Quelle: Shutterstock / aerial motion
Bei Storengy können Importeure nun gleichzeitig die Regasifizierungskapazitäten und Speicher für anlandende LNG-Lieferungen buchen.
Der Gasspeicherbetreiber Storengy Deutschland bietet LNG-Importeuren erstmals ein einziges Produkt aus Regasifizierungs- und Speicherkapazitäten über die Buchungsplattform „PRISMA“ an. Das Unternehmen reagiert damit auf den steigenden Bedarf, verflüssigtes Erdgas flexibler in den Gasmarkt zu integrieren.
Nach der Ankunft an LNG-Terminals wird das verflüssigte Erdgas wieder regasifiziert und in das Gasnetz eingespeist. Nicht jede Lieferung wird jedoch sofort benötigt. Speicher ermöglichen es, Gas zwischenzulagern und später bedarfsgerecht bereitzustellen, erläutert Storengy in einer Mitteilung.
Hier kommt nun das neue Produkt auf der Plattform Prisma ins Spiel: „Kunden, die Regasifizierungskapazitäten buchen, finden die passende Speicherkapazität jetzt direkt daneben – transparent, unkompliziert, auf einem Marktplatz“, so Storengy weiter.
Das Produkt umfasst als Bündel Einspeise-, Speicher- und Ausspeicherkapazitäten. Nach Angaben von Storengy werden zunächst 50 Bündel mit einem Arbeitsgasvolumen von jeweils 10 GWh angeboten.
„Mit unserem neuen Angebot schaffen wir erstmals eine direkte Verbindung zwischen LNG-Import und Speicherlösung auf einer Plattform. Für unsere Kunden bedeutet das mehr Planungssicherheit, mehr Flexibilität und einen deutlich vereinfachten Zugang zu unseren Kapazitäten“, sagt Gregor Wenzel, Bereichsleiter Sales und Commercial Operations bei Storengy Deutschland.
Storengy Deutschland gehört zur französischen Engie-Gruppe und zählt zu den größeren Betreibern von Erdgasspeichern in Deutschland. Das Unternehmen plant, baut und betreibt Speicheranlagen und entwickelt nach eigenen Angaben auch Lösungen für die Speicherung von Wasserstoff und anderen erneuerbaren Gasen.
Die Plattform Prisma mit Sitz in Leipzig ist nach eigenen Angaben Europas führender digitaler Marktplatz für Transportkapazitäten im Erdgasnetz. Netzbetreiber und Marktteilnehmer können dort grenzüberschreitend Transportkapazitäten buchen. Seit Anfang 2026 unterstützt die Plattform nach Unternehmensangaben auch die Vermarktung von Wasserstoffkapazitäten. (sag)
Donnerstag, 16.07.2026, 17:26 Uhr
Stefan Sagmeister
© 2026 Energie & Management GmbH