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Enerige & Management > KWK - Neues GuD-Heizkraftwerk für Industriestandort Martinswerk
Planungsskizze des neuen GuD-Kraftwerks für das Martinswerk. Bild: Getec
KWK:
Neues GuD-Heizkraftwerk für Industriestandort Martinswerk
Das Industrieunternehmen Martinswerk nahe Köln wechselt vom Energieträger Braunkohle zu einer effizienten Gas-KWK-Lösung. Den Auftrag hat die Getec erhalten.
 
Die Getec ist von der Martinswerk GmbH, einem Hersteller von halogenfreien Flammschutzmitteln, Spezialoxiden und organischen Mattierungsmitteln, mit der Errichtung einer hocheffizienten Gas- und Dampfturbinenanlage am Standort in Bergheim bei Köln beauftragt worden.

Die neue Energieversorgung wird den Standort mit Prozessdampf und Strom versorgen, teilte die Getec mit. Das Heizkraftwerk wird am Werksgelände errichtet.
Das beauftragte Projekt sieht zudem eine neue Wasser- und Kondensataufbereitung vor sowie den dafür nötigen Umbau der Leitungssysteme für Dampf, Strom, Kondensat, Wasser, Abwasser und Erdgas zwischen dem Heizkraftwerk und der Werksinfrastruktur. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Sommer 2023 vorgesehen. 
Die Gas- und Dampfturbine sollen künftig bis zu 14 MW elektrisch leisten. Neben einem zusatzgefeuerten Abhitzekessel mit einer Dampfleistung von 70 Tonnen die Stunde werden zur Erreichung höchster Dampfverfügbarkeit noch zwei Redundanz-Kessel errichtet mit einer Dampfleistung von je 50 Tonnen die Stunde.

Das Martinswerk produziert Produkte auf Basis von Aluminiumoxid und -hydroxid. Die bisherige Strom- und Dampfversorgung des 1914 gegründeten Unternehmens wird derzeit durch ein mit Braunkohle gefeuertes Industrieheizkraftwerk abgedeckt. Mit dem Wechsel zur Gas-KWK-Lösung sollen in Zukunft bis zu 20 % weniger Primärenergie nötig sein. Zudem werden im Vergleich zur vorherigen Anlage rund 160.000 t CO2-Emissionen pro Jahr eingespart.

Der Energiedienstleister Getec hat im vergangenen Jahr das Programm „Green Steam“ ins Leben gerufen. Das Programm soll Unternehmen den wirtschaftlichen Wechsel von fossilen Energieträgern zu einer klimaneutralen Energieversorgung erleichtern. Der Energiedienstleister verbindet dazu nach seinen Angaben Outsourcing-Modelle und klimaneutrale Technologien mit verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten.
 

Heidi Roider
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