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Energie & Management > Wirtschaft - Sefe unterzeichnet revolvierende Kreditlinie
Quelle: Pixabay / Gerd Altmann
Wirtschaft

Sefe unterzeichnet revolvierende Kreditlinie

Der staatliche Energiegroßhändler Sefe hat eine revolvierende Kreditlinie über 2 Milliarden Euro abgeschlossen und zugleich einen KfW-Kredit abgelöst. 
Das staatliche Energieunternehmen Sefe (Securing Energy for Europe) hat eine revolvierende Kreditlinie (Revolving Credit Facility, RCF) mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Volumen von zwei Milliarden Euro abgeschlossen, teilte Sefe am 15. April mit. Gleichzeitig hat Sefe damit ein verbleibendes Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Höhe von 2,5 Milliarden Euro abgelöst. Die neue Kreditlinie wird von einem Konsortium aus 27 internationalen Banken bereitgestellt.

​Die Transaktion markiert das Ende der staatlich abgesicherten Liquiditätsunterstützung, die das Unternehmen im Jahr 2022 in Anspruch genommen hatte. In der damaligen Krisensituation stellte die KfW eine Kreditlinie von bis zu 13,8 Milliarden Euro bereit, um die Zahlungsfähigkeit von Sefe zu sichern. Nach der Rekapitalisierung und Verstaatlichung durch die Europäische Kommission wurde ein Teil der Verbindlichkeiten in Eigenkapital umgewandelt, wodurch sich die Kreditlinie auf 7,5 Milliarden Euro reduzierte.

Der Hintergrund: Sefe hieß bis 2022 Gazprom Germania und war eine Tochter des russischen Staatskonzerns Gazprom. Als Folge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und der Energiekrise wurde das Unternehmen verstaatlicht. Nach der Einstellung der russischen Pipeline-Gaslieferungen 2022 musste das Unternehmen teure Ersatzlieferungen beschaffen, um die Gasversorgung von Industriekunden und Stadtwerken aufrechtzuerhalten. Um Sefe dies zu ermöglichen, genehmigte die EU-Kommission im Dezember 2022, dass der Bund 6,3 Milliarden Euro zusätzliches Eigenkapital in die Gesellschaft einbringt. Gleichzeitig wurde Sefe zu Rückzahlungen verpflichtet. Das Unternehmen ist einer der größten Gasimporteure Deutschlands.

Schrittweise Reduzierung seit 2025

Seit Anfang 2025 reduzierte Sefe die KfW-Kreditlinie in mehreren Tranchen. Im Januar vergangenen Jahres sank das Volumen auf 5 Milliarden Euro, im September desselben Jahres auf 2,5 Milliarden Euro. Mit der nun abgeschlossenen Refinanzierung hat das Unternehmen die staatliche Finanzierung vollständig abgelöst, teilte Sefe dazu weiter mit. 

Die neue Kreditlinie stieß nach Auskunft von Sefe auf hohe Nachfrage am Finanzmarkt und war 2,2-fach überzeichnet. Mit der Refinanzierung vollzieht Sefe den Übergang zu einer vollständig marktbasierten Finanzierung. „Mit der vollständigen Ablösung der KfW‑Kreditlinie hat Sefe einen wichtigen Punkt in ihrer Transformation erreicht. Wir agieren nun auf rein marktwirtschaftlicher Basis und verfügen über eine solide finanzielle Grundlage, die unsere langfristige Strategie untermauert“, lässt sich Christian Ohlms, CFO von Sefe in der Mitteilung zitieren. 

Die starke Überzeichnung ist nach Ansicht des Finanzvorstandes Ohlms ein deutliches Zeichen dafür, dass „Sefe auf dem internationalen Finanzmarkt als zuverlässiger und attraktiver Geschäftspartner wahrgenommen wird“. Die Ablösung der KfW-Kreditlinie ist Teil des laufenden Privatisierungsprozesses. Die Bundesrepublik Deutschland plant, ihren Anteil an Sefe bis Ende 2028 schrittweise zu reduzieren. Die nun erreichte Finanzierungsstruktur gilt als Voraussetzung für diesen Prozess.

