Quelle: Jonas Rosenberger
Die Stadtwerke Schweinfurt stellen ihre verbliebenen Dieselbusse und Servicefahrzeuge auf den biogenen Kraftstoff HVO100 um.
Die Stadtwerke Schweinfurt werden den fossilen Diesel in ihrer Bus- und Servicefahrzeugflotte durch den biogenen Kraftstoff HVO100 ersetzen, teilte der Versorger mit. Für die Belieferung haben die Stadtwerke eine Kooperation mit der Mineralölhandelsgesellschaft Erik Walther aus Schweinfurt vereinbart. Das Unternehmen soll den Kraftstoff zunächst im laufenden Jahr liefern.
Die Umstellung betrifft nach Angaben der Stadtwerke sämtliche Busse und Servicefahrzeuge, die weiterhin einen Dieselmotor nutzen. HVO100 steht für Hydrotreated Vegetable Oil und wird aus biogenen Abfall- und Reststoffen hergestellt. Nach Angaben der Stadtwerke lassen sich damit verglichen mit fossilem Diesel über den Lebenszyklus bis zu 90 Prozent der CO2-Emissionen vermeiden. Die konkrete Einsparung hängt unter anderem von den eingesetzten Rohstoffen und deren Herkunft ab.
„Dort, wo Elektroantriebe heute noch nicht überall möglich sind, ist dieser Kraftstoff eine sinnvolle und nachhaltige Ergänzung“, sagte Ralf Hofmann, Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt.
HVO100 ergänzt Elektrifizierung
HVO100 soll jene Fahrzeuge abdecken, die bislang noch mit Diesel fahren. Damit dient der Kraftstoff laut den Stadtwerken als Übergangslösung für Bestandsfahrzeuge, während die Elektrifizierung der Flotte weiterläuft. Im Stadtbusverkehr haben die Stadtwerke den Anteil elektrischer Fahrzeuge in den vergangenen Jahren erhöht.
Seit Ende 2025 setzen die Stadtwerke nach eigenen Angaben 23 Elektrobusse ein. Damit fährt mehr als die Hälfte der Stadtbusflotte batterieelektrisch. Die Stadtwerke geben an, die Busse ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien zu versorgen.
Den HVO100-Kraftstoff beziehen die Stadtwerke von der Mineralölhandelsgesellschaft Erik Walther. Das Familienunternehmen hat seinen Sitz ebenfalls in Schweinfurt und bietet HVO100 dort bereits für Geschäfts- und Privatkunden an. Die zunächst auf 2026 ausgerichtete Liefervereinbarung ergänzt damit die bestehende Beschaffungsstruktur der Stadtwerke.
Mit dem Wechsel können die Stadtwerke den Einsatz von fossilem Diesel in ihrem Fuhrpark zurückfahren, ohne die betroffenen Fahrzeuge kurzfristig ersetzen zu müssen. Anders als bei der Anschaffung neuer Elektrobusse erfordert der Kraftstoffwechsel keine vollständige Erneuerung der Fahrzeugflotte. Die langfristige Ausrichtung der Stadtwerke bleibt nach deren Angaben die Elektrifizierung. (hr)
Montag, 17.08.2026, 14:36 Uhr
Heidi Roider
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