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Bild: Shutterstock/ssguy
STROMNETZ:
Hasler fordert Umdenken in der Netzplanung
Der Energieversorger N-Ergie in Nürnberg begrüßt die vom Übertragungsnetzbetreiber Tennet angestoßene Debatte über einen neuen Modus für die Netzentwicklungsplanung.
 
Deutschlands größter Übertragungsnetzbetreiber Tennet hat für seine Forderung nach einer Netzentwicklungsplanung 2.0, die einen überdimensionierten Netzausbau vermeiden soll, deutliche Kritik vom Bundeswirtschaftsministerium und von der Bundesnetzagentur einstecken müssen. Nun melden sich Unternehmen zu Wort, die den Vorschlag gut finden.

„Nach Jahren des ewigen Netzausbau-Mantras freue ich mich, dass erstmals auch ein Übertragungsnetzbetreiber ein klares Umdenken in der Netzplanung anstößt und die Berücksichtigung technologischer Alternativen fordert“, erklärte Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der N-Ergie AG in Nürnberg. Damit erkenne Tennet an, dass ein weiter so nicht länger möglich sei – schon um die Akzeptanz der Energiewende nicht zu verspielen.

Auch er lehne „das derzeit vorherrschende Denkmuster“, das die massive Erweiterung der Übertragungsnetze zur Voraussetzung für den Ausbau von erneuerbaren Energien macht, ab. Es verknüpfe Unwirtschaftlichkeit mit einem Ausbremsen der Energiewende. Hasler schlägt stattdessen „mehr regionale, ganzheitlich gedachte Initiativen, die alle Akteure miteinbeziehen“, vor.

Hintergrund der Diskussion ist der im Koalitionsvertrag angestrebte Anteil von 65 % erneuerbaren Energien bis 2030. Blieben die im Netzentwicklungsplan hinterlegten Parameter unverändert bestehen, sei unweigerlich mit einem weiteren Ausbau der Übertragungsnetze zu rechnen, erwartet N-Ergie.
 

Peter Focht
Redakteur
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Freitag, 15.06.2018, 15:09 Uhr

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