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Frankreichs Flüsse werden zu warm für die Atomkraft: Der staatliche Stromkonzern EDF fasst das Drosseln mehrerer Reaktoren ins Auge.
Die Hitzewelle in Frankreich mit Temperaturen bis zu 43 Grad bremst voraussichtlich einige der Atomkraftwerke des Landes aus. Angesichts der extremen Temperaturen fuhr der staatliche Stromkonzern EDF das Kernkraftwerk Golfech im Süden des Landes in der Nacht zu Dienstag herunter. Für drei weitere Kraftwerke kündigte EDF ebenfalls Einschränkungen des Betriebs an.
Grund dafür sei die gestiegene Wassertemperatur in den Flüssen, aus denen das Kühlwasser für die Kraftwerke entnommen wird. Verhindert werden solle, dass durch das Wiedereinleiten des aufgeheizten Kühlwassers die Temperatur in den Flüssen über festgelegte Grenzwerte ansteigt.
Neben dem Kraftwerk Golfech könnte es an dem ebenfalls an der Garonne gelegenen Atommeiler Blayais zu Einschränkungen kommen, teilte EDF mit. Ins Auge gefasst werden diese außerdem für die an der Rhône gelegenen Kraftwerke Bugey und Saint-Alban.
Nach Angaben von EDF sind die Auswirkungen der Maßnahmen auf die Stromproduktion derzeit zu vernachlässigen. Das Drosseln oder Herunterfahren von Atomkraftwerken während Hitzeperioden habe seit dem Jahr 2000 zu einer Reduzierung der jährlichen Stromproduktion von durchschnittlich 0,3 Prozent geführt. Wenn Hitzeperioden aber häufiger und intensiver werden, können die Auswirkungen größer werden.
Dienstag, 23.06.2026, 16:16 Uhr
dpa
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