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Energie & Management > IT - Fusion im Markt für Installationssoftware
Quelle: Shutterstock / luchunyu
IT

Fusion im Markt für Installationssoftware

Solar Monkey und Eturnity haben sich zusammengeschlossen. Die Softwareanbieter beliefern über 2.000 Installationsbetriebe in Europa und wollen ihr Portfolio gemeinsam ausbauen.
Die niederländische Softwarefirma Solar Monkey und das Schweizer Unternehmen Eturnity haben am 25. März ihre Fusion bekanntgegeben. Laut den Unternehmen entsteht damit ein Anbieter, der mehr als 2.000 Installationsbetriebe in über acht europäischen Ländern mit Softwarelösungen unterstützt.

Die Anwendungen beider Unternehmen decken nach eigenen Angaben zentrale Schritte im Installationsprozess ab − von Planung und Vertrieb über die Umsetzung bis hin zu Genehmigungsverfahren. Ziel ist es, Installateuren Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, mit denen sie die steigende Komplexität im Energiemarkt bewältigen und ihre Kosteneffizienz verbessern können.

Nach Angaben der Unternehmen kombiniert der Zusammenschluss die Planungs- und Vertriebsfunktionen von Solar Monkey mit den End-to-End-Workflows und der technischen Auslegung von Eturnity. Künftig sollen Installateure verschiedene Energieanwendungen − etwa Photovoltaik, Batteriespeicher und Wärmepumpen − in einer integrierten Softwarelösung abbilden können. Durch die gemeinsame Marktpräsenz in mehreren europäischen Ländern erwarten die Unternehmen zudem Skalierungseffekte.

Marken bleiben bestehen

Beide Marken sollen vorerst bestehen bleiben. Parallel planen die Unternehmen, ein erweitertes Softwareportfolio zu entwickeln. Finanziell unterstützt wird die neue Einheit laut Unternehmensangaben von Investoren wie Klima aus Spanien, Junction aus Belgien sowie Eneco Ventures aus den Niederlanden und Helen Ventures aus Finnland.

Der Zusammenschluss erfolgt vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Marktes. Laut Eturnity entwickelt sich die Branche von einzelnen Solaranlagen hin zu umfassenden Elektrifizierungslösungen für Gebäude. Eturnity-CEO Matthias Wiget erläuterte: „Installateure können ohne eine starke Softwarebasis, die ihre immer anspruchsvolleren Aufgaben vereinfacht, nicht mehr wettbewerbsfähig sein.“ Installationsbetriebe realisierten zunehmend integrierte Systeme, die neben Photovoltaik auch Batteriespeicher, Wärmepumpen und dynamische Tarife umfassen. 

Zugleich wächst der wirtschaftliche Druck. Arbeitskosten machen laut den Unternehmen bis zu 60 Prozent der Gesamtkosten aus. Effizienzgewinne entlang des gesamten Prozesses gewinnen daher an Bedeutung. Matthias Wiget, CEO von Eturnity, erklärt, dass Installateure ohne digitale Unterstützung zunehmend Schwierigkeiten hätten, wettbewerbsfähig zu bleiben. Besonders im Zusammenspiel von Vertrieb, Planung und Umsetzung lägen Potenziale für Effizienzsteigerungen.

Reaktion auf Energiepolitik

Auch energiepolitische Entwicklungen spielen aus Sicht der Unternehmen eine Rolle. Lokal erzeugte erneuerbare Energie könne die Abhängigkeit von fossilen Importen reduzieren und zur Stabilisierung von Energiepreisen beitragen, heißt es. Die Elektrifizierung von Gebäuden gilt dabei als ein zentrales Anwendungsfeld.

Die Gründer beider Unternehmen verweisen auf eine langjährige Verbindung innerhalb der europäischen Solarbranche. Jan Pieter Versluijs, Gründer von Solar Monkey sagte: „Durch den Zusammenschluss vereinen wir tiefes Marktverständnis und komplementäre Stärken über Märkte und Produktbereiche hinweg.“ Die Software könne gezielter auf die Anforderungen von Installationsbetrieben ausgerichtet werden.

Solar Monkey wurde 2015 in den Niederlanden gegründet und bietet Software für Machbarkeitsanalysen sowie die Angebotserstellung für Photovoltaik, Speicher und Wärmepumpen. Eturnity mit Hauptsitz in der Schweiz entwickelt seit 2012 Lösungen für den gesamten Projektablauf, von der Lead-Generierung bis zum Projektmanagement. Beide Unternehmen adressieren vor allem Installationsbetriebe im Bereich erneuerbarer Energien.

