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Energie & Management > F&E - Oberösterreich erhält Labor für Flüssigwasserstoff
Quelle: Fotolia / alphaspirit
F&E

Oberösterreich erhält Labor für Flüssigwasserstoff

Das Hydrogen Research Center Austria baut in Enns ein Forschungs- und Testzentrum für Flüssigwasserstoff. Rund 6,6 Millionen Euro fließen in das Labor, das Anfang 2027 starten soll.
Mit dem neuen „Liquid Hydrogen Lab“ (LHL) erweitert das Hydrogen Research Center Austria („HyCentA“) seine Forschungsinfrastruktur um einen Standort in Oberösterreich. In Enns sollen künftig Komponenten und komplette Systeme für den Einsatz von verflüssigtem Wasserstoff untersucht werden. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

Rund 6,6 Millionen Euro kostet das neue Zentrum, wie das „HyCentA“ in einer Mitteilung bekannt gibt. Finanzielle Unterstützung bekommt das Vorhaben durch eine Forschungs- und Entwicklungsinfrastrukturförderung des österreichischen Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI). Die Förderung erfolgt im Rahmen des Programms „Energieforschung 2024 FTI-Fokusinitiativen“ der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Mit dem neuen Standort in Enns ergänzt das „HyCentA“ seine bisherigen Forschungsaktivitäten in Graz. Das neue Labor konzentriert sich auf Flüssigwasserstoff und kryogene Technologien, also Anwendungen bei sehr niedrigen Temperaturen. Wasserstoff liegt bei rund minus 253 Grad Celsius in flüssiger Form vor. Entsprechend müssen Materialien und technische Komponenten unter besonderen Temperaturbedingungen funktionieren.

Tests bei minus 253 Grad

Im LHL sollen Materialien, einzelne Bauteile und vollständige Systeme unter realitätsnahen Bedingungen erprobt werden. Vorgesehen sind nach Angaben des Forschungszentrums unter anderem Versuche mit Pumpen, Speichern und Sensoren. Darüber hinaus sollen Betankungs- und Antriebssysteme untersucht werden.

Das Labor ist vor allem für Anwendungen in der Industrie, im Schwerverkehr, in der Luftfahrt und in der Schifffahrt gedacht. In diesen Bereichen kann Flüssigwasserstoff eine Rolle spielen, wenn große Energiemengen gespeichert oder transportiert werden müssen. Zunächst will HyCentA dafür vor allem Komponenten und Systeme für den Umgang mit dem tiefkalten Wasserstoff testen.

Für Enns als Standort sprechen laut „HyCentA“ mehrere Faktoren. Die Stadt verfüge über eine leistungsfähige Energie- und Logistikinfrastruktur und liege in unmittelbarer Nähe zu industriellen Anwendern. Zudem ist das neue Labor Teil der „Wasserstoff-Offensive OÖ 2030“ des Landes Oberösterreich, zu der unter anderem ein Forschungszentrum in Wels sowie ein Netzwerk aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen gehören. Mit dieser Strategie will Oberösterreich Forschung, Industrie und die praktische Anwendung von Wasserstofftechnologien stärker miteinander verbinden.

Das LHL soll innerhalb dieses Netzwerks vor allem die Möglichkeiten für Forschung und Erprobung erweitern. Unternehmen und Forschungseinrichtungen sollen dort Technologien für Flüssigwasserstoff unter Bedingungen testen können, die dem späteren Einsatz entsprechen. (ds)

Freitag, 25.09.2026, 16:24 Uhr
Davina Spohn
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Oberösterreich erhält Labor für Flüssigwasserstoff
Das Hydrogen Research Center Austria baut in Enns ein Forschungs- und Testzentrum für Flüssigwasserstoff. Rund 6,6 Millionen Euro fließen in das Labor, das Anfang 2027 starten soll.
Mit dem neuen „Liquid Hydrogen Lab“ (LHL) erweitert das Hydrogen Research Center Austria („HyCentA“) seine Forschungsinfrastruktur um einen Standort in Oberösterreich. In Enns sollen künftig Komponenten und komplette Systeme für den Einsatz von verflüssigtem Wasserstoff untersucht werden. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

Rund 6,6 Millionen Euro kostet das neue Zentrum, wie das „HyCentA“ in einer Mitteilung bekannt gibt. Finanzielle Unterstützung bekommt das Vorhaben durch eine Forschungs- und Entwicklungsinfrastrukturförderung des österreichischen Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI). Die Förderung erfolgt im Rahmen des Programms „Energieforschung 2024 FTI-Fokusinitiativen“ der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Mit dem neuen Standort in Enns ergänzt das „HyCentA“ seine bisherigen Forschungsaktivitäten in Graz. Das neue Labor konzentriert sich auf Flüssigwasserstoff und kryogene Technologien, also Anwendungen bei sehr niedrigen Temperaturen. Wasserstoff liegt bei rund minus 253 Grad Celsius in flüssiger Form vor. Entsprechend müssen Materialien und technische Komponenten unter besonderen Temperaturbedingungen funktionieren.

Tests bei minus 253 Grad

Im LHL sollen Materialien, einzelne Bauteile und vollständige Systeme unter realitätsnahen Bedingungen erprobt werden. Vorgesehen sind nach Angaben des Forschungszentrums unter anderem Versuche mit Pumpen, Speichern und Sensoren. Darüber hinaus sollen Betankungs- und Antriebssysteme untersucht werden.

Das Labor ist vor allem für Anwendungen in der Industrie, im Schwerverkehr, in der Luftfahrt und in der Schifffahrt gedacht. In diesen Bereichen kann Flüssigwasserstoff eine Rolle spielen, wenn große Energiemengen gespeichert oder transportiert werden müssen. Zunächst will HyCentA dafür vor allem Komponenten und Systeme für den Umgang mit dem tiefkalten Wasserstoff testen.

Für Enns als Standort sprechen laut „HyCentA“ mehrere Faktoren. Die Stadt verfüge über eine leistungsfähige Energie- und Logistikinfrastruktur und liege in unmittelbarer Nähe zu industriellen Anwendern. Zudem ist das neue Labor Teil der „Wasserstoff-Offensive OÖ 2030“ des Landes Oberösterreich, zu der unter anderem ein Forschungszentrum in Wels sowie ein Netzwerk aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen gehören. Mit dieser Strategie will Oberösterreich Forschung, Industrie und die praktische Anwendung von Wasserstofftechnologien stärker miteinander verbinden.

Das LHL soll innerhalb dieses Netzwerks vor allem die Möglichkeiten für Forschung und Erprobung erweitern. Unternehmen und Forschungseinrichtungen sollen dort Technologien für Flüssigwasserstoff unter Bedingungen testen können, die dem späteren Einsatz entsprechen. (ds)

Freitag, 25.09.2026, 16:24 Uhr
Davina Spohn

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