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Enerige & Management > Photovoltaik - Leag plant Deutschlands bislang größte Floating-Solaranlage
Bild: Shutterstock, kittipong sirirattatanon
PHOTOVOLTAIK:
Leag plant Deutschlands bislang größte Floating-Solaranlage
Eine 18 Hektar große schwimmende Solaranlage auf dem künftig 1.900 Hektar großen Cottbuser Ostsee will das Energieunternehmen mit dem Projektentwickler EP New Energies realisieren.
 
Mit einer Leistung von 21 MW soll die Anlage das bislang größte in Deutschland umgesetzte Floating-PV-Projekt werden. Dies verkündet der Kraftwerksbauer aus Cottbus in einer Mitteilung vom 9. Juni. In Sachen Innovation, Klimaschutz und Nachhaltigkeit solle das Projekt einer im vergangenen Jahr mit der Stadt Cottbus und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg geschlossenen Absichtserklärung Rechnung tragen.

Die drei Partner hatten darin vereinbart, mit der "Cottbuser Ostsee" einen künstlichen See im Lausitzer Seenland zu entwickeln und als Modellregion im Strukturwandel und der Energiewende aufzubauen. Der ehemalige Braunkohletagebau Cottbus-Nord wird hierfür geflutet, was aber immer wieder ins Stocken gerät.

Davon ist bei Andreas Huck, Vorstand für den Bereich Neue Geschäftsfelder, nichts zu spüren. Er schreibt der anvisierten Floating-Solaranlage das Potenzial zu, "ein innovatives Leuchtturmprojekt mit überregionaler Strahlkraft in einer sich wandelnden Energieregion" zu werden. "Damit erhielte der größte Bergbaufolgesee Deutschlands ein Alleinstellungsmerkmal, das auch im Zuge der Strukturentwicklung in der Lausitz von Bedeutung wäre", so Huck. 
 
Lage der schwimmenden PV-Anlage auf dem künftigen Cottbuser Ostsee (zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken)
Grafik: Leag

Anlage vom Ufer "kaum wahrnehmbar"

Die absehbare Jahreserzeugung der Anlage beziffert die Leag mit 20 Mio. kWh. Dies würde ausreichen, um rechnerisch 5.700 Haushalte mit Strom zu versorgen. Die Größe des Sees soll sich auf 1.900 Hektar belaufen (entspricht 2.660 Fußballfeldern), die Solaranlage würde mit einer Größe von 18 Hektar weniger als 1 % der Gesamtfläche in Anspruch nehmen, heißt es aus Cottbus. Etwa 2,4 Kilometer vom künftigen Cottbuser Stadthafen und 1,6 Kilometer vom Hafen Teichland würde sie mit einer Verankerung im Boden entstehen, außerhalb geplanter Schifffahrtsrouten. Aufgrund ihrer flachen Ausführung sei sie zudem von den künftig touristisch genutzten Ufern des Cottbuser Ostsees kaum wahrnehmbar.

Zum weiteren Zeitplan: Für die Errichtung der Anlage ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes durch die Stadt Cottbus notwendig. Mit Beteiligung der Öffentlichkeit und der zuständigen Behörden soll das Verfahren noch in diesem Sommer starten. Aufgrund des Flutungsfortschrittes des Sees plant die Leag parallel dazu, in Vorleistung zu gehen und mit der Vergütung des Seebodens im Vorhabengebiet zu beginnen. Nach Erhalt des Satzungsbeschlusses und der Baugenehmigung könnten laut der Leag die Errichtung und Inbetriebnahme der Anlage im Jahr 2023 erfolgen. 
 

Davina Spohn
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Mittwoch, 09.06.2021, 13:42 Uhr

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