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Enerige & Management > Stadtwerke - Straubinger Stadtwerke-Chef lässt wegen Ermittlungen Amt ruhen
Quelle: Jonas Rosenberger / E&M
STADTWERKE:
Straubinger Stadtwerke-Chef lässt wegen Ermittlungen Amt ruhen
Der Straubinger Stadtwerke-Chef lässt seine Amtsgeschäfte aktuell ruhen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts auf „Vermögensstraftaten“ aus früherer Tätigkeit.
 
Unruhige Zeiten für die Stadtwerke Straubing: Der ostbayerische Versorger muss seit dieser Woche ohne den regulären Geschäftsführer seinen Aufgaben nachkommen. Martin Ritter „übt aktuell seine Dienstgeschäfte nicht aus“, sagte ein Sprecher der Donau-Kommune auf Anfrage unserer Redaktion. Hintergrund sind laufende Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

Am 14. September hatten Einsatzkräfte der Kriminalpolizei im Zusammenhang mit dem Verdacht auf „Vermögensstraftaten“ die Räumlichkeiten der Stadtwerke Straubing durchsucht. Für die Stadt Straubing, die mit Oberbürgermeister Markus Pannermayr den Aufsichtsratsvorsitzenden des kommunalen Versorgers stellt, betonte der Sprecher, die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen Ritter hätten nichts mit seiner derzeitigen Funktion, sondern mit „früherer Tätigkeit“ zu tun.

Martin Ritter war erst mit Beginn des Jahres 2021 an die Donau gewechselt. Zuvor führte er die Geschäfte des Versorgers in Bad Säckingen am Südrand des Schwarzwaldes. Die für diesen Bereich Baden-Württembergs zuständige Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen hat die Ermittlungen in Bayern angestoßen. Sie gibt als „Tatort“ für die vermuteten Straftaten eben Bad Säckingen an. Ritters Nachfolger bei den Stadtwerken im Ländle, Udo Engel, sagte auf Anfrage, dass die Stadtwerke Bad Säckingen nach seinem Kenntnisstand im Moment nicht Gegenstand der Ermittlungen seien.

Die von den negativen Schlagzeilen betroffenen Stadtwerke Straubing haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten reagiert. Ritters Stellvertreter Günter Winter übernehme automatisch „bis auf Weiteres“ die Geschäftsführung, so der Sprecher des Rathauses. Zum laufenden Verfahren werde die Stadt sich nicht äußern, auch nicht dazu, ob Martin Ritter gegebenenfalls auf seinen Posten zurückkehren wird. Es gelte die Unschuldsvermutung.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen bestätigte gegenüber unserer Redaktion die Ermittlungen in Straubing, wollte aber zur Identität des Beschuldigten und zu weiteren Einzelheiten des Ermittlungsverfahrens derzeit keine Auskunft erteilen.
 

Volker Stephan
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Donnerstag, 16.09.2021, 13:18 Uhr

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