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Enerige & Management > Unternehmen - Zwei südhessische Energieversorger fusionieren
Quelle: Fotolia / Joachim Wendler
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Zwei südhessische Energieversorger fusionieren
Die GGEW AG fusioniert mit der Energieried GmbH & Co. KG. Mit dem Zusammenschluss soll im nächsten Jahr begonnen werden.
 
Der Energieversorger GGEW mit Hauptsitz in Bensheim ist bereits seit dem Jahr 2002 an der Energieried beteiligt. Die beiden südhessischen Versorger GGEW und Energieried fusionieren nun, teilte beide Unternehmen am 23. September mit. Die jeweiligen Aufsichtsräte seien den Vorschlägen der Unternehmensleitungen gefolgt und hätten einstimmig grünes Licht gegeben.

Wenn nun alles nach Plan verläuft, so die Versorger in ihrer Mitteilung, und die Kommunalpolitik zustimmt, kann mit einer Verschmelzung im Spätsommer 2023 gerechnet werden. Der Kernmarkt würde sich durch die Fusion auf rund 180.000 Einwohner vergrößern. Der kommunale Gesellschafterkreis soll erhalten bleiben.

Fusionsbedingte Kündigungen soll es nicht geben. Es wird sogar der Aufbau zusätzlicher Arbeitsplätze im Zuge des Wachstums in den Geschäftsfeldern, wie zum Beispiel der weitere Ausbau von erneuerbarer Energieerzeugung im Strom- und Wärmesektor, in der gemeinsamen Gesellschaft in Aussicht gestellt. Der Standort in Lampertheim (Hessen) bleibt ebenfalls bestehen.

Beide Unternehmen erhoffen sich durch den Zusammenschluss Wettbewerbsvorteile sowie eine „Wertsteigerung für die beteiligten Kommunen“, teilte dazu GGEW-Vorstand Carsten Hoffmann mit. „Dabei steht für uns immer die regionale Wertschöpfung im Fokus“, sagte Frank Kaus, Geschäftsführer von Energieried.

Die GGEW AG ist seit 2002 an der Energieried beteiligt und hält einen Anteil von 34,5 %. Die anderen Anteile liegen bei der Stadt Lampertheim (40,4 %) und der Stadt Bürstadt (Hessen, 25,1 %). In der damaligen Überkreuzbeteiligung (die Stadt Lampertheim ist im Gegenzug zu rund 4 % an der GGEW beteiligt) sowie in einem Konsortialvertrag von 2002 wurde die Kooperation beider Unternehmen ausdrücklich vertraglich verankert.
 

Heidi Roider
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