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Enerige & Management > Geothermie - Pfalzwerke geben tiefe Geothermie auf
Quelle: Fotolia / Cardaf
GEOTHERMIE:
Pfalzwerke geben tiefe Geothermie auf
Die Pfalzwerke ziehen sich aus der tiefen Geothermie zurück und verkaufen ihr Geothermiekraftwerk in Insheim (Rheinland-Pfalz) an Vulcan Energy.
 
Zu diesem Zweck veräußert die Pfalzwerke AG 100 % ihrer Anteile an der Betreibergesellschaft Pfalzwerke Geofuture GmbH zu einem nicht genannten Preis an die Vulcan Gruppe. 

Mit dem Verkauf beenden die Pfalzwerke ihr Engagement als Anlageneigentümer und Investor der Tiefe Geothermie und fokussieren sich im Bereich der erneuerbaren Energien auf Wind- und Solarenergie. Werner Hitschler, Vorstandsmitglied der Pfalzwerke, begründet die Entscheidung so: "Die Möglichkeiten der tiefen Geothermie sind vielfältig. Doch um sie konsequent ausschöpfen zu können, bedarf es der Anwendung neuer Technologien. Die Vulcan Gruppe ist in diesem Bereich gut positioniert und möchte ihn auch zukünftig weiter vorantreiben und die dafür notwendigen Investitionen tätigen."

Vulcan Energy ist bisher vor allem durch sein Projekt in Erscheinung getreten, aus dem Thermalwasser des Oberrheingrabens CO2-frei Lithium zu extrahieren, das für die Produktion von E-Auto-Batterien verwendet werden kann.

Im nächsten Schritt plant die Vulcan Gruppe, in den Ausbau und die Modernisierung des Kraftwerks zu investieren. Alle Mitarbeiter werden übernommen. Thorsten Weimann, als COO der Vulcan Gruppe verantwortlich für den operativen Betrieb, unterstreicht: „Es ist uns wichtig, das Geothermiekraftwerk Insheim bewährt weiterzuführen, denn wir sind überzeugt davon, dass die dezentrale, grundlastfähige Geothermie auch weiterhin einen positiven Beitrag zur Energiewende in der Region leisten wird.“

Daneben scheint bei dem Geothermiekraftwerk auch eine Lithiumextraktion aus dem Wasser geplant zu sein. Stephen Harrison, CTO der Vulcan Gruppe: „Nach meiner Erfahrung mit hochkomplexen Thermalwässern in Kalifornien freue ich mich nun auf den Oberrheingraben. Hier kann ich meine fundierten Kenntnisse zu einer besonders nachhaltigen und umweltschonenden Herstellung von CO2-freiem Lithium einsetzen.“
 

Peter Koller
Redakteur
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Montag, 13.12.2021, 11:35 Uhr

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