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Das Berliner Technologieunternehmen Terralayr hat den Abschluss von zwei Eigenkapitaltranchen mit einem Gesamtvolumen von 192 Millionen Euro bekannt gegeben.
Der Schweizer Flexibilitätsanbieter und Speicherbetreiber Terralayr erhält aus einer Finanzierungsrunde Kapital in Höhe von 192 Millionen Euro, einschließlich einer Aufstockungsoption in Höhe von 80 Millionen Euro, gab Terralayr am 19. Januar bekannt. Die Finanzierungsrunde wurde von der europäischen Investmentgesellschaft Eurazeo angeführt.
Mit Eurazeo kommt ein weiterer institutioneller Investor an Bord – neben bestehenden Investoren wie RIVE Private Investment, Creandum, Earlybird, Norrsken VC und Picus Capital. Mit dem Kapital will Terralayr sein Portfolio netzgekoppelter Großbatteriespeicher in Deutschland weiter ausbauen und zugleich die unternehmenseigene Flexibility-as-a-Service-Plattform „LAYR“ skalieren.
Terralayr entwickelt und betreibt netzgekoppelte Batteriespeicher − auch Battery Energy Storage Systems (BESS) genannt. Das Asset-Geschäft wird durch die Softwareplattform Layr ergänzt. Hierzulande verfügt Terralayr nach eigenen Angaben derzeit über mehr als 150 MW in Betrieb befindlicher und im Bau befindlicher Assets sowie über knapp 200 MW „ready-to-build“ – teilweise abgesichert durch Vereinbarungen mit RWE und Vattenfall. Dazu komme eine zusätzliche Pipeline von 8.000 MW aus eigener Projektentwicklung und Co-Development-Partnerschaften.
Strategische Partnerschaften in Deutschland
Das Schweizer Unternehmen ist in den vergangenen Monaten mehrere Partnerschaften eingegangen. Dazu gehört eine Vereinbarung mit den Stadtwerken Duisburg im September 2025. Die Stadtwerke Duisburg Energiehandel GmbH, eine Gesellschaft der Stadtwerke, und Terralayr sind eine Kooperation zur Vermarktung von Batteriespeichern eingegangen. Das Angebot richtet sich an kommunale Energieversorger. Zuvor hatten die Schweizer im Mai 2025 eine Vereinbarung mit RWE bekannt gegeben. Der Essener Energiekonzern übernimmt demnach ab diesem Jahr für fünf Jahre die Vermarktung von Speicherkapazitäten des Anbieters Terralayr. Konkret geht es, wie die Kooperationspartner bekannt gaben, um 50 MW Leistung und 100.000 kWh Speicherkapazität, die über mehrere Batteriespeicher in der Regelzone des Übertragungsnetzbetreibers 50 Hertz bereitgestellt werden. Die einzelnen Systeme werden mithilfe einer Plattform von Terralayr zu einem virtuellen Speicher zusammengefasst (wir berichteten).
Mit Sitz im schweizerischen Zug entwickelt, betreibt und aggregiert Terralayr Batteriespeicher in Deutschland. Die Flexibilitätsplattform des 2022 gegründeten Unternehmens ermöglicht es nach Unternehmensangaben, unterschiedliche Speicherstandorte technisch zu bündeln und deren Lade- und Entladeleistung gezielt am Strommarkt einzusetzen.
Montag, 19.01.2026, 13:47 Uhr
Heidi Roider
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