Holen gesamte Projektentwickllung in ein Haus (v.l.): Philipp Man (Terralayr), Hendrik Büchner (BBD) und Ludwig Wurlitzer (Terralayer). Bildquelle: Terralayr
Der Markt für Großbatteriespeicher in Deutschland konsolidiert sich weiter. Terralayr übernimmt sein Joint Venture „BBD“ vollständig und stärkt damit seine Projektpipeline.
Der Berliner Speicherentwickler Terralayr übernimmt die restlichen Anteile an seinem Joint-Venture-Unternehmen „Big Battery Deutschland“ (BBD). Verkäufer ist die Averdung Gruppe, ein auf Energiewendedienstleistungen spezialisiertes Unternehmen. Das gibt Terralayr in einer Mitteilung vom 18. Februar bekannt. Zu dem Übernahmepreis wurden keine Details genannt.
Terralayr entwickelt und betreibt netzgekoppelte Großbatteriespeicher und vermarktet deren Kapazitäten über eine eigene Softwareplattform. BBD konzentrierte sich als eigenständiger Projektentwickler auf die Entwicklung neuer Standorte für großskalige Batteriespeicher. Das Unternehmen identifizierte Flächen, strukturierte Projekte, führte Genehmigungsverfahren und koordinierte Netzanschlüsse bis zur Baureife. 2025 verkaufte BBD Projekte mit knapp 50 MW Leistung an Terralayr. Vor diesem Hintergrund entschieden beide Partner, die Gesellschaft vollständig zu integrieren.
Beide Teams arbeiteten nach Unternehmensangaben bereits eng entlang gemeinsamer Prozesse und klarer Governance-Strukturen. Mit der vollständigen Übernahme holt Terralayr die gesamte Projektentwicklung ins eigene Haus und entscheidet künftig allein über Auswahl, Zeitplan und Investitionen der Speicherprojekte. Nach Unternehmensangaben umfasst diese Pipeline mehr als 1.000 MW an geplanten Batteriespeicherprojekten in Deutschland.
„Mit dieser Transaktion stärken wir unsere Basis in Deutschland“, sagt Philipp Man, Co-Founder und CEO von Terralayr. Er betont, Terralayr gewinne zusätzliche Steuerungsmöglichkeiten darüber, wie und wo das Unternehmen Batteriespeicher errichtet. Hendrik Büchner, CEO von BBD, spricht von einem konsequenten nächsten Schritt. Der Zusammenschluss gebe dem Team die Plattform und Stabilität, um die Entwicklung großer Batterieprojekte weiter auszubauen.
Erst kürzlich hat Terralayr eine Wachstumsfinanzierung über 192 Millionen Euro Eigenkapital sowie 60 Millionen Euro Fremdkapital abgeschlossen (wir berichteten). Aktuell betreibt oder errichtet das Unternehmen in Deutschland Batteriespeicher mit einer Leistung von über 150 MW. Weitere rund 200 MW gelten als baureif. Für diese Projekte liegen die wesentlichen Genehmigungen vor, Flächen und Netzanschlüsse sind gesichert, sodass der Bau kurzfristig beginnen kann.
Das entstehende Portfolio steuert Terralayr über die firmeneigene Softwareplattform „LAYR“. Diese bündelt und virtualisiert Batterieanlagen und ermöglicht die Teilnahme an Regelleistungsmärkten, am Stromgroßhandel sowie an unternehmenseigenen virtuellen Batterieauktionen.
Mittwoch, 18.02.2026, 11:45 Uhr
Davina Spohn
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