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Energie & Management > Windkraft - Vergleich zu Offshore-Windpark Gennaker beendet Rechtsstreit
Quelle: Georg Eble
Windkraft

Vergleich zu Offshore-Windpark Gennaker beendet Rechtsstreit

Ein Vergleich zwischen dem Nabu und Skyborn soll den Streit um den Offshore-Windpark Gennaker beenden. Vereinbart wurde eine Begleitforschung über gesetzliche Vorgaben hinaus.
Der Naturschutzbund Deutschland („NABU“) und die Projektgesellschaft OWP Gennaker haben ihren langjährigen Konflikt um den geplanten Offshore-Windpark Gennaker in der Ostsee beigelegt. Beide Seiten hätten sich auf einen Vergleich verständigt, der zusätzliche Maßnahmen zum Natur- und Artenschutz vorsieht und zugleich bestehende rechtliche Auseinandersetzungen beendet, teilte Skyborn Renewables, die Muttergesellschaft von OWP Gennaker mit.

Kern der Vereinbarung ist eine mehrjährige Begleitforschung für den Offshore-Windpark, die laut Skyborn über die bestehenden Genehmigungsauflagen hinausgeht. Untersucht werden sollen unter anderem Auswirkungen des Windparks auf Zugvögel, Fledermäuse und Meeresenten. Ziel sei es, auf Basis von Daten Kriterien zu entwickeln, die sowohl dem Artenschutz als auch einem wirtschaftlichen Betrieb Rechnung tragen.

Im Gegenzug verpflichtet sich der Nabu laut Mitteilung zu einem dauerhaften Rechtsfrieden. Bereits eingelegte Rechtsmittel gegen Genehmigungen des Projekts würden zurückgenommen. Damit entfällt ein wesentliches Hindernis für die weitere Umsetzung des Vorhabens, das seit Jahren umstritten ist. Umweltverbände hatten wiederholt auf mögliche Risiken für sensible Vogelarten und marine Lebensräume hingewiesen.

Geplant sind 976,5 MW installierte Leistung

Das Forschungsprogramm umfasst mehrere Bausteine. So sollen etwa Fledermausaktivitäten in Abhängigkeit von Wetterbedingungen erfasst werden, um Abschaltalgorithmen für Anlagen zu optimieren. Beim Vogelzug ist vorgesehen, verschiedene Erfassungssysteme zu kombinieren, um Flugbewegungen und Kollisionsrisiken genauer zu analysieren. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Verhalten von Kranichen im Umfeld der Anlagen. Ergänzend sind Untersuchungen zur Nutzung von Lebensräumen durch Meeresenten geplant.

Skyborn erklärte, die Einigung sei das Ergebnis intensiver Gespräche und ein wichtiger Schritt für das Projekt. Unternehmenschef Patrick Lammers wird mit den Worten zitiert, man habe eine gemeinsame Lösung für einen naturverträglichen Ausbau der Offshore-Windenergie gefunden. Darüber hinaus heißt es von Seiten des Unternehmens, die Vereinbarung zu Gennaker sei „ein weiteres Beispiel für den Anspruch des Unternehmens, ökologische Verantwortung und erneuerbare Energiegewinnung miteinander zu verbinden“.

Der Offshore-Windpark Gennaker soll mit einer geplanten Leistung von bis zu 976,5 MW der größte seiner Art in der deutschen Ostsee werden. Das Gebiet liegt rund 15 Kilometer vor der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und befindet sich laut Skyborn „in einem ausgewiesenen Vorranggebiet für Offshore-Windenergie im Küstenmeer von Mecklenburg-Vorpommern“. Die ursprüngliche Baugenehmigung hatte das Unternehmen, das über die exklusiven Entwicklungs- und Betreiberrechte für dieses Gebiet verfügt, bereits im Mai 2019 erhalten. Die Inbetriebnahme ist derzeit für das Jahr 2028 vorgesehen.

Skyborn Renewables hat einen Hauptsitz in Hamburg und deckt mit seinen Aktivitäten die gesamte Wertschöpfungskette bei der Offshore-Windkraft ab, einschließlich Greenfield-Entwicklung, Projektengineering und -design, Beschaffung, Finanzierung, Corporate Power Purchase Agreements, Bauleitung sowie Asset Management. Skyborn gehört zu Global Infrastructure Partners in New York. Diese Gesellschaft ist Teil der Investmentgesellschaft Blackrock.

Freitag, 20.03.2026, 13:57 Uhr
Fritz Wilhelm
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Ein Vergleich zwischen dem Nabu und Skyborn soll den Streit um den Offshore-Windpark Gennaker beenden. Vereinbart wurde eine Begleitforschung über gesetzliche Vorgaben hinaus.
Der Naturschutzbund Deutschland („NABU“) und die Projektgesellschaft OWP Gennaker haben ihren langjährigen Konflikt um den geplanten Offshore-Windpark Gennaker in der Ostsee beigelegt. Beide Seiten hätten sich auf einen Vergleich verständigt, der zusätzliche Maßnahmen zum Natur- und Artenschutz vorsieht und zugleich bestehende rechtliche Auseinandersetzungen beendet, teilte Skyborn Renewables, die Muttergesellschaft von OWP Gennaker mit.

Kern der Vereinbarung ist eine mehrjährige Begleitforschung für den Offshore-Windpark, die laut Skyborn über die bestehenden Genehmigungsauflagen hinausgeht. Untersucht werden sollen unter anderem Auswirkungen des Windparks auf Zugvögel, Fledermäuse und Meeresenten. Ziel sei es, auf Basis von Daten Kriterien zu entwickeln, die sowohl dem Artenschutz als auch einem wirtschaftlichen Betrieb Rechnung tragen.

Im Gegenzug verpflichtet sich der Nabu laut Mitteilung zu einem dauerhaften Rechtsfrieden. Bereits eingelegte Rechtsmittel gegen Genehmigungen des Projekts würden zurückgenommen. Damit entfällt ein wesentliches Hindernis für die weitere Umsetzung des Vorhabens, das seit Jahren umstritten ist. Umweltverbände hatten wiederholt auf mögliche Risiken für sensible Vogelarten und marine Lebensräume hingewiesen.

Geplant sind 976,5 MW installierte Leistung

Das Forschungsprogramm umfasst mehrere Bausteine. So sollen etwa Fledermausaktivitäten in Abhängigkeit von Wetterbedingungen erfasst werden, um Abschaltalgorithmen für Anlagen zu optimieren. Beim Vogelzug ist vorgesehen, verschiedene Erfassungssysteme zu kombinieren, um Flugbewegungen und Kollisionsrisiken genauer zu analysieren. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Verhalten von Kranichen im Umfeld der Anlagen. Ergänzend sind Untersuchungen zur Nutzung von Lebensräumen durch Meeresenten geplant.

Skyborn erklärte, die Einigung sei das Ergebnis intensiver Gespräche und ein wichtiger Schritt für das Projekt. Unternehmenschef Patrick Lammers wird mit den Worten zitiert, man habe eine gemeinsame Lösung für einen naturverträglichen Ausbau der Offshore-Windenergie gefunden. Darüber hinaus heißt es von Seiten des Unternehmens, die Vereinbarung zu Gennaker sei „ein weiteres Beispiel für den Anspruch des Unternehmens, ökologische Verantwortung und erneuerbare Energiegewinnung miteinander zu verbinden“.

Der Offshore-Windpark Gennaker soll mit einer geplanten Leistung von bis zu 976,5 MW der größte seiner Art in der deutschen Ostsee werden. Das Gebiet liegt rund 15 Kilometer vor der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und befindet sich laut Skyborn „in einem ausgewiesenen Vorranggebiet für Offshore-Windenergie im Küstenmeer von Mecklenburg-Vorpommern“. Die ursprüngliche Baugenehmigung hatte das Unternehmen, das über die exklusiven Entwicklungs- und Betreiberrechte für dieses Gebiet verfügt, bereits im Mai 2019 erhalten. Die Inbetriebnahme ist derzeit für das Jahr 2028 vorgesehen.

Skyborn Renewables hat einen Hauptsitz in Hamburg und deckt mit seinen Aktivitäten die gesamte Wertschöpfungskette bei der Offshore-Windkraft ab, einschließlich Greenfield-Entwicklung, Projektengineering und -design, Beschaffung, Finanzierung, Corporate Power Purchase Agreements, Bauleitung sowie Asset Management. Skyborn gehört zu Global Infrastructure Partners in New York. Diese Gesellschaft ist Teil der Investmentgesellschaft Blackrock.

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