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Enerige & Management > Fusion - Wasserstoffwirtschaft über Grenzen hinweg
Quelle: Shutterstock/Rido
FUSION:
Wasserstoffwirtschaft über Grenzen hinweg
Eine "Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung" bilden Firmen aus Frankreich, Deutschland und Luxemburg. Sie wollen eine grenzüberschreitende Wasserstoffwirtschaft etablieren.
 
Zusammen verpflichten sich die Unternehmen, sektorübergreifende Projekte zur Erzeugung, Nutzung und zum Transport von Wasserstoff zu verknüpfen. Das Ziel ist ein integriertes, grenzüberschreitendes Energiesystem. Zu der Europäischen wirtschaftlichen Interessenvereinigung "Grande Region Hydrogen" zusammengeschlossen haben sich die acht Unternehmen Creos Deutschland, Encevo, Gazel Energie, GRTgaz, H2V, Hydrogene de France, SHS - Stahl-Holding-Saar und Steag.

Die Vereinigung setzt sich aus Wasserstoffprojekten zusammen, die eng miteinander verbunden und aufeinander angewiesen sind. Ziel soll sein, in der Großregion eine Wasserstoffwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu entwickeln und auszubauen. Zu diesen Projekten gehört etwa "H2Syngas", bei dem die Stahlunternehmen Saarstahl und Dillinger mit dem luxemburgischen Engineering-Unternehmen Paul Wurth auf die Nutzung von eigenen Prozessgasen und den Einsatz von erheblichen Wasserstoffmengen im Hochofenprozess setzen wollen. Weitere Projekte sind nach aktuellem Stand "H2V Warndt Naborien", "HydroHub Fenne", "HyPower Moselle/Saar" und "MosaHYc". Schwerpunktgebiet ist das Saarland (Deutschland), die Region Lothringen (Frankreich) und das Großherzogtum Luxemburg.

Folgende Auswirkungen versprechen sich die beteiligten Unternehmen von der Vereinigung:
  • Dekarbonisierung der Industrie und Teile des Mobilitätssektors: Die Projekte der Grande Region Hydrogen sollen die CO2-Emissionen bis 2030 um mehr als 980.000 Tonnen pro Jahr reduzieren.
  • Schaffung neuer Arbeitsplätze im Herzen Europas: Es werden über 140 neue direkte und 230 indirekte Arbeitsplätze erwartet. Dadurch sollen sich Forschungs- und Hochschulprogramme verbessern und neue Kompetenzen entwickeln.
  • Wasserstoffmengen erhöhen und -preise drücken: Durch die Projekte sollen bis zu 61.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr produziert werden. In Kombination mit der für jeden Marktteilnehmer frei zugänglichen Transportinfrastruktur soll die Abstimmung von Angebot und Nachfrage wirtschaftliche Vorteile bringen. Dieser Skaleneffekt soll dazu beitragen, den Endpreis für erneuerbaren Wasserstoff zu senken.
  • Steigerung der Attraktivität der Region: Die Grande Region Hydrogen soll eine Zukunftsperspektive für ein neues industrielles Kapitel nach der Kohle-Ära eröffnen.
Weitere Informationen zur Grande Region Hydrogen und den einzelnen Projekten finden sich auf der Internetseite der Interessenvereinigung   .
 

Davina Spohn
Redakteurin
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Montag, 25.10.2021, 14:32 Uhr

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