“ Mit eigener Solaranlage oder intelligenten, lastvariablen Tarifen lasse sich dieser Vorteil noch verstärken – und gleichzeitig das Energiesystem entlasten. 

Kostenvorteile und Unabhängigkeit als Treiber 

Warum genau sich Fahrerinnen und Fahrer für ein E-Auto entscheiden, hat die Umfrage ebenfalls abgefragt. An erster Stelle stehen mit 56 Prozent geringere Antriebskosten gegenüber Benzin und Diesel. Für 44 Prozent zählt die Unabhängigkeit von fossiler Energie zu den wichtigsten Argumenten – ein Motiv, das angesichts der geopolitischen Lage zusätzlich an Bedeutung gewinnen dürfte. Klimaschutz landet mit knapp 42 Prozent auf Platz drei, während rund 37 Prozent niedrigere Kosten bei Wartung, Steuer und Parken als Entscheidungsgrund nennen. 

Auch bei der Kundenbindung zeigt sich ein klares Bild: 90 Prozent der aktuellen E-Auto-Fahrerinnen und -Fahrer würden sich beim nächsten Kauf erneut für ein vollelektrisches Modell entscheiden. Nur jeweils rund vier Prozent könnten sich einen Wechsel zu Hybrid oder Plug-in-Hybrid vorstellen, knapp drei Prozent sind unentschlossen. Über alle Befragten hinweg – unabhängig vom derzeitigen Antrieb – würden sich 26 Prozent beim nächsten Fahrzeugkauf für ein reines E-Auto entscheiden. Damit liegt das Elektroauto nur noch knapp hinter dem Benziner, für den sich 29,5 Prozent aussprechen. Ein Diesel käme nur für 14 Prozent infrage. 

Informationsbedarf bei Restwert und Ladekosten 

Trotz der positiven Entwicklung bleibt bei einem Teil der Autofahrerinnen und Autofahrer Zurückhaltung bestehen. Wer sich aktuell nicht für ein reines E-Auto entscheiden würde, wünscht sich vor allem mehr Transparenz in drei Bereichen: 28 Prozent fordern mehr Informationen zu Wiederverkaufswert und Batterielebensdauer, ebenfalls 28 Prozent zu den Kosten des öffentlichen Ladens, und 26 Prozent zur alltagstauglichen Reichweite. 

Für Endress liegt genau hier der Hebel für die Branche: Anbieter müssten noch mehr Orientierung und Vertrauen schaffen. Eon verweist in diesem Zusammenhang auf die eigene Lade-App, die den Preis pro Kilowattstunde bereits vor Ladebeginn transparent ausweist. An neu errichteten öffentlichen Ladepunkten des Unternehmens werde zudem, wo räumlich möglich, der Ad-hoc-Preis für Kartenzahlungen direkt vor Ort sichtbar gemacht. (gd)

Donnerstag, 6.08.2026, 15:04 Uhr
Günter Drewnitzky
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Quelle: Katia Meyer-Tien
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E-Mobilität wird zur neuen Normalität
Fast 450.000 E-Autos wurden 2026 bereits neu zugelassen – eine aktuelle Umfrage zeigt, warum sich immer mehr Menschen für den Umstieg entscheiden. 
In den ersten sieben Monaten des Jahres war rund jeder vierte neu zugelassene Pkw in Deutschland ein reines Elektrofahrzeug. Bis Ende Juli kamen so knapp 450.000 E-Autos neu auf die Straße. Jeder einzelne Monat lag dabei über dem Niveau des jeweiligen Vorjahresmonats. Besonders bemerkenswert: Im Juni war das E-Auto erstmals die meistgewählte Antriebsart unter den Neuzulassungen überhaupt. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Energieversorgers Eon hervor, die auf einer repräsentativen Civey-Umfrage unter mehreren tausend Autofahrerinnen und Autofahrern basiert. 

Martin Endress, im Vorstand für das Kundengeschäft zuständig, ordnet die Entwicklung als wirtschaftlich rational ein: „Wer zu Hause laden kann, profitiert in der Regel von niedrigeren Energiekosten als bei einem vergleichbaren Verbrenner.“ Mit eigener Solaranlage oder intelligenten, lastvariablen Tarifen lasse sich dieser Vorteil noch verstärken – und gleichzeitig das Energiesystem entlasten. 

Kostenvorteile und Unabhängigkeit als Treiber 

Warum genau sich Fahrerinnen und Fahrer für ein E-Auto entscheiden, hat die Umfrage ebenfalls abgefragt. An erster Stelle stehen mit 56 Prozent geringere Antriebskosten gegenüber Benzin und Diesel. Für 44 Prozent zählt die Unabhängigkeit von fossiler Energie zu den wichtigsten Argumenten – ein Motiv, das angesichts der geopolitischen Lage zusätzlich an Bedeutung gewinnen dürfte. Klimaschutz landet mit knapp 42 Prozent auf Platz drei, während rund 37 Prozent niedrigere Kosten bei Wartung, Steuer und Parken als Entscheidungsgrund nennen. 

Auch bei der Kundenbindung zeigt sich ein klares Bild: 90 Prozent der aktuellen E-Auto-Fahrerinnen und -Fahrer würden sich beim nächsten Kauf erneut für ein vollelektrisches Modell entscheiden. Nur jeweils rund vier Prozent könnten sich einen Wechsel zu Hybrid oder Plug-in-Hybrid vorstellen, knapp drei Prozent sind unentschlossen. Über alle Befragten hinweg – unabhängig vom derzeitigen Antrieb – würden sich 26 Prozent beim nächsten Fahrzeugkauf für ein reines E-Auto entscheiden. Damit liegt das Elektroauto nur noch knapp hinter dem Benziner, für den sich 29,5 Prozent aussprechen. Ein Diesel käme nur für 14 Prozent infrage. 

Informationsbedarf bei Restwert und Ladekosten 

Trotz der positiven Entwicklung bleibt bei einem Teil der Autofahrerinnen und Autofahrer Zurückhaltung bestehen. Wer sich aktuell nicht für ein reines E-Auto entscheiden würde, wünscht sich vor allem mehr Transparenz in drei Bereichen: 28 Prozent fordern mehr Informationen zu Wiederverkaufswert und Batterielebensdauer, ebenfalls 28 Prozent zu den Kosten des öffentlichen Ladens, und 26 Prozent zur alltagstauglichen Reichweite. 

Für Endress liegt genau hier der Hebel für die Branche: Anbieter müssten noch mehr Orientierung und Vertrauen schaffen. Eon verweist in diesem Zusammenhang auf die eigene Lade-App, die den Preis pro Kilowattstunde bereits vor Ladebeginn transparent ausweist. An neu errichteten öffentlichen Ladepunkten des Unternehmens werde zudem, wo räumlich möglich, der Ad-hoc-Preis für Kartenzahlungen direkt vor Ort sichtbar gemacht. (gd)

Donnerstag, 6.08.2026, 15:04 Uhr
Günter Drewnitzky

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