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Auch die fünfte Versteigerung von Emissionsrechten für fossile Kraft- und Heizstoffe ist mit Ergebnissen wie bei einem Festpreis ausgegangen. Verschärft hat sich die Überzeichnungsrate.
Der Bund hat am 29. Juli über die Energiebörse EEX zum fünften Mal nationale Emissionsrechte im Verkehrs- und Gebäudebereich (nEHS) versteigert − und alle Ergebnisse waren vorhersagbar: Wie die ersten vier Male gingen 21,3 Millionen Emissionszertifikate (nEZ) zum gesetzlichen Höchstpreis von 65 Euro je Tonne CO2 an die Bieter. Der vorgegebene Preiskorridor fängt bei 55 Euro an, aber es wurde bisher kein einziges nEZ für 2026 unter 65 Euro verkauft.
Die Überzeichnungsquote steigerte sich laut den EEX-Zahlen gegenüber der Vorwoche weiter vom Faktor 22 auf den Faktor 24. Wegen der 65-Euro-Regel, die bei einer Überzeichnung der ursprünglichen Menge beim Höchstpreis greift, wurden erneut doppelt so viele nEZ verkauft, wie ursprünglich angesetzt, nämlich 21,3 Millionen. An der Auktion nahmen 110 Bieter teil.Das sind zwei mehr als in der Vorwoche. Der leicht steigende Trend setzte sich damit ebenfalls fort. Niemand ging ganz leer aus, aber die Bieter haben im Schnitt nur 4,1 Prozent ihrer gebotenen Menge erhalten. Am 22. Juli waren es noch 4,8 Prozent gewesen − auch dieser Prozentsatz verringert sich von Runde zu Runde.
Der Klima- und Transformationsfonds (KTF) des Bundes nahm wie in den anderen drei Auktionen 1,387 Milliarden Euro ein, der monetäre Unterschied zur dritten Auktion betrug 715 Euro − auch dies im Rahmen der bisherigen Auktionen.
Durch die ständige Verdoppelung der Zuschlagsmenge aufgrund der hohen Nachfrage dürften die insgesamt zu versteigernden 192 Millionen Tonnen CO2 für dieses Jahr schon früher weg sein, als im bisherigen Auktionskalender bis Oktober vorgesehen. Nur noch 85 Millionen nEZ sind übrig. Geht man davon aus, dass die nächsten Wochen weiter jeweils die verdoppelten 21,3 Millionen nEZ versteigert werden müssen, dann wäre schon im September Schluss mit den 2026er-Auktionen.
Zwei After Sales mit Aufschlag, aber Festpreis
Wer im vierten Quartal noch nEZ für seinen Kraft- oder Brennstoffabsatz im laufenden Jahr benötigt, kann im November an einem Nachverkauf an der EEX teilnehmen. Dann gibt es aber erstens einen Einheitspreis von 68 Euro pro Tonne. Und zweitens gibt es dann keine Knappheit: Es werden unbegrenzt nEZ ausgegeben. Nächstes Jahr lassen sich nEZ für dieses Jahr für 73 Euro pro Tonne nachkaufen.
Ebenfalls nächstes Jahr findet für den Ausstoß des Jahres 2027 an der EEX die gleiche Auktionsreihe nochmal statt, bevor 2028 das nur noch marktbasierte europäische Emissionshandelssystem für Brenn- und Kraftstoffe (EU-ETS2) beginnt. Es sei denn, das EU-ETS2 wird nochmal verschoben.
Deutschland hatte sein ETS2, das Ende 2026 ausgelaufen wäre, nach der unionsweiten Verschiebung bis Ende 2027 verlängert. Nationale CO2-Preise im Verkehrs- und Gebäudesektor gibt es nur in einigen wenigen EU-Staaten.
In der Brennstoffemissionshandelsverordnung (BEHV) steht drin, dass der CO2-Ausstoß im Verkehr und in der Gebäudeheizung bundesweit jährlich sinken soll, von 301 Millionen Tonnen (2021) über 255 Millionen Tonnen (2026) bis auf 180 Millionen Tonnen (2030). (geo)
Mittwoch, 29.07.2026, 17:02 Uhr
Georg Eble
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