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Energie & Management > IT - Von Kohle zu KI
Quelle: Marius Becker
IT

Von Kohle zu KI

Nordrhein-Westfalen geht mit Unterstützung von Microsoft den Weg von der Braunkohle zur KI. Der US-Softwareriese investiert Milliarden in deutsche Rechenzentren.
Im Rheinischen Braunkohlenrevier sollen bis 2028 für Microsoft drei sogenannte Hyperscaler-Rechenzentren gebaut werden. Insgesamt will Microsoft 3,2 Milliarden Euro in seine Infrastruktur und Dienstleistungen in Deutschland investieren – davon einen erheblichen Anteil in die Rechenzentren in den Orten Bergheim, Bedburg und Elsdorf. Damit entsteht in der Region die digitale Infrastruktur für Wirtschaft, Forschung und Verwaltung.

Die Rechenzentren seien ein starkes Signal für den erfolgreichen Strukturwandel im Rheinischen Revier. Wo früher Braunkohle Wohlstand geschaffen hat, entstehe jetzt digitale Infrastruktur für die Wirtschaft von morgen, erklärte die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur beim offiziellen Spatenstich für die Hyperscaler-Zentren in Bergheim.

An der Feier nahm auch der Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung Karsten Wildberger teil. Er sieht „Rechenzentren als Fabriken des
21. Jahrhunderts.“ Wer digital souverän sein wolle, brauche Rechenleistung von internationalen Partnern. 

Das Rheinische Revier bietet den Standortvorteil zur Nähe zentraler europäischer Datentrassen und ist auch nach dem sukzessiven Ausstieg aus der Braunkohlenverstromung ein bedeutender Energiestandort mit ausgebauter Netzinfrastruktur und wachsender Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Den Strombedarf für die Rechenzentren will Microsoft durch erneuerbare Energie decken, die Kühlung durch einen geschlossenen Wasserkreislauf organisieren.

Rund um die kommenden Microsoft-Rechenzentren soll ein Innovationsökosystem entstehen. Das Blockchain Reallabor des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik sowie der AI Village Innovationscampus für Künstliche Intelligenz in Hürth gelten bereits als Beispiele für den Strukturwandel und wie sich die Region in Richtung Digitalisierung und KI entwickelt.

Dazu zählen auch die beiden von Kommunen mit Unterstützung des Landes NRW realisierten Digitalsparks in Grevenbroich-Frimmersdorf und Bergheim-Niederaußem. Hier werden Gewerbeflächen für die Ansiedlung von Unternehmen der Digitalwirtschaft optimiert und in räumlicher Nähe zu großen Rechenzentren positioniert.

Die Parks haben sich als Magnete für die Start-up-Szene und Treiber digitaler Geschäftsmodelle erwiesen und senden damit Signale des Strukturwandels. Microsoft hat sich ebenfalls mehr vorgenommen, als Bau und Betrieb der Rechenzentren. Man wolle auch für die Kompetenz und die Qualifizierung der Menschen einen Beitrag leisten, erklärte Deutschlands-Chefin Agnes Heftberger.

Die drei Anlagen sieht der Konzern als zentralen Baustein um Kapazitäten in ganz Deutschland zu erhöhen. Man habe das Rheinische Revier gewählt, weil hier Energie nicht mehr nur aus Kohle gewonnen werden solle sondern weil die Region ein Standort für Zukunftstechnologien sein wolle, so Heftberger.

Freitag, 13.03.2026, 11:23 Uhr
Hans Willy Bein
Energie & Management > IT - Von Kohle zu KI
Quelle: Marius Becker
IT
Von Kohle zu KI
Nordrhein-Westfalen geht mit Unterstützung von Microsoft den Weg von der Braunkohle zur KI. Der US-Softwareriese investiert Milliarden in deutsche Rechenzentren.
Im Rheinischen Braunkohlenrevier sollen bis 2028 für Microsoft drei sogenannte Hyperscaler-Rechenzentren gebaut werden. Insgesamt will Microsoft 3,2 Milliarden Euro in seine Infrastruktur und Dienstleistungen in Deutschland investieren – davon einen erheblichen Anteil in die Rechenzentren in den Orten Bergheim, Bedburg und Elsdorf. Damit entsteht in der Region die digitale Infrastruktur für Wirtschaft, Forschung und Verwaltung.

Die Rechenzentren seien ein starkes Signal für den erfolgreichen Strukturwandel im Rheinischen Revier. Wo früher Braunkohle Wohlstand geschaffen hat, entstehe jetzt digitale Infrastruktur für die Wirtschaft von morgen, erklärte die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur beim offiziellen Spatenstich für die Hyperscaler-Zentren in Bergheim.

An der Feier nahm auch der Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung Karsten Wildberger teil. Er sieht „Rechenzentren als Fabriken des
21. Jahrhunderts.“ Wer digital souverän sein wolle, brauche Rechenleistung von internationalen Partnern. 

Das Rheinische Revier bietet den Standortvorteil zur Nähe zentraler europäischer Datentrassen und ist auch nach dem sukzessiven Ausstieg aus der Braunkohlenverstromung ein bedeutender Energiestandort mit ausgebauter Netzinfrastruktur und wachsender Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Den Strombedarf für die Rechenzentren will Microsoft durch erneuerbare Energie decken, die Kühlung durch einen geschlossenen Wasserkreislauf organisieren.

Rund um die kommenden Microsoft-Rechenzentren soll ein Innovationsökosystem entstehen. Das Blockchain Reallabor des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik sowie der AI Village Innovationscampus für Künstliche Intelligenz in Hürth gelten bereits als Beispiele für den Strukturwandel und wie sich die Region in Richtung Digitalisierung und KI entwickelt.

Dazu zählen auch die beiden von Kommunen mit Unterstützung des Landes NRW realisierten Digitalsparks in Grevenbroich-Frimmersdorf und Bergheim-Niederaußem. Hier werden Gewerbeflächen für die Ansiedlung von Unternehmen der Digitalwirtschaft optimiert und in räumlicher Nähe zu großen Rechenzentren positioniert.

Die Parks haben sich als Magnete für die Start-up-Szene und Treiber digitaler Geschäftsmodelle erwiesen und senden damit Signale des Strukturwandels. Microsoft hat sich ebenfalls mehr vorgenommen, als Bau und Betrieb der Rechenzentren. Man wolle auch für die Kompetenz und die Qualifizierung der Menschen einen Beitrag leisten, erklärte Deutschlands-Chefin Agnes Heftberger.

Die drei Anlagen sieht der Konzern als zentralen Baustein um Kapazitäten in ganz Deutschland zu erhöhen. Man habe das Rheinische Revier gewählt, weil hier Energie nicht mehr nur aus Kohle gewonnen werden solle sondern weil die Region ein Standort für Zukunftstechnologien sein wolle, so Heftberger.

Freitag, 13.03.2026, 11:23 Uhr
Hans Willy Bein

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