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Enerige & Management > Vertrieb - Krefeld übernimmt Heizstromkunden der Rheinenergie
Quelle: Pixabay / Ulrike Görgl
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Krefeld übernimmt Heizstromkunden der Rheinenergie
Der Kölner Versorger Rheinenergie muss laut einem Kartellamtsbeschluss die Kunden abgeben. Grund ist die Anteilserhöhung von Westenergie am Unternehmen.
 
Die SWK Energie GmbH aus Krefeld übernimmt 6.100 Heizstromkundenverträge von der Rheinenergie. Der Grund: Die Veräußerung hatte das Bundeskartellamt „für die geplante strategische Verbindung zwischen Rheinenergie und Westenergie im Zuge seiner kartellrechtlichen Freigabe Ende September zur Bedingung gemacht“, teilte die Rheinenergie mit.

Im Juni 2021 hatten die Eon-Tochter Westnetz und die Rheinenergie eine strategische Neuordnung ihrer Beteiligungen bekannt gegeben. Der Verteilnetzbetreiber Westenergie erhöht seinen Anteil an der Rheinenergie von 20 Prozent auf 24,9 Prozent. Im Gegenzug stockt die Rheinenergie ihren Anteil von 33 Prozent an der Stadtwerkeholding Rhenag auf eine Mehrheit von 50,1 Prozent auf, die übrigen Anteile bleiben in der Hand der Westnetz. Zudem werde 20 Prozent der Anteile an den Stadtwerken Duisburg auf die Rheinenergie übertragen.

Das Bundeskartellamt billigte die Anteilsverlagerung unter der Bedingungen, dass die Rheinenergie ihre wesentlichen Teile des Heizstromgeschäftes verkauft. In einer Mitteilung vom September dieses Jahres teilte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, mit: Die Verbindung führe durch den Wegfall eines wesentlichen Wettbewerbers vor allem bei der Versorgung mit Heizstrom im Großraum Köln zu wettbewerblichen Problemen. „Deshalb lassen wir den Zusammenschluss nur unter der Bedingung zu, dass wesentliche Teile des Heizstromgeschäfts der Rheinenergie auf einen Dritten übergehen.“

Dieser Forderung ist die Rheinenergie nun nachgekommen. Wie es aus Köln heißt, gehen die Kunden zum 1. Februar an die SWK Energie über. Das Unternehmen ist die Energiegesellschaft der Stadtwerke Krefeld. Die Übernahme umfasst Verträge für die Belieferung mit Strom für Nachtspeicherheizungen und auch für Wärmepumpen. Die Kundinnen und Kunden werden dabei „zu den bestehenden Konditionen der Rheinenergie mit Strom versorgt“, so die Rheinenergie.
 

Stefan Sagmeister
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Donnerstag, 01.12.2022, 13:17 Uhr

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