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Energie & Management > Wirtschaft - Agri-PV-Unternehmen kämpft ums Überleben
Quelle: Pixabay / Steve Buissinne
Wirtschaft

Agri-PV-Unternehmen kämpft ums Überleben

„Next2Sun“ sucht unter dem Hashtag „#WirBrauchenEuchJetzt“ private Investoren. Viel Zeit dafür bleibt dem Anlagenbauer und Projektentwickler nicht mehr.
Die Uhr tickt bis 25. September. So viel Zeit bleibt „Next2Sun“ noch, um Kapital einzusammeln, wie die Sprecherin des Unternehmens mitteilt. Im August hatte der auf vertikale Solarsysteme spezialisierte Projektentwickler eine Aktienemission gestartet. Auf diesem Weg will er 5 Millionen Euro einsammeln – „Kapital für die weitere Entwicklung des Unternehmens“.

„Wir haben noch nicht mal ein Zehntel davon als Zeichnungen vorliegen und das bringt uns in existenzielle Not. Wir werden das so nicht durchstehen“, sagt Geschäftsführer Heiko Hildebrand in einem Video, mit dem er die „Energiewende-Community“ über Social-Media-Kanäle um Unterstützung bittet.

„Next2Sun“ hat nach Angaben der Firmensprecherin derzeit circa 300 MW in der Projektentwicklung, von denen etwa 100 MW erwartbar bis Ende 2027 baureif seien. Der Schwerpunkt liege auf Deutschland. Auch im europäischen Ausland stünden Projekte an.

Das komplette Emissionsvolumen von 5 Millionen Euro brauche man nicht akut, aber um langfristig planen zu können, heißt es. Die Mindestzeichnung der Aktienemission hat das Unternehmen mit Hauptsitz in Dillingen im Saarland von 3.000 auf 600 Euro gesenkt. Eine Aktie kostet 12 Euro.

„Zurückhaltung von Investoren und Banken“

„Die Belastungen des Geschäftsjahres 2025 durch die nicht genehmigte Agri-PV Förderung sowie die aktuell große Zurückhaltung von Investoren und Banken gegenüber Finanzierungen im Bereich der Erneuerbaren Energien haben jedoch deutliche Spuren hinterlassen“, heißt es von Seiten des Unternehmens. zum finanziellen Engpass.

„Es wäre ein fatales Signal, wenn ausgerechnet Unternehmen mit marktfähigen, netzdienlichen Lösungen und wirtschaftlichen Projekten nicht an der Technologie oder der Nachfrage scheitern, sondern an fehlendem Kapital“, so Hildebrand.

Die vertikale PV-Technik hat laut Unternehmen einen größeren Anteil ihrer Stromproduktion in den Morgen- und Abendstunden als konventionelle Freiflächenanlagen. Zugleich sollen die Flächen zwischen den Modulreihen landwirtschaftlich genutzt werden können.

„Next2Sun“ wurde 2015 gegründet und hat nach eigenen Angaben mehr als 140 Mitarbeitende an Standorten in Deutschland, Österreich, Polen und Japan. Die bislang installierte PV-Leistung beziffert das Unternehmen auf mehr als 60 MW. (mf)

Freitag, 18.09.2026, 17:44 Uhr
Manfred Fischer
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Quelle: Pixabay / Steve Buissinne
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Agri-PV-Unternehmen kämpft ums Überleben
„Next2Sun“ sucht unter dem Hashtag „#WirBrauchenEuchJetzt“ private Investoren. Viel Zeit dafür bleibt dem Anlagenbauer und Projektentwickler nicht mehr.
Die Uhr tickt bis 25. September. So viel Zeit bleibt „Next2Sun“ noch, um Kapital einzusammeln, wie die Sprecherin des Unternehmens mitteilt. Im August hatte der auf vertikale Solarsysteme spezialisierte Projektentwickler eine Aktienemission gestartet. Auf diesem Weg will er 5 Millionen Euro einsammeln – „Kapital für die weitere Entwicklung des Unternehmens“.

„Wir haben noch nicht mal ein Zehntel davon als Zeichnungen vorliegen und das bringt uns in existenzielle Not. Wir werden das so nicht durchstehen“, sagt Geschäftsführer Heiko Hildebrand in einem Video, mit dem er die „Energiewende-Community“ über Social-Media-Kanäle um Unterstützung bittet.

„Next2Sun“ hat nach Angaben der Firmensprecherin derzeit circa 300 MW in der Projektentwicklung, von denen etwa 100 MW erwartbar bis Ende 2027 baureif seien. Der Schwerpunkt liege auf Deutschland. Auch im europäischen Ausland stünden Projekte an.

Das komplette Emissionsvolumen von 5 Millionen Euro brauche man nicht akut, aber um langfristig planen zu können, heißt es. Die Mindestzeichnung der Aktienemission hat das Unternehmen mit Hauptsitz in Dillingen im Saarland von 3.000 auf 600 Euro gesenkt. Eine Aktie kostet 12 Euro.

„Zurückhaltung von Investoren und Banken“

„Die Belastungen des Geschäftsjahres 2025 durch die nicht genehmigte Agri-PV Förderung sowie die aktuell große Zurückhaltung von Investoren und Banken gegenüber Finanzierungen im Bereich der Erneuerbaren Energien haben jedoch deutliche Spuren hinterlassen“, heißt es von Seiten des Unternehmens. zum finanziellen Engpass.

„Es wäre ein fatales Signal, wenn ausgerechnet Unternehmen mit marktfähigen, netzdienlichen Lösungen und wirtschaftlichen Projekten nicht an der Technologie oder der Nachfrage scheitern, sondern an fehlendem Kapital“, so Hildebrand.

Die vertikale PV-Technik hat laut Unternehmen einen größeren Anteil ihrer Stromproduktion in den Morgen- und Abendstunden als konventionelle Freiflächenanlagen. Zugleich sollen die Flächen zwischen den Modulreihen landwirtschaftlich genutzt werden können.

„Next2Sun“ wurde 2015 gegründet und hat nach eigenen Angaben mehr als 140 Mitarbeitende an Standorten in Deutschland, Österreich, Polen und Japan. Die bislang installierte PV-Leistung beziffert das Unternehmen auf mehr als 60 MW. (mf)

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