Mittwoch, 25.03.2026, 10:27 Uhr
Susanne Harmsen
Energie & Management > IT - Fusion im Markt für Installationssoftware
Quelle: Shutterstock / luchunyu
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Fusion im Markt für Installationssoftware
Solar Monkey und Eturnity haben sich zusammengeschlossen. Die Softwareanbieter beliefern über 2.000 Installationsbetriebe in Europa und wollen ihr Portfolio gemeinsam ausbauen.
Die niederländische Softwarefirma Solar Monkey und das Schweizer Unternehmen Eturnity haben am 25. März ihre Fusion bekanntgegeben. Laut den Unternehmen entsteht damit ein Anbieter, der mehr als 2.000 Installationsbetriebe in über acht europäischen Ländern mit Softwarelösungen unterstützt.

Die Anwendungen beider Unternehmen decken nach eigenen Angaben zentrale Schritte im Installationsprozess ab − von Planung und Vertrieb über die Umsetzung bis hin zu Genehmigungsverfahren. Ziel ist es, Installateuren Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, mit denen sie die steigende Komplexität im Energiemarkt bewältigen und ihre Kosteneffizienz verbessern können.

Nach Angaben der Unternehmen kombiniert der Zusammenschluss die Planungs- und Vertriebsfunktionen von Solar Monkey mit den End-to-End-Workflows und der technischen Auslegung von Eturnity. Künftig sollen Installateure verschiedene Energieanwendungen − etwa Photovoltaik, Batteriespeicher und Wärmepumpen − in einer integrierten Softwarelösung abbilden können. Durch die gemeinsame Marktpräsenz in mehreren europäischen Ländern erwarten die Unternehmen zudem Skalierungseffekte.

Marken bleiben bestehen

Beide Marken sollen vorerst bestehen bleiben. Parallel planen die Unternehmen, ein erweitertes Softwareportfolio zu entwickeln. Finanziell unterstützt wird die neue Einheit laut Unternehmensangaben von Investoren wie Klima aus Spanien, Junction aus Belgien sowie Eneco Ventures aus den Niederlanden und Helen Ventures aus Finnland.

Der Zusammenschluss erfolgt vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Marktes. Laut Eturnity entwickelt sich die Branche von einzelnen Solaranlagen hin zu umfassenden Elektrifizierungslösungen für Gebäude. Eturnity-CEO Matthias Wiget erläuterte: „Installateure können ohne eine starke Softwarebasis, die ihre immer anspruchsvolleren Aufgaben vereinfacht, nicht mehr wettbewerbsfähig sein.“ Installationsbetriebe realisierten zunehmend integrierte Systeme, die neben Photovoltaik auch Batteriespeicher, Wärmepumpen und dynamische Tarife umfassen. 

Zugleich wächst der wirtschaftliche Druck. Arbeitskosten machen laut den Unternehmen bis zu 60 Prozent der Gesamtkosten aus. Effizienzgewinne entlang des gesamten Prozesses gewinnen daher an Bedeutung. Matthias Wiget, CEO von Eturnity, erklärt, dass Installateure ohne digitale Unterstützung zunehmend Schwierigkeiten hätten, wettbewerbsfähig zu bleiben. Besonders im Zusammenspiel von Vertrieb, Planung und Umsetzung lägen Potenziale für Effizienzsteigerungen.

Reaktion auf Energiepolitik

Auch energiepolitische Entwicklungen spielen aus Sicht der Unternehmen eine Rolle. Lokal erzeugte erneuerbare Energie könne die Abhängigkeit von fossilen Importen reduzieren und zur Stabilisierung von Energiepreisen beitragen, heißt es. Die Elektrifizierung von Gebäuden gilt dabei als ein zentrales Anwendungsfeld.

Die Gründer beider Unternehmen verweisen auf eine langjährige Verbindung innerhalb der europäischen Solarbranche. Jan Pieter Versluijs, Gründer von Solar Monkey sagte: „Durch den Zusammenschluss vereinen wir tiefes Marktverständnis und komplementäre Stärken über Märkte und Produktbereiche hinweg.“ Die Software könne gezielter auf die Anforderungen von Installationsbetrieben ausgerichtet werden.

Solar Monkey wurde 2015 in den Niederlanden gegründet und bietet Software für Machbarkeitsanalysen sowie die Angebotserstellung für Photovoltaik, Speicher und Wärmepumpen. Eturnity mit Hauptsitz in der Schweiz entwickelt seit 2012 Lösungen für den gesamten Projektablauf, von der Lead-Generierung bis zum Projektmanagement. Beide Unternehmen adressieren vor allem Installationsbetriebe im Bereich erneuerbarer Energien.

Mittwoch, 25.03.2026, 10:27 Uhr
Susanne Harmsen

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