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Energie & Management > Stromnetz - Grünes Licht für Netzverstärkungsprojekt
Visualisierung des bei Kupferzell geplanten Netzboosters. Quelle: Transnet BW
Stromnetz

Grünes Licht für Netzverstärkungsprojekt

Der Übertragungsnetzbetreiber Transnet BW kann mit dem Ausbau einer wichtigen 380-kV-Leitung von Baden-Württemberg nach Bayern beginnen.
Die Bundesnetzagentur hat das Planfeststellungsverfahren für den mittleren Sektor der geplanten Höchstspannungsleitung von Grafenrheinfeld bei Schweinfurt ins Umspannwerk nach Großgartach bei Heilbronn abgeschlossen. Die Entscheidung bezieht sich, wie die Behörde mitteilt, auf den Abschnitt 2 vom Punkt Rittershausen in der Gemeinde Gaukönigshofen in Bayern nach Kupferzell in Baden-Württemberg.

Der Verlauf der neuen Stromleitung für den ersten von insgesamt drei Abschnitten steht damit fest. Wegen der besonderen Eilbedürftigkeit des Verfahrens konnte, wie es seitens der Bundesnetzagentur heißt, auf die Bundesfachplanung verzichtet werden, sodass sich das Genehmigungsverfahren deutlich verkürzt hat. Mit dem Planfeststellungsbescheid kann Transnet BW mit dem Bau der Leitung beginnen. Die Vorbereitungen sind bereits seit längerem im Gange, unter anderem hat der Übertragungsnetzbetreiber bei Vellberg im Nordosten Baden-Württembergs ein 4 Hektar großes Logistikzentrum in der Nähe der Trasse errichtet.

Auf dem jetzt genehmigten rund 50 Kilometer langen Teilstück soll die bereits bestehende Höchstspannungsleitung durch einen weiteren Stromkreis ergänzt werden. Hier reicht es aus, die Masten zu verstärken. Im Abschnitt zwischen Großgartach und Kupferzell müssen die Masten gegen neue ausgetauscht werden. Auf der ganzen Strecke sollen Hochtemperaturseile zum Einsatz kommen, die eine deutlich höhere Übertragungsleistung ermöglichen.

Netzbooster soll Übertragungskapazität weiter steigern

Das als "Vorhaben 20" bezeichnete Projekt hat eine Gesamtlänge von 158 Kilometern. Es dient der Erhöhung der Übertragungskapazität im Nordosten von Baden-Württemberg und in Bayern. Dadurch werden zum einen Überlastungen vermieden, die aus den zu erwartenden Leistungsflüssen im Zuge der Energiewende in Süddeutschland resultieren und zum anderen die Leistungsflüsse aus den östlichen Bundesländern stabilisiert.
 
 
Der Planfeststellungsbeschluss für Abschnitt 3 wird für das vierte Quartal 2023 erwartet, für den Abschnitt 1 von Grafenrheinfeld bis zur bayerischen Landesgrenze ist der Übertragungsnetzbetreiber Tennet zuständig.

Am Umspannwerk Kupferzell will Transnet BW zusätzlich einen Netzbooster errichten. Der Batteriespeicher mit einer Leistung von 250 MW soll dafür sorgen, dass das Leitungsnetz nochmals höher ausgelastet werden kann. Da die Anlage bei Störungen in Sekundenbruchteilen Ersatzenergie zur Verfügung stellen kann, müssen im Normalbetrieb keine Notfallreserven auf den Stromtrassen freigehalten werden.

Montag, 19.06.2023, 13:56 Uhr
Gnter Drewnitzky
Energie & Management > Stromnetz - Grünes Licht für Netzverstärkungsprojekt
Visualisierung des bei Kupferzell geplanten Netzboosters. Quelle: Transnet BW
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Grünes Licht für Netzverstärkungsprojekt
Der Übertragungsnetzbetreiber Transnet BW kann mit dem Ausbau einer wichtigen 380-kV-Leitung von Baden-Württemberg nach Bayern beginnen.
Die Bundesnetzagentur hat das Planfeststellungsverfahren für den mittleren Sektor der geplanten Höchstspannungsleitung von Grafenrheinfeld bei Schweinfurt ins Umspannwerk nach Großgartach bei Heilbronn abgeschlossen. Die Entscheidung bezieht sich, wie die Behörde mitteilt, auf den Abschnitt 2 vom Punkt Rittershausen in der Gemeinde Gaukönigshofen in Bayern nach Kupferzell in Baden-Württemberg.

Der Verlauf der neuen Stromleitung für den ersten von insgesamt drei Abschnitten steht damit fest. Wegen der besonderen Eilbedürftigkeit des Verfahrens konnte, wie es seitens der Bundesnetzagentur heißt, auf die Bundesfachplanung verzichtet werden, sodass sich das Genehmigungsverfahren deutlich verkürzt hat. Mit dem Planfeststellungsbescheid kann Transnet BW mit dem Bau der Leitung beginnen. Die Vorbereitungen sind bereits seit längerem im Gange, unter anderem hat der Übertragungsnetzbetreiber bei Vellberg im Nordosten Baden-Württembergs ein 4 Hektar großes Logistikzentrum in der Nähe der Trasse errichtet.

Auf dem jetzt genehmigten rund 50 Kilometer langen Teilstück soll die bereits bestehende Höchstspannungsleitung durch einen weiteren Stromkreis ergänzt werden. Hier reicht es aus, die Masten zu verstärken. Im Abschnitt zwischen Großgartach und Kupferzell müssen die Masten gegen neue ausgetauscht werden. Auf der ganzen Strecke sollen Hochtemperaturseile zum Einsatz kommen, die eine deutlich höhere Übertragungsleistung ermöglichen.

Netzbooster soll Übertragungskapazität weiter steigern

Das als "Vorhaben 20" bezeichnete Projekt hat eine Gesamtlänge von 158 Kilometern. Es dient der Erhöhung der Übertragungskapazität im Nordosten von Baden-Württemberg und in Bayern. Dadurch werden zum einen Überlastungen vermieden, die aus den zu erwartenden Leistungsflüssen im Zuge der Energiewende in Süddeutschland resultieren und zum anderen die Leistungsflüsse aus den östlichen Bundesländern stabilisiert.
 
 
Der Planfeststellungsbeschluss für Abschnitt 3 wird für das vierte Quartal 2023 erwartet, für den Abschnitt 1 von Grafenrheinfeld bis zur bayerischen Landesgrenze ist der Übertragungsnetzbetreiber Tennet zuständig.

Am Umspannwerk Kupferzell will Transnet BW zusätzlich einen Netzbooster errichten. Der Batteriespeicher mit einer Leistung von 250 MW soll dafür sorgen, dass das Leitungsnetz nochmals höher ausgelastet werden kann. Da die Anlage bei Störungen in Sekundenbruchteilen Ersatzenergie zur Verfügung stellen kann, müssen im Normalbetrieb keine Notfallreserven auf den Stromtrassen freigehalten werden.

Montag, 19.06.2023, 13:56 Uhr
Gnter Drewnitzky

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