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Die Stadtwerke Duisburg haben 2025 einen deutlich geringeren Gewinn als im Jahr davor zu verzeichnen. Der Vorstandschef ist trotzdem zufrieden.
Die Stadtwerke Duisburg haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn von 96 Millionen Euro abgeschlossen. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 3,4 Milliarden Euro (2024: 4,1 Milliarden Euro). Die beiden Vorjahre seien allerdings durch Sondereffekte geprägt gewesen, insbesondere durch den Verkauf der Beteiligung an der Steag über die KSBG Kommunale Beteiligungsgesellschaft, der sich im Ergebnis von 2024 niederschlug. Damals hatte das Jahresergebnis (EAT) der Stadtwerke Duisburg AG insgesamt 251,7 Millionen Euro betragen. Die Zahlen für 2025 sieht Vorstandschef Marcus Vunic als Beleg für die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens im Kerngeschäft. Das Unternehmen habe seine wirtschaftlichen Ziele für das Geschäftsjahr sogar übertroffen.
Nach Unternehmensangaben entwickelte sich das Geschäft mit Privat- und Gewerbekunden positiv. Die Absatzmengen bei Strom und Gas seien gestiegen, während die Nachfrage nach Wasser und Fernwärme leicht zurückgegangen sei. Gleichzeitig seien mehrere Projekte zur Transformation der Energie- und Wärmeversorgung vorangebracht worden. Bis 2035 soll laut einer Mitteilung des Unternehmens die eigene Energieerzeugung vollständig CO2-neutral sein.
Zu den wichtigsten Vorhaben des vergangenen Jahres zählt die Inbetriebnahme einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage an der Kläranlage in Duisburg-Huckingen. Dort werde Wärme aus gereinigtem Abwasser für die Fernwärmeversorgung genutzt.
Kraftwerk soll durch mehrere kleine Anlagen ersetzt werden
Darüber hinaus haben die Stadtwerke ihre Planungen für den Standort Wanheim vorgestellt. Er soll bis zum Ende des Jahrzehnts grundlegend umgebaut werden. Dort soll ein Energiepark entstehen, der künftig einen wesentlichen Beitrag zur Wärmeversorgung leisten soll. Geplant ist, das bestehende gasbetriebene Kraftwerk durch mehrere kleinere Anlagen zu ersetzen. Vorgesehen sind unter anderem Großwärmepumpen zur Nutzung von Rheinwasser, Elektrokessel sowie Blockheizkraftwerke, die perspektivisch auch mit Wasserstoff betrieben werden können.
Ein Schwerpunkt der kommenden Jahre soll auch auf dem Ausbau der Fernwärme liegen. Nach Angaben des Unternehmens investieren die Stadtwerke und ihre Tochtergesellschaften sowohl in neue Erzeugungsanlagen als auch in die Verteilnetze. Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um zusätzliche Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und Elektrofahrzeuge in die Energieversorgung einzubinden.
Darüber hinaus prüfen die Stadtwerke weiterhin die Möglichkeiten der Tiefengeothermie in Duisburg. Eine Erkundungsbohrung soll Aufschluss darüber geben, ob eine wirtschaftliche und technische Nutzung möglich ist. Für dieses Vorhaben erhält das Unternehmen nach eigenen Angaben eine Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von 7,46 Millionen Euro.
In die Versorgungsinfrastruktur investierten die Stadtwerke Duisburg und die Netze Duisburg GmbH im vergangenen Jahr insgesamt knapp 120 Millionen Euro. Davon entfielen rund 41 Millionen Euro auf die Stadtwerke und mehr als 77 Millionen Euro auf die Netztochter. Nach Unternehmensangaben sollen die Investitionen in den kommenden Jahren weiter steigen, um den Ausbau der Netze und die Umgestaltung der Energieerzeugung umzusetzen. Laut dem Geschäftsbericht für 2024 beliefen sich die Investitionen der Stadtwerke und ihrer Netztochter damals auf knapp 100 Millionen Euro.
Die Netze Duisburg GmbH erzielte 2025 bei Umsatzerlösen von 396,5 Millionen Euro einen Jahresgewinn von 21,6 Millionen Euro. Die Fernwärme Duisburg GmbH verzeichnete einen Umsatzrückgang von rund 17 Prozent auf 116,1 Millionen Euro. Der Jahresgewinn der Stadtwerke-Tochter lag bei 7,6 Millionen Euro.
Montag, 15.06.2026, 16:46 Uhr
Fritz Wilhelm
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