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Energie & Management > Stromnetz - Baustart für zentrales Energiedrehkreuz
Strom von Offshore-Windparks in der Nordsee soll der Netzverknüpungspunkt Sengwarden aufnehmen und weiterverteilen. Quelle: Hereon / Ina Frings
Stromnetz

Baustart für zentrales Energiedrehkreuz

Mit dem Netzverknüpfungspunkt Sengwarden entsteht in Wilhelmshaven ein für Deutschland und Europa wichtiges Energieprojekt. Am 9. April war Baustart.
Gemeinsam mit Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD), Vertretern der Stadt Wilhelmshaven sowie Partnern aus Wirtschaft und Industrie hat der Übertragungsnetzbetreiber Tennet Germany den Startschuss für ein zukunftsweisendes Infrastrukturprojekt gegeben: Bis zu 4.000 MW Offshore-Windleistung aus der Nordsee sollen über den Netzverknüpfungspunkt Senwarden ins Stromnetz integriert werden.

Am Standort Sengwarden werden künftig die Offshore-Netzanbindungssysteme Balwin 3 und Lanwin 4 zusammengeführt. Der Windstrom aus der Nordsee wird hier gebündelt, in das Höchstspannungsnetz eingespeist und dorthin transportiert, wo Haushalte, Wirtschaft und Industrie ihn benötigen. Dafür realisiert Tennet zwei Konverteranlagen, die den Offshore-Gleichstrom für den Weitertransport im Stromnetz in Wechselstrom umwandeln. 

Darüber hinaus entsteht ein 380-kV-Umspannwerk, das den Strom über die leistungsstarke neue Leitung Wilhelmshaven 2 – Conneforde in das überregionale Stromnetz einspeist. Einen dritten Konverter am Standort Sengwarden will der Übertragungsnetzbetreiber Amprion bauen, um den Wechselstrom aus dem dort entstehenden Umspannwerk aufzunehmen und als Gleichstrom über den Korridor B abzutransportieren.

Tim Meyerjürgens, Vorsitzender der Geschäftsführung von Tennet Germany: „Hier in Sengwarden schaffen wir zentrale Infrastruktur, auf der Wirtschaft, Energieversorgung und industrielle Entwicklung der kommenden Jahrzehnte aufbauen können. Offshore-Windstrom im großen Maßstab für Haushalte und Industrie nutzbar zu machen, stärkt Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen sowie die Resilienz und Unabhängigkeit des Energiesystems in Deutschland und Europa.“ 

Leistungsfähiges Energie-Ökosystem

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies betonte die strategische Bedeutung des Vorhabens für den Energie- und Industriestandort Niedersachsen: „Niedersachsen ist die zentrale Drehscheibe der deutschen Energieversorgung – und Wilhelmshaven ist dabei ein entscheidender Standort. Mit Offshore-Windenergie aus der Nordsee stärken wir unsere Versorgungssicherheit und verringern unsere Abhängigkeiten.“

Der Standort, so Lies, zeige beispielhaft, wie erneuerbare Energie für den industriellen Wandel nutzbar gemacht und Niedersachsens Stellung als Energieland Nummer 1 weiter gefestigt wird. „Netzausbau ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die die Menschen vor Ort direkt betrifft – umso wichtiger ist es, dass die Orte und Regionen ganz unmittelbar durch lokale Wertschöpfung und gute Zukunftsperspektiven profitieren.“
 
Beim Baustart in Wilhelmshaven (von links): Tennet-Germany-CEO Tim Meyerjürgens), Ina Kamps (COO), Ministerpräsident Olaf Lies, Carsten Feist (Oberbürgermeister Wilhelmshaven) und Alexander Leonhardt (Energy Hub) Quelle: Tennet

Das Energiedrehkreuz Sengwarden wird nach Überzeugung der Beteiligten aus Politik und Wirtschaft die Voraussetzungen für neue industrielle Entwicklungen und weitere Investitionen am Energiestandort Wilhelmshaven schaffen. Gemeinsam mit Partnern wie Amprion sowie Akteuren des Energy Hub Port of Wilhelmshaven soll ein leistungsfähiges Energie-Ökosystem entstehen, in dem Netzinfrastruktur, Industrieansiedlungen und neue Energietechnologien zusammenwirken.

