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Enerige & Management > Thüringen - Strabag nimmt erste Hürde zum neuen Pumpspeicherkraftwerk
Bild: Fotolia.com, Kzenon
THÜRINGEN:
Strabag nimmt erste Hürde zum neuen Pumpspeicherkraftwerk
Im thüringischen Leutenberg/Probstzella könnte bis 2024 ein Pumpspeicherkraftwerk ans Netz gehen.
 
Der österreichische Baukonzern Strabag SE und das Thüringer Landesverwaltungsamt haben am 25. August mitgeteilt, dass das Raumordnungsverfahren für ein Pumpspeicherkraftwerk mit 24 damit verbundenen und realisierbaren Auflagen abgeschlossen sei. Für die Baugenehmigung stehe noch das Planfeststellungsverfahren an, für das die Unterlagen in den nächsten 12 bis 18 Monaten eingereicht würden. Laut Unternehmen könnte das Pumpspeicherkraftwerk mit einer Leistung von 408 MW bis 2024 in Betrieb genommen werden, vorausgesetzt es finden sich Partner für die Finanzierung und den Betrieb des 450 Mio. Euro schweren Projekts.
 
Wie E&M im November 2013 berichtet hatte, prüfte die Strabag SE mehrere Standorte in Thüringen. Für den Baukonzern „war die Topographie ausschlaggebend“, berichtete Projektleiter Martin Ullrich mit Blick auf die dort vorhandenen Fallhöhen von über 200 m. Zum einen wurde der Standort Ellrich (Südharz) für eine Anlage mit 640 MW Leistung erwogen. Zum anderen der Ort Probstzella/Leutenberg, bei dem das nun in Planung befindliche Kraftwerk entstehen wird.
 
Laut dem Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz ist Thüringen eine wichtige Transitregion für Strom. Um das Netz auszugleichen, verfügt das Land bereits über mehrere Pumpspeicherkraftwerke: das deutschlandweit größte mit einer Leistung von rund 1 000 MW liegt im thüringischen Schiefergebirge am Oberlauf der Schwarza zwischen Goldisthal und Scheibe-Alsbach.
 

Sarah Gmell
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Donnerstag, 25.08.2016, 16:52 Uhr

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