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Energie & Management > Stromnetz - Currenta testet industrielle Flexibilität im Netzpilotprojekt
Elektrodenkessel im Chempark Dormagen. Quelle: Currenta
Stromnetz

Currenta testet industrielle Flexibilität im Netzpilotprojekt

Die Bundesnetzagentur erprobt mit Unternehmen und Netzbetreibern neue Modelle für Industrienetzentgelte. Currenta beteiligt sich mit einem Pilotversuch am Chempark Dormagen.
Die Bundesnetzagentur hat im vergangenen Februar den Start eines Pilotprojekts zur Weiterentwicklung der Industrienetzentgelte angekündigt (wir berichteten). Gemeinsam mit ausgewählten Unternehmen und Netzbetreibern soll erprobt werden, wie eine mögliche Nachfolgeregelung für die bisherigen Regelungen aussehen könnte. Ziel sei es, Flexibilitätshemmnisse abzubauen und Anreize für ein systemdienliches Verbrauchsverhalten zu schaffen.

Zu den beteiligten Unternehmen gehört der Chemiepark-Betreiber Currenta. Am Chempark-Standort Dormagen will das Unternehmen laut eigener Mitteilung testen, welchen Beitrag industrielle Flexibilität unter realen Betriebsbedingungen zur Stabilisierung des Stromsystems leisten kann und wo betriebliche Grenzen liegen.

Hans Gennen erklärte, die Erprobung solle wichtige Hinweise für eine praxistaugliche Regulierung liefern. „Wir sehen es auch als einen Teil unserer Verantwortung als Standortbetreiber, praktische Erfahrungen in die Weiterentwicklung des Regulierungsrahmens einzubringen“, so der Currenta-Geschäftsführer. Zugleich müsse man auch transparent machen, wo Grenzen bestünden, denn Flexibilität dürfe nicht zulasten der Versorgungssicherheit der Currenta-Kunden gehen.

Matthias Gasten, Leiter Energy Trading & Dispatching bei Currenta, erklärte, eine Weiterentwicklung der Netzentgeltsystematik müsse zwei Ziele miteinander verbinden: die Stabilität des Systems und verlässliche, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für industrielle Verbraucher.

Im Pilotprojekt werde Currenta in Dormagen flexibel auf Preissignale reagieren. Das Unternehmen nutzt nach eigenen Angaben bereits Technologien, mit denen Strom bei hoher Verfügbarkeit erneuerbarer Energien in Prozesswärme umgewandelt wird. Preissignale aus dem Markt würden über das Dispatching in konkrete Fahrweisen übersetzt, um zusätzliche Flexibilität in das Energiesystem einzubringen, ohne die Versorgung der ansässigen Unternehmen – insbesondere mit Prozessdampf – zu gefährden.

Das Pilotprojekt ist bis Ende 2026 angesetzt. Die Teilnahme von Currenta steht unter dem Vorbehalt der finalen regulatorischen Ausgestaltung und entsprechender behördlicher Bescheide.
 

Dienstag, 10.03.2026, 12:48 Uhr
Fritz Wilhelm
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Die Bundesnetzagentur erprobt mit Unternehmen und Netzbetreibern neue Modelle für Industrienetzentgelte. Currenta beteiligt sich mit einem Pilotversuch am Chempark Dormagen.
Die Bundesnetzagentur hat im vergangenen Februar den Start eines Pilotprojekts zur Weiterentwicklung der Industrienetzentgelte angekündigt (wir berichteten). Gemeinsam mit ausgewählten Unternehmen und Netzbetreibern soll erprobt werden, wie eine mögliche Nachfolgeregelung für die bisherigen Regelungen aussehen könnte. Ziel sei es, Flexibilitätshemmnisse abzubauen und Anreize für ein systemdienliches Verbrauchsverhalten zu schaffen.

Zu den beteiligten Unternehmen gehört der Chemiepark-Betreiber Currenta. Am Chempark-Standort Dormagen will das Unternehmen laut eigener Mitteilung testen, welchen Beitrag industrielle Flexibilität unter realen Betriebsbedingungen zur Stabilisierung des Stromsystems leisten kann und wo betriebliche Grenzen liegen.

Hans Gennen erklärte, die Erprobung solle wichtige Hinweise für eine praxistaugliche Regulierung liefern. „Wir sehen es auch als einen Teil unserer Verantwortung als Standortbetreiber, praktische Erfahrungen in die Weiterentwicklung des Regulierungsrahmens einzubringen“, so der Currenta-Geschäftsführer. Zugleich müsse man auch transparent machen, wo Grenzen bestünden, denn Flexibilität dürfe nicht zulasten der Versorgungssicherheit der Currenta-Kunden gehen.

Matthias Gasten, Leiter Energy Trading & Dispatching bei Currenta, erklärte, eine Weiterentwicklung der Netzentgeltsystematik müsse zwei Ziele miteinander verbinden: die Stabilität des Systems und verlässliche, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für industrielle Verbraucher.

Im Pilotprojekt werde Currenta in Dormagen flexibel auf Preissignale reagieren. Das Unternehmen nutzt nach eigenen Angaben bereits Technologien, mit denen Strom bei hoher Verfügbarkeit erneuerbarer Energien in Prozesswärme umgewandelt wird. Preissignale aus dem Markt würden über das Dispatching in konkrete Fahrweisen übersetzt, um zusätzliche Flexibilität in das Energiesystem einzubringen, ohne die Versorgung der ansässigen Unternehmen – insbesondere mit Prozessdampf – zu gefährden.

Das Pilotprojekt ist bis Ende 2026 angesetzt. Die Teilnahme von Currenta steht unter dem Vorbehalt der finalen regulatorischen Ausgestaltung und entsprechender behördlicher Bescheide.
 

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