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Energie & Management > Bilanz - Uniper macht wieder Gewinn
Quelle: Jonas Rosenberger / E&M
Bilanz

Uniper macht wieder Gewinn

Der verstaatlichte Energiekonzern Uniper ist nach eigenen Angaben „mit einem starken ersten Quartal“ in das Jahr 2023 gestartet.
Der bereinigte Konzernüberschuss von Uniper habe im ersten Quartal 2023 bei 451 Millionen Euro nach einem Verlust von minus 674 Millionen Euro im Vorjahr, gelegen, heißt es bei der Vorlage der Quartalszahlen. In der Bilanz ist die russische Gesellschaft Unipro nicht mehr enthalten, die 2022 als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen und bereits zum Jahresende 2022 entkonsolidiert wurde.

Uniper hat im ersten Quartal von einer erheblichen Verbesserung in seinem Handelsgeschäft profitiert und dadurch wieder einen Gewinn erzielt. Zudem trieb die überwiegende Auflösung von Rückstellungen für mögliche Verluste in der Gasersatzbeschaffung das Ergebnis an. Beim Abbau der Nettoverschuldung machte Uniper Fortschritte. Wie bereits Ende April bei Vorlage vorläufiger Ergebnisse berichtet, geht der verstaatlichte Konzern für 2023 von einer kräftigen Ergebniserholung aus und benötigt bis auf Weiteres kein neues Eigenkapital des Bunds.

Beim bereinigten Gewinn von Zinsen und Steuern (Ebit) wies Uniper 749 Millionen Euro aus nach einem Minus von 917 Millionen Euro im Vorjahr. Die Nettoverschuldung sank von 3 Milliarden Euro auf 2,3 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebit im Segment Globaler Handel hat sich zwar deutlich verbessert, blieb aber mit minus 291 (Vorjahr: minus 618) Millionen Euro noch negativ. Der Anstieg ist laut Uniper im Wesentlichen auf das Gasgeschäft zurückzuführen, das weiterhin von den außergewöhnlichen Preisentwicklungen der Vorjahre und deren Folgen beeinflusst ist.

Im Segment Europäische Erzeugung lag das bereinigte Ebit mit etwas über 1 Milliarde Euro signifikant über dem bereinigten Ebit des Vorjahres von minus 152 Millionen Euro. Als Grund für die Verbesserung nannte Uniper die Ergebnisbeiträge aus Absicherungsgeschäften im Bereich der fossilen Erzeugung. Die Erzeugungsvolumina im Segment Europäische Erzeugung hätten über fast alle Technologien und Märkte hinweg unter dem Vorjahreszeitraum gelegen, aber diesen negativen Volumeneffekt habe man ergebnisseitig durch höhere durchschnittliche Preise überkompensieren können, so Uniper.

Uniper musste 2022 mit staatlicher Hilfe gerettet werden, weil bei der Vertragserfüllung massive Verluste anfielen, als Russland seine Gaslieferungen nach und nach einstellte. Seit Dezember gehört das Unternehmen zu 99,12 Prozent dem Bund. Der Konzern bekräftigte, dass vorbehaltlich der weiteren Preisentwicklung am Markt 2023 ein positiver bereinigter Nettogewinn und ein positives bereinigtes Ebit erwartet wird.

Donnerstag, 4.05.2023, 13:22 Uhr
Claus-Detlef Gromann
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Quelle: Jonas Rosenberger / E&M
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Uniper macht wieder Gewinn
Der verstaatlichte Energiekonzern Uniper ist nach eigenen Angaben „mit einem starken ersten Quartal“ in das Jahr 2023 gestartet.
Der bereinigte Konzernüberschuss von Uniper habe im ersten Quartal 2023 bei 451 Millionen Euro nach einem Verlust von minus 674 Millionen Euro im Vorjahr, gelegen, heißt es bei der Vorlage der Quartalszahlen. In der Bilanz ist die russische Gesellschaft Unipro nicht mehr enthalten, die 2022 als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen und bereits zum Jahresende 2022 entkonsolidiert wurde.

Uniper hat im ersten Quartal von einer erheblichen Verbesserung in seinem Handelsgeschäft profitiert und dadurch wieder einen Gewinn erzielt. Zudem trieb die überwiegende Auflösung von Rückstellungen für mögliche Verluste in der Gasersatzbeschaffung das Ergebnis an. Beim Abbau der Nettoverschuldung machte Uniper Fortschritte. Wie bereits Ende April bei Vorlage vorläufiger Ergebnisse berichtet, geht der verstaatlichte Konzern für 2023 von einer kräftigen Ergebniserholung aus und benötigt bis auf Weiteres kein neues Eigenkapital des Bunds.

Beim bereinigten Gewinn von Zinsen und Steuern (Ebit) wies Uniper 749 Millionen Euro aus nach einem Minus von 917 Millionen Euro im Vorjahr. Die Nettoverschuldung sank von 3 Milliarden Euro auf 2,3 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebit im Segment Globaler Handel hat sich zwar deutlich verbessert, blieb aber mit minus 291 (Vorjahr: minus 618) Millionen Euro noch negativ. Der Anstieg ist laut Uniper im Wesentlichen auf das Gasgeschäft zurückzuführen, das weiterhin von den außergewöhnlichen Preisentwicklungen der Vorjahre und deren Folgen beeinflusst ist.

Im Segment Europäische Erzeugung lag das bereinigte Ebit mit etwas über 1 Milliarde Euro signifikant über dem bereinigten Ebit des Vorjahres von minus 152 Millionen Euro. Als Grund für die Verbesserung nannte Uniper die Ergebnisbeiträge aus Absicherungsgeschäften im Bereich der fossilen Erzeugung. Die Erzeugungsvolumina im Segment Europäische Erzeugung hätten über fast alle Technologien und Märkte hinweg unter dem Vorjahreszeitraum gelegen, aber diesen negativen Volumeneffekt habe man ergebnisseitig durch höhere durchschnittliche Preise überkompensieren können, so Uniper.

Uniper musste 2022 mit staatlicher Hilfe gerettet werden, weil bei der Vertragserfüllung massive Verluste anfielen, als Russland seine Gaslieferungen nach und nach einstellte. Seit Dezember gehört das Unternehmen zu 99,12 Prozent dem Bund. Der Konzern bekräftigte, dass vorbehaltlich der weiteren Preisentwicklung am Markt 2023 ein positiver bereinigter Nettogewinn und ein positives bereinigtes Ebit erwartet wird.

Donnerstag, 4.05.2023, 13:22 Uhr
Claus-Detlef Gromann

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