E&M exklusiv Newsletter:
E&M gratis testen:
Energie & Management > Wasserstoff - Abkommen für H2-Infrastruktur in der Ostsee geschlossen
Die Projektpartner nach Unterzeichnung des Vertrags. Quelle: Northern Europe Energy Grroup / Rudolfs Liepins
Wasserstoff

Abkommen für H2-Infrastruktur in der Ostsee geschlossen

Northern Energy, Sefe und das BHC-Konsortium wollen die Infrastruktur zur Lieferung von grünem Wasserstoff aus dem Ostseeraum nach Deutschland errichten. 
Die norwegische Northern Europe Energy Group AS, die deutsche Sefe und das Konsortium Baltic Sea Hydrogen Collector (BHC) haben eine Absichtserklärung für den Aufbau einer integrierten Wasserstoff-Wertschöpfungskette zwischen dem nordisch-baltischen Raum und Deutschland unterzeichnet. 

Die Vereinbarung wurde auf der Konferenz Windworks 2026 in Riga unterzeichnet, wie die Unternehmen mitteilen. Ziel ist es, Erzeugung, Infrastruktur und Nachfrage parallel zu entwickeln. Northern Energy soll dabei die Rolle des potenziellen Produzenten übernehmen, das BHC-Konsortium verantwortet die geplante Transportinfrastruktur. Abnehmer des grünen Wasserstoffs ist Sefe. 

Im Mittelpunkt steht nach Angaben der Partner die Verknüpfung des erneuerbaren Potenzials im Ostseeraum mit industrieller Nachfrage in Deutschland. Northern Energy verweist dabei auf sein Projekt CIS Liepaja in Lettland. In einer ersten Ausbaustufe soll dort die Produktion von rund 100.000 Tonnen grünem Wasserstoff pro Jahr möglich sein. Ein erheblicher Anteil davon ist für den Export nach Deutschland und in andere EU-Märkte vorgesehen.

 
Der geplante „Nordic Sea Hydrogen Collector“
Quelle: BHC / Gascade


Für den Transport soll der Baltic Sea Hydrogen Collector die Infrastruktur schaffen. Das Vorhaben ist bereits als „Project of Common Interest“ gelistet und erhielt nach Angaben des Konsortiums 15,3 Millionen Euro EU-Förderung für vorbereitende Arbeiten. Die Inbetriebnahme der Infrastruktur wird für den Zeitraum Anfang bis Mitte der 2030er-Jahre in Aussicht gestellt, vorbehaltlich des weiteren Projektfortschritts. 

Der Ansatz zielt auf den Aufbau eines Wasserstoffsystems im Ostseeraum, in dem Erzeugung, Transport und Nachfrage länderübergreifend aufeinander abgestimmt werden. Für Deutschland ist dies relevant, weil die nationale Wasserstoffstrategie und die Importstrategie ausdrücklich auf internationale Partnerschaften sowie den Aufbau von Transport- und Verteilinfrastruktur setzen. 

Im BHC haben sich Gasgrid Finland, Gascade und Copenhagen Infrastructure Partners (GIP) zur Entwicklung der Wasserstoff-Infrastruktur in Nord- und Zentraleuropa zusammengeschlossen. 

Freitag, 10.04.2026, 15:22 Uhr
Katia Meyer-Tien
Energie & Management > Wasserstoff - Abkommen für H2-Infrastruktur in der Ostsee geschlossen
Die Projektpartner nach Unterzeichnung des Vertrags. Quelle: Northern Europe Energy Grroup / Rudolfs Liepins
Wasserstoff
Abkommen für H2-Infrastruktur in der Ostsee geschlossen
Northern Energy, Sefe und das BHC-Konsortium wollen die Infrastruktur zur Lieferung von grünem Wasserstoff aus dem Ostseeraum nach Deutschland errichten. 
Die norwegische Northern Europe Energy Group AS, die deutsche Sefe und das Konsortium Baltic Sea Hydrogen Collector (BHC) haben eine Absichtserklärung für den Aufbau einer integrierten Wasserstoff-Wertschöpfungskette zwischen dem nordisch-baltischen Raum und Deutschland unterzeichnet. 

Die Vereinbarung wurde auf der Konferenz Windworks 2026 in Riga unterzeichnet, wie die Unternehmen mitteilen. Ziel ist es, Erzeugung, Infrastruktur und Nachfrage parallel zu entwickeln. Northern Energy soll dabei die Rolle des potenziellen Produzenten übernehmen, das BHC-Konsortium verantwortet die geplante Transportinfrastruktur. Abnehmer des grünen Wasserstoffs ist Sefe. 

Im Mittelpunkt steht nach Angaben der Partner die Verknüpfung des erneuerbaren Potenzials im Ostseeraum mit industrieller Nachfrage in Deutschland. Northern Energy verweist dabei auf sein Projekt CIS Liepaja in Lettland. In einer ersten Ausbaustufe soll dort die Produktion von rund 100.000 Tonnen grünem Wasserstoff pro Jahr möglich sein. Ein erheblicher Anteil davon ist für den Export nach Deutschland und in andere EU-Märkte vorgesehen.

 
Der geplante „Nordic Sea Hydrogen Collector“
Quelle: BHC / Gascade


Für den Transport soll der Baltic Sea Hydrogen Collector die Infrastruktur schaffen. Das Vorhaben ist bereits als „Project of Common Interest“ gelistet und erhielt nach Angaben des Konsortiums 15,3 Millionen Euro EU-Förderung für vorbereitende Arbeiten. Die Inbetriebnahme der Infrastruktur wird für den Zeitraum Anfang bis Mitte der 2030er-Jahre in Aussicht gestellt, vorbehaltlich des weiteren Projektfortschritts. 

Der Ansatz zielt auf den Aufbau eines Wasserstoffsystems im Ostseeraum, in dem Erzeugung, Transport und Nachfrage länderübergreifend aufeinander abgestimmt werden. Für Deutschland ist dies relevant, weil die nationale Wasserstoffstrategie und die Importstrategie ausdrücklich auf internationale Partnerschaften sowie den Aufbau von Transport- und Verteilinfrastruktur setzen. 

Im BHC haben sich Gasgrid Finland, Gascade und Copenhagen Infrastructure Partners (GIP) zur Entwicklung der Wasserstoff-Infrastruktur in Nord- und Zentraleuropa zusammengeschlossen. 

Freitag, 10.04.2026, 15:22 Uhr
Katia Meyer-Tien

Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.