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Enerige & Management > KWK - Biomethan-KWK für Wohnquartier Augustfehn-Hengstforde
Quelle: Dietmar Buecker
KWK:
Biomethan-KWK für Wohnquartier Augustfehn-Hengstforde
EWE hat für das Wohnbaugebiet Augustfehn-Hengstforde ein nachhaltiges Gesamtkonzept entwickelt. Nun wurde der erste Motor für die KWK-Anlage geliefert.
 
Für eine Strom- und Wärmeversorgung sowie ein Glasfasernetz im Wohnbaugebiet Augustfehn-Hengstforde (Niedersachsen) hat der Energie- und Telekommunikationsdienstleister EWE für den Erschließungsträger, die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG), das Gesamtkonzept entwickelt. Erzeugt werden Strom und Wärme für das Quartier in einer Energiezentrale.

Am 26. April wurde das erste von insgesamt drei Aggregaten für das Blockheizkraftwerk (BHKW) geliefert. Bei der Strom- und Wärmeerzeugung wird nach Auskunft von EWE überwiegend Biomethan zum Einsatz kommen. EWE erfülle damit die Grundvoraussetzung für die ehemalige höchste Fördermöglichkeit KfW 40 EE.

Das BHKW stammt vom Hersteller Sokratherm und wird in der Endausbaustufe mit drei MAN-Motoren eine elektrische Leistung von 334 kW und eine thermische Leistung von 516 kW aufweisen. EWE gibt die geplanten Betriebsstunden insgesamt mit bis zu 6.000 Stunden an. Ergänzt wird die KWK-Anlage mit zwei Viessmann-Gasbrennwertkesseln mit einer thermischen Leistung von 800 kW und 1 MW.

Die Energielieferung aus der Energiezentrale soll ab Ende Mai erfolgen. „Insgesamt werden wir bis zum Jahr 2025 drei Blockheizkraftmotoren und zwei Gasbrennwertkessel in unserer Energiezentrale installieren. Dann können insgesamt 2.000 Megawattstunden Strom und 3.100 Megawattstunden Wärme erzeugt werden. In Spitzenzeiten werden die drei BHKW-Motoren von zwei Gaskesseln unterstützt“, sagt EWE-Projektleiter Claas Marquardt.

Über ein Nahwärmenetz wird die Wärme im gesamten Quartier verteilt. Neben dem Bau übernimmt EWE im Rahmen eines Contractings auch den Betrieb der Energieerzeugungsanlagen, inklusive Fernüberwachung. Die gesamte Anlage errichtet hat die Marohn Versorgungstechnik. Insgesamt investiert EWE für das Projekt 4,2 Mio. Euro.
 

Heidi Roider
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