Mittwoch, 15.04.2026, 14:00 Uhr
Heidi Roider
Energie & Management > Wirtschaft - Sefe unterzeichnet revolvierende Kreditlinie
Quelle: Pixabay / Gerd Altmann
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Sefe unterzeichnet revolvierende Kreditlinie
Der staatliche Energiegroßhändler Sefe hat eine revolvierende Kreditlinie über 2 Milliarden Euro abgeschlossen und zugleich einen KfW-Kredit abgelöst. 
Das staatliche Energieunternehmen Sefe (Securing Energy for Europe) hat eine revolvierende Kreditlinie (Revolving Credit Facility, RCF) mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Volumen von zwei Milliarden Euro abgeschlossen, teilte Sefe am 15. April mit. Gleichzeitig hat Sefe damit ein verbleibendes Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Höhe von 2,5 Milliarden Euro abgelöst. Die neue Kreditlinie wird von einem Konsortium aus 27 internationalen Banken bereitgestellt.

​Die Transaktion markiert das Ende der staatlich abgesicherten Liquiditätsunterstützung, die das Unternehmen im Jahr 2022 in Anspruch genommen hatte. In der damaligen Krisensituation stellte die KfW eine Kreditlinie von bis zu 13,8 Milliarden Euro bereit, um die Zahlungsfähigkeit von Sefe zu sichern. Nach der Rekapitalisierung und Verstaatlichung durch die Europäische Kommission wurde ein Teil der Verbindlichkeiten in Eigenkapital umgewandelt, wodurch sich die Kreditlinie auf 7,5 Milliarden Euro reduzierte.

Der Hintergrund: Sefe hieß bis 2022 Gazprom Germania und war eine Tochter des russischen Staatskonzerns Gazprom. Als Folge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und der Energiekrise wurde das Unternehmen verstaatlicht. Nach der Einstellung der russischen Pipeline-Gaslieferungen 2022 musste das Unternehmen teure Ersatzlieferungen beschaffen, um die Gasversorgung von Industriekunden und Stadtwerken aufrechtzuerhalten. Um Sefe dies zu ermöglichen, genehmigte die EU-Kommission im Dezember 2022, dass der Bund 6,3 Milliarden Euro zusätzliches Eigenkapital in die Gesellschaft einbringt. Gleichzeitig wurde Sefe zu Rückzahlungen verpflichtet. Das Unternehmen ist einer der größten Gasimporteure Deutschlands.

Schrittweise Reduzierung seit 2025

Seit Anfang 2025 reduzierte Sefe die KfW-Kreditlinie in mehreren Tranchen. Im Januar vergangenen Jahres sank das Volumen auf 5 Milliarden Euro, im September desselben Jahres auf 2,5 Milliarden Euro. Mit der nun abgeschlossenen Refinanzierung hat das Unternehmen die staatliche Finanzierung vollständig abgelöst, teilte Sefe dazu weiter mit. 

Die neue Kreditlinie stieß nach Auskunft von Sefe auf hohe Nachfrage am Finanzmarkt und war 2,2-fach überzeichnet. Mit der Refinanzierung vollzieht Sefe den Übergang zu einer vollständig marktbasierten Finanzierung. „Mit der vollständigen Ablösung der KfW‑Kreditlinie hat Sefe einen wichtigen Punkt in ihrer Transformation erreicht. Wir agieren nun auf rein marktwirtschaftlicher Basis und verfügen über eine solide finanzielle Grundlage, die unsere langfristige Strategie untermauert“, lässt sich Christian Ohlms, CFO von Sefe in der Mitteilung zitieren. 

Die starke Überzeichnung ist nach Ansicht des Finanzvorstandes Ohlms ein deutliches Zeichen dafür, dass „Sefe auf dem internationalen Finanzmarkt als zuverlässiger und attraktiver Geschäftspartner wahrgenommen wird“. Die Ablösung der KfW-Kreditlinie ist Teil des laufenden Privatisierungsprozesses. Die Bundesrepublik Deutschland plant, ihren Anteil an Sefe bis Ende 2028 schrittweise zu reduzieren. Die nun erreichte Finanzierungsstruktur gilt als Voraussetzung für diesen Prozess.

Mittwoch, 15.04.2026, 14:00 Uhr
Heidi Roider

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