Donnerstag, 9.04.2026, 15:43 Uhr
Günter Drewnitzky
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Strom von Offshore-Windparks in der Nordsee soll der Netzverknüpungspunkt Sengwarden aufnehmen und weiterverteilen. Quelle: Hereon / Ina Frings
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Baustart für zentrales Energiedrehkreuz
Mit dem Netzverknüpfungspunkt Sengwarden entsteht in Wilhelmshaven ein für Deutschland und Europa wichtiges Energieprojekt. Am 9. April war Baustart.
Gemeinsam mit Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD), Vertretern der Stadt Wilhelmshaven sowie Partnern aus Wirtschaft und Industrie hat der Übertragungsnetzbetreiber Tennet Germany den Startschuss für ein zukunftsweisendes Infrastrukturprojekt gegeben: Bis zu 4.000 MW Offshore-Windleistung aus der Nordsee sollen über den Netzverknüpfungspunkt Senwarden ins Stromnetz integriert werden.

Am Standort Sengwarden werden künftig die Offshore-Netzanbindungssysteme Balwin 3 und Lanwin 4 zusammengeführt. Der Windstrom aus der Nordsee wird hier gebündelt, in das Höchstspannungsnetz eingespeist und dorthin transportiert, wo Haushalte, Wirtschaft und Industrie ihn benötigen. Dafür realisiert Tennet zwei Konverteranlagen, die den Offshore-Gleichstrom für den Weitertransport im Stromnetz in Wechselstrom umwandeln. 

Darüber hinaus entsteht ein 380-kV-Umspannwerk, das den Strom über die leistungsstarke neue Leitung Wilhelmshaven 2 – Conneforde in das überregionale Stromnetz einspeist. Einen dritten Konverter am Standort Sengwarden will der Übertragungsnetzbetreiber Amprion bauen, um den Wechselstrom aus dem dort entstehenden Umspannwerk aufzunehmen und als Gleichstrom über den Korridor B abzutransportieren.

Tim Meyerjürgens, Vorsitzender der Geschäftsführung von Tennet Germany: „Hier in Sengwarden schaffen wir zentrale Infrastruktur, auf der Wirtschaft, Energieversorgung und industrielle Entwicklung der kommenden Jahrzehnte aufbauen können. Offshore-Windstrom im großen Maßstab für Haushalte und Industrie nutzbar zu machen, stärkt Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen sowie die Resilienz und Unabhängigkeit des Energiesystems in Deutschland und Europa.“ 

Leistungsfähiges Energie-Ökosystem

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies betonte die strategische Bedeutung des Vorhabens für den Energie- und Industriestandort Niedersachsen: „Niedersachsen ist die zentrale Drehscheibe der deutschen Energieversorgung – und Wilhelmshaven ist dabei ein entscheidender Standort. Mit Offshore-Windenergie aus der Nordsee stärken wir unsere Versorgungssicherheit und verringern unsere Abhängigkeiten.“

Der Standort, so Lies, zeige beispielhaft, wie erneuerbare Energie für den industriellen Wandel nutzbar gemacht und Niedersachsens Stellung als Energieland Nummer 1 weiter gefestigt wird. „Netzausbau ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die die Menschen vor Ort direkt betrifft – umso wichtiger ist es, dass die Orte und Regionen ganz unmittelbar durch lokale Wertschöpfung und gute Zukunftsperspektiven profitieren.“
 
Beim Baustart in Wilhelmshaven (von links): Tennet-Germany-CEO Tim Meyerjürgens), Ina Kamps (COO), Ministerpräsident Olaf Lies, Carsten Feist (Oberbürgermeister Wilhelmshaven) und Alexander Leonhardt (Energy Hub) Quelle: Tennet

Das Energiedrehkreuz Sengwarden wird nach Überzeugung der Beteiligten aus Politik und Wirtschaft die Voraussetzungen für neue industrielle Entwicklungen und weitere Investitionen am Energiestandort Wilhelmshaven schaffen. Gemeinsam mit Partnern wie Amprion sowie Akteuren des Energy Hub Port of Wilhelmshaven soll ein leistungsfähiges Energie-Ökosystem entstehen, in dem Netzinfrastruktur, Industrieansiedlungen und neue Energietechnologien zusammenwirken.

Donnerstag, 9.04.2026, 15:43 Uhr
Günter Drewnitzky

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