• Strompreise legen wegen geringerer Erneuerbaren-Einspeisung zu
  • Unscharfe Anlagenfehler treffsicher im Vorhinein erkennen
  • Kabinett beschließt schnelleren Windkraft- und Netzausbau
  • Thüga fordert Nachbesserung beim Margining
  • Lob und Kritik für Vorschlag zur Steuerung von Verbrauchern
  • Netze BW mahnt großen Ausbaubedarf an
  • Hansewerk baut Holzgaskraftwerk
  • Prokon prognostiziert "herausragendes" Ergebnis 2022
  • Neues Planungstool für Geothermie in NRW
  • Bayern nimmt zwei Batteriespeicher in Betrieb
Enerige & Management > Wärme - Jeder Zehnte hat bis Ende November noch nicht geheizt
Quelle: Fotolia / Ralf Kalytta
WÄRME:
Jeder Zehnte hat bis Ende November noch nicht geheizt
Wer dieser Tage eine warme Wohnung haben will, muss dafür oft sehr viel mehr zahlen als vergangenes Jahr. Viele haben ihr Heizverhalten deswegen angepasst.
 
(dpa) − Jeder zehnte Bundesbürger hat trotz teilweise winterlicher Temperaturen im Spätherbst noch nicht geheizt. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "YouGov" im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. Die überwiegende Mehrheit (90 Prozent) hat den Ofen oder die Heizung bis Ende November hingegen bereits eingeschaltet − jedoch ihr Heizverhalten merklich verändert: 68 Prozent heizen demnach in dieser Saison weniger als im Vorjahreszeitraum. Rund die Hälfte davon heizt nach eigenem Bekunden sogar deutlich weniger. 

Viele Heizanlagen werden mit fossilen Energieträgern wie Öl oder Gas betrieben − das belastet die Umwelt. Für die Befragten, die angaben, zu sparen, scheint das jedoch kein ausschlaggebendes Argument zu sein. Nur 6 Prozent möchten den Ergebnissen zufolge durch weniger Heizen das Klima schonen. Mehr als jeder Zweite (56 Prozent) hingegen dreht den Regler runter, um Geld zu sparen. 20 Prozent heizen wegen höherer Außentemperaturen weniger und 15 Prozent möchten durch die Reduktion einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. 
  Viele Verbraucherinnen und Verbraucher scheinen demnach dem Aufruf der Bundesregierung zum Energiesparen zu folgen. Aufgrund der gestiegenen Preise und einer drohenden Gasknappheit empfiehlt diese, etwa die Raumtemperatur zu senken oder wassersparende Duschköpfe zu verwenden. 

Darüber hinaus sollen Privathaushalte durch die für März 2023 angekündigte Strom- und Gaspreisbremse finanziell entlastet werden. Der Preis soll für 80 Prozent des Verbrauchs gedeckelt werden. Für den restlichen Verbrauch muss der normale Marktpreis gezahlt werden. Sparen soll also belohnt werden. 

Bei vielen Anbietern haben sich die Gaspreise in diesem Jahr verdoppelt oder sogar verdreifacht. Trotzdem ist ein Großteil der Befragten (78 Prozent) beim gleichen Heizsystem wie im vergangenen Jahr geblieben. Immerhin 7 Prozent gaben an, die Wohnung oder das Haus in diesem Winter mehr mit dem Ofen oder Kamin als mit der eingebauten Heizung warm halten zu wollen. Jeder Zweite davon tut dies, weil es finanziell günstiger ist. Gut jeder Dritte möchte dadurch knappe Energieträger sparen und fast jeder Vierte hält das Heizen mit Holz für klimaschonender. Die Umfrageteilnehmer konnten hierbei mehrere Antworten auswählen. 
 

Redaktion
© 2023 Energie & Management GmbH
Dienstag, 06.12.2022, 16:43 Uhr

Mehr zum